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Wahlprogramm: Marktplatz soll gemütlicher Treffpunkt werden – Investition in Bildung gefordert

Sälzer Grüne wollen Dorfkerne wiederbeleben

Salzkotten (WB). Der Klimaschutz bleibe ein zentrales Thema für die Sälzer Grünen. Dies werde besonders bei den verkehrspolitischen Plänen für Salzkotten deutlich, erklärte die Partei anlässlich der Vorstellung ihres Programms zur Kommunalwahl.

Präsentieren grüne Politik für Salzkotten im Grünen (von links): Dr. Hendrik Schlune, Andrea König, Marc Svensson, Christina Wilmes und René Scherf (Sprecher des Ortsverbandes).

Umweltpolitische Themen lägen in der DNA der Grünen. Das vorgelegte Programm decke alle Zukunftsthemen, wie Wirtschaft, Bauen sowie alle Aspekte des städtischen Miteinanders ab, teilten die Grünen mit. „Wenn wir so weitermachen wie bisher, ist das globale CO

-Budget in sieben Jahren aufgebraucht, welches zur Einhaltung des Klimaabkommens von Paris zur Verfügung steht“, sagt die umweltpolitische Sprecherin Heike Paesel. Werde jetzt nicht auf allen Ebenen konsequent gehandelt, werde sich die Erhitzung durch Kipppunkte verselbstständigen und damit unkontrollierbar. „Klimaschutz darf nicht nur als ein einzelnes politisches Thema gesehen werden. Nahezu jede kommunalpolitische Entscheidung hat Auswirkungen auf unseren ökologischen Fuß­abdruck. Daher ist wirksamer Klimaschutz unser wesentliches Thema, das in allen Bereichen mitgedacht werden muss."

Sichere Schulwege und großflächig Tempo 30

Dr. Hendrik Schlune, verkehrspolitischer Sprecher der Salzkottener Grünen, fordert unterdessen, die „systematische Benachteiligung von Menschen als nichtmotorisierte Verkehrsteilnehmer endlich“ zu beenden. „Sichere Schulwege, großflächig Tempo 30, eine Verdichtung des ÖPNV mit günstigen Tickets und attraktive Bahnhöfe müssen zum Standard werden“, sagt Schlune. Notwendig sei ein sicheres und komfortables Radwegenetz. Aus dem Parkplatz vor dem Salzkottener Rathaus wollen die Grünen wieder einen Marktplatz als gemütlichen Treffpunkt machen. Schlune: „Dazu gehört viel Grün, gemütliche Sitzgelegenheiten und mehr Flächen für die Außengastronomie."

Würdevolles Älterwerden in gewohnter Umgebung

Auch im sozialen Bereich gebe es viele Baustellen, die die Grünen anpacken wollten. Ratsherrin ­Katharina Stelbrink: „Bildung ist eine der wichtigsten Ressourcen, die wir haben. Investitionen darin sind Investitionen in unsere Zukunft und die unserer Kinder.“ Angefangen bei der Stärkung der Kitas über ein frisches und regionales Mittagessen in Kitas und Schulen bis hin zum Ausbau der Schulsozialarbeit und Offenen Ganztagsschulen gebe es viele Punkte, die im Grünen-Wahlprogramm angesprochen würden. „Aber auch die Integration der geflüchteten Menschen in unsere Gesellschaft und das würdevolle Älterwerden in gewohnter Umgebung sind Aspekte, mit denen wir uns beschäftigen", sagt Stelbrink.

Platz für alle Generationen

Beim Städtebau sollen der Erhalt ortsbildprägender Dorfkerne und deren Wiederbelebung im Fokus stehen. „Wir wollen den Verlust an historischer Bausubstanz in unseren Dörfern stoppen und unsere Dörfer modern weiterentwickeln. Alle Generationen sollen ihren Platz finden. Nur auf Neubaugebiete an den Rändern zu setzen, ist da kontraproduktiv“, sagt Ratsherr Marc Svensson.

Das gesamte Wahlprogramm haben die Salzkottener Grünen auf ihre Internetseite veröffentlicht.

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