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SPD fordert Verkehrsberuhigung in Niederntudorf

Tempo 30 für den Lohweg

Niederntudorf (WB/sen). Die Salzkottener SPD Fraktion schlägt für die Niederntudorfer Ortsdurchfahrt (Lohweg) eine Geschwindigkeitsreduzierung auf Tempo 30 vor. Einen entsprechenden Antrag zur Verkehrsberuhigung auf dem knapp einen Kilometer langen Stück haben die Sozialdemokraten dem Bürgermeister zukommen lassen.

Auf dem Lohweg in Niederntudorf wird nach Ansicht der Salzkottener Sozialdemokraten zu schnell gefahren. Tempo 30 halten sie für sinnvoll. Foto: Oliver Schwabe

In ihrem Antrag fordert die SPD die Einrichtung weiterer Querungshilfen um das Überqueren der Straße zu vereinfachen. Die Verwaltung wird durch den Antrag beauftragt, zu den Punkten entsprechend Stellung zu nehmen. Darüber hinaus soll die Verwaltung beauftragt werden mit den zuständigen Stellen bezüglich der Umsetzung der einzelnen Maßnahmen in Kontakt zu treten.

Vor einiger Zeit seien, so der Fraktionsvorsitzende Michael Sprink, die Parkmodalitäten geändert worden. Beidseitiges Parken sei nun nicht mehr möglich. Grund dafür sei unter anderem gewesen, dass größere Landmaschinen nicht mehr durchkamen. „Es ist sicherlich sinnvoll, dass der Verkehrsfluss nun wieder gegeben ist, gleichzeitig hat aber die Geschwindigkeit, mit der gefahren wird, zugenommen“, so Sprink.

Aus Sicht der SPD sei es vor allem für Kinder und gehbehinderte Personen fast unmöglich die Straße zu überqueren. Durch parkende Autos werde die Sicht versperrt, so dass Fußgänger schnell übersehen würden. Darüber hinaus seien die Hauszufahrten teilweise nicht einsehbar und würden zugeparkt. „Gleichzeitig ist in der Straße der Parkdruck sehr hoch, da viele der Häuser keine private Abstellmöglichkeit haben. Insbesondere ältere Anwohner sind daher auf eine Parkmöglichkeit in der Nähe angewiesen und nutzen die Möglichkeiten entlang der Straße“, so Sprink in einer Pressemitteilung weiter.

Die derzeit beschränkte, einseitige Parkerlaubnis ermögliche es zwar großen Landmaschinen und dem Schwerlastverkehr ungehindert die Straße zu nutzen, sie führe aber auch zu einer deutlich höheren Geschwindigkeit der Fahrzeuge. Der SPD wurde auch von mehreren Schäden an parkenden Autos berichtet. „Insgesamt sieht die SPD Fraktion hier dringenden Handlungsbedarf, um die Anwohner und schwächeren Verkehrsteilnehmer zu schützen“, so Johanna Lindenblatt. „Auch an dieser Stelle zeige sich wieder die merkwürdige Verkehrsplanung des Kreises Paderborn. Uns wurde bis heute nicht erklärt, nach welchen Kriterien Landrat Müller die neu eingeführten Geschwindigkeitsbegrenzungen Tempo 30 im Kreis Paderborn verteilt hat“, ergänzt Michael Sprink, Fraktionsvorsitzender der SPD.

Sprink kritisiert außerdem, die unterschiedlichen Regelungen hinsichtlich der bereits eingeführten Tempo-30-Zonen. Am Ölweg in Salzkotten, der für die Kinder aus dem östlichen Stadtgebiet Schulweg ist, gelte die Geschwindigkeitsreduzierung von 7 bis 9 Uhr. „Warum aber nicht am Nachmittag, wenn die Kinder aus der Schule zurückkommen“, fragt Sprink. Vor den Alteneinrichtungen entlang der B 1 dürfe bis 20 Uhr maximal 30 gefahren werden. „Was aber ist mit Senioren, die nach 20 Uhr noch unterwegs sind?“, wundert sich Sprink weiter. Hier erhofft sich die SPD eindeutige Aussagen und Regelungen seitens des Kreises Paderborn.

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