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Zertifikat „Fairtradetown“ zum dritten Mal vergeben

Salzkotten ist eine faire Stadt

Salzkotten (WB/han). Zum dritten Mal in Folge nach 2016 und 2018 hat jetzt Salzkotten das Zertifikat „Fairtradetown“ erhalten. Bürgermeister Ulrich Berger und die Mitglieder der Steuerungsgruppe feierten die erneute Auszeichnung am Montag – coronakonform nicht im, sondern vor dem Salzkottener Rathaus.

Salzkotten hat zum dritten Mal in Folge die Auszeichnung „Fairtradetown“ erhalten. Darüber freuen sich (vorne) die Mitglieder der Steuerungsgruppe Gisela Simon, Ulrich Berger, Ursula Sommer, (hinten) Waltraud Teigeler, Reinhild Alhoff, Steffi Herting (Stadt Salzkotten), Theresa Gödeke (Eine-Welt-Kreis), Katja Stieren (Stadt Salzkotten), Annette Breische und Ike Möller. Foto: Hagelgans

Salzkotten ist neben Paderborn, Borchen und Bad Lippspringe eine von vier Städten im Kreis Paderborn, die sich auf die Fahnen geschrieben hat, den fairen Handel zu unterstützen. Um sich „Fairtradetown“ nennen zu dürfen, müssen fünf Kriterien erfüllt sein. So muss es einen Ratsbeschluss geben, der die Absicht untermauert. Der ist in Salzkotten im Jahr 2015 gefallen. Außerdem muss es eine Steuerungsgruppe geben, die die Arbeit vor Ort organisiert.

Abhängig von der Einwohnerzahl, muss eine bestimmte Anzahl an Einzelhandelsgeschäften fair gehandelte Produkte anbieten. Außerdem müssen Veranstaltungen für die Bürgerschaft angeboten werden. In Salzkotten wird das unter anderem durch die Teilnahme an den Stadtfesten und den „Fairen Brunch“ auf dem Vauß-Hof in Scharmede realisiert. Schließlich muss das Anliegen des fairen Handels durch Medienarbeit in die Öffentlichkeit getragen werden.

Und natürlich muss die Idee auch ganz praktisch Tag für Tag gelebt werden, indem bei Veranstaltungen etwa nur fair gehandelter Kaffee serviert wird.

Das Fair-Trade-Label setze ein Zeichen für eine gerechtere Welt, betonte Gisela Simon für die Steuerungsgruppe. In der Konsequenz sei der faire Handel letztlich auch Flüchtlingspolitik. Schließlich ermögliche es eine faire und auskömmliche Bezahlung ihrer Arbeitsleistung den Menschen, in ihrer Heimat zu bleiben.

In 60 Ländern, berichtete Gisela Simon, gebe es mittlerweile die Fair-Trade-Organisation, rund 1000 Städte in 24 Ländern dürften sich „Fairtradetown“ nennen.

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