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Kamerafahrt am Neuen Sprudel endete nach 50 Metern – Sondergenehmigung nötig

Suche nach Sole soll in Salzkottener Tiefen weitergehen

Salzkotten

Nach 50 Metern war Schluss. Bei der Erforschung des Salzkottener Neuen Sprudels in der Nähe des Gradierwerkes konnte die Kamera lediglich in eine Tiefe von gut 50 Metern vordringen. Dann war die Weiterfahrt versperrt. Dennoch will das Sälzer Kollegium die Suche nach Sole nicht aufgeben.

Von Marion Neesen

Jonathan Lotzgeselle und Tobias Klein von der Bohr- und Brunnenbaufirma Angers Söhne hatten im Oktober die Kamera am Neuen Sprudel hinabgelassen.  Foto: Oliver Schwabe

Mit der Kamerafahrt tief in die Bohrung am Neuen Sprudel sollte im vergangenen Oktober herausgefunden werden, warum der Salzgehalt der Quelle inzwischen nur noch bei knapp einem Prozent liegt. Vermutet werden seitliche Süßwassereinbrüche, die die Sole verdünnen.

Das Sälzerkollegium, das eine Machbarkeitsstudie zur Reaktivierung der Unitasquelle am Kütfelsen in Auftrag gegeben hat, erhofft sich, den Solegehalt des Quellwassers wieder erhöhen zu können. Außerdem soll die Untersuchung klären, ob sich an anderer Stelle neue Bohrungen lohnen, vielleicht sogar an der Unitasquelle. Wunsch ist es, das Gradierwerk künftig ohne Salzzugabe zu speisen und weitere Projekte in der Sälzerstadt zu realisieren.  Denn das Sälzerkollegium hat sich schon seit vielen Jahren auf die Fahne geschrieben, die historische Salzproduktion wieder sichtbar zu machen.

Mitarbeiter der Bohr- und Brunnenbaufirma Angers Söhne aus Hessisch Lichtenau hatten im Oktober den Brunnenkopf entfernt und die Kamera hinabgelassen. Leider sei sie aber nicht tiefer als etwa 50 Meter gekommen, berichtet Stadtwerkeleiter Martin Westermeier. Dann war der Boden verschlossen. Vermutlich kommt es aber nach rund 80 Metern zu den Süßwassereinbrüchen. Sicher sei jedoch, dass in der Tiefe sehr viel Wasser vorhanden sei. Etwa 288 Meter tief ist die Bohrung seit 1922 am Neuen Sprudel. Damals lag der Salzgehalt bei etwa sechs Prozent.

Um weiter forschen zu können, müssten nun aber Sondergenehmigungen eingeholt werden, da jetzt das Bergbaurecht zum Zuge käme. Salzschreiber und Bürgermeister Ulrich Berger versichert aber, dass Sälzerkollegium und Stadt weiter der Sole auf der Spur bleiben wollen. Finanziert wird die Machbarkeitsstudie aus Mitteln des Sälzerkollegiums und zu 90 Prozent aus Landesmitteln.

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