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Erste Eingriffe in neuen Operationssälen früher als geplant

Premiere vorgezogen

Salzkotten (WB). Kurz vor Weihnachten wurde das neue OP-Zentrum des St.-Josefs-Krankenhauses in Salzkotten in Betrieb genommen: Die Chefärzte operierten mit ihren Teams ihre ersten Patienten in den nach Krankenhausinformationen hochmodernen Sälen. Damit ist der erste Bauabschnitt des Millionenprojektes abgeschlossen.

Das St.-Josefs-Team freut sich über die Fertigstellung der neuen OP-Säle: (von links) Dr. Ralf Steinert, Dr. Marco Ezechieli, Schwester Cäcilie M. Müller, Dr. Martin Baur, Dr. Christoph Lescher, Michael Schäfer, Ralf Tewes und Prof. Dr. Michael Patrick Lux. Foto:

„Alle Abnahmen waren erfolgreich und alle Installationsarbeiten waren planmäßig abgeschlossen, so dass wir uns dazu entschieden haben, schon vor den Feiertagen die ersten Operationen anzusetzen. Denn in dieser Zeit ist es im Krankenhaus erfahrungsgemäß etwas ruhiger. So stellen wir auch sicher, dass unsere Mitarbeiter die neuen Wege und Abläufe festigen können“, erklärt Markus Schröder, Technischer Direktor der St. Vincenz-Krankenhaus GmbH.

„Die erste OP in den tollen modernen Räumlichkeiten war natürlich ein Highlight zum Jahresabschluss“, freut sich PD Dr. Ralf Steinert, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie.

Zunächst gehen drei OP-Säle in Betrieb. Der vierte Saal wird noch bis die restlichen Nebenräume fertiggestellt sind, als Einleitungsraum dienen, in dem die Patienten ihre Narkose erhalten und für die OP vorbereitet werden.

Ab Mitte Januar werden auch die ersten gynäkologischen Operationen im neuen OP-Zentrum stattfinden – hier wartet das Team der Gynäkologie noch auf die Lieferung eines speziellen Operationstisches für Not-Kaiserschnitte. „Die bisherigen OP-Säle bleiben noch eine Weile als ‚Backup‘ zur doppelten Sicherheit in Betrieb“, berichtet Schröder.

Nicht nur für die Bauherren sei das Projekt OP-Neubau ein großes, sondern auch für viele Mitarbeiter des „St. Josefs“, teilt die Geschäftsleitung mit. Aus logistischen Gründen habe auch die Intensivstation komplett umziehen müssen. Dabei seien acht Intensivpatienten Anfang Dezember verlegt worden. Doch auch hier habe es dank einer optimalen Vorbereitung keinerlei Komplikationen gegeben. „Der erste große Meilenstein ist nun gesetzt. Ein solch’ großes Projekt kann man nur mit engagierten Mitarbeitern erfolgreich umsetzen. Darauf sind wir sehr stolz“, lobt Dr. Josef Düllings, Hauptgeschäftsführer der St.-Vincenz-Krankenhaus GmbH. Im neuen Jahr beginnt dann der zweite Bauabschnitt: Die älteren Operationssäle werden zu Umkleiden, Vorbereitungsräumen, Einleitungsräumen und einem Aufwachraum umgebaut.

Der OP-Anbau am Salzkottener Krankenhaus ist in rund 33 Monaten entstanden. Im März 2017 erfolgte der Spatenstich für das neue OP-Zentrum. Das Investitionsvolumen beträgt etwa zehn Millionen Euro, davon flossen rund sieben Millionen Euro in den ersten Bauabschnitt. Die Gesamtfläche des Anbaus beträgt 600 Quadratmeter – pro OP-Saal stehen nun etwa 50 Quadratmeter zur Verfügung. 110 Tonnen Baustahl und 1100 Kubikmeter Beton wurden verbaut. Auf der ersten Ebene befinden sich die vier Operationssäle und erforderlichen Nebenräume. Im kompletten Obergeschoss ist die Technik untergebracht. Die Untergeschosse des Neubaus bieten bei Bedarf in Zukunft noch Ausbaureserven.

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