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Ortsgemeinschaft bestückt Pflanzkästen und Beete mit Gemüse, Kräutern und Obst für alle

Upsprunger essen ihr Dorf auf

Salzkotten-Upsprunge

„Upsprunge wächst“, steht als Slogan auf der roten Gießkanne. Damit das klappt, haben alle mitgewirkt. Im Projekt „Essbares Dorf“ haben Vereine Pflanzkästen und Beete angelegt, um es im Hederquellgebiet noch stärker grünen zu lassen.

Kleine Oase im Hederquellgebiet: In der Aktion „Essbares Dorf“ hatten die Kita-Kinder aus St. Petrus Upsprunge mit den pädagogischen Fachkräften Stefanie Sill, Regina Niggemeier (links) und Kita-Leitung Kathrin Peitz (rechts) zwei Mülltonnen kunstvoll bepflanzt. Foto: Christian Schlichter

Die Idee, zu der breit angelegten Aktion „Essbares Dorf“ mit viel Nutzpflanzen und Gemüse kam aus der Kita St. Petrus. Kita-Leiterin Kathrin Peitz hatte mit ihrem Team und den Kindern in den vergangenen Wochen nicht nur selbst gepflanzt und gegärtnert. Sie war auch eine der Initiatorinnen der gemeinschaftsstiftenden Aktion, die vor dem Hintergrund des Salzkottener Stadtjubiläums entstanden ist.

Alle sind sie mit dabei: Gemeindecaritas und Frauengemeinschaft, Tagesmutter und Katholische Kita. Jeder Verein hat einen eigenen Pflanzbehälter im Hederquellgebiet aufgestellt. Ein ehemaliger Sandkasten, eine ausrangierte Schubkarre, Hochbeete aus Paletten oder ein alter Schlachttrog sind zu grünen Oasen geworden. Genauso, wie die beiden großen grünen Mülltonnen, die die Kita St. Petrus mit ihren Jungen und Mädchen bepflanzt hat. Dort sprießen künftig Möhren und Tomaten, Erdbeeren und Petersilie. Jetzt wurde der kleine Park mit den vielen neu angelegten Beeten eingeweiht. Pastor Hans-Josef Rüsing hatte dazu eigens das Evangelium mit dem Mann, der auf dem Acker sät, ausgewählt und den Gottesdienst zur Einweihung gestaltet.

Gemeindereferentin Annette Breische erzählte den vielen Familien und rund 40 Kindern, die ins Quellgebiet gekommen waren, vom Säen und Wachsen. Auf ihre Stichwörter hin brachten Kinder all das zum Altar, was es zum Wachsen braucht: Erde, Wasser, eine (selbstgebastelte) Sonne und Samen. Was daraus einmal entstehen soll, das zeigten die Kinder, als sie Obst und Gemüse vor den Altar legten. „Wenn alle mitmachen und Harke und Gießkanne benutzen, dann kann das Projekt gedeihen. Wenn alle Verantwortung übernehmen, dann kann es auch eine gute Ernte für alle werden“, stellte Breische vor. Denn die Pflanzbeete mitsamt Inhalt sind künftig Allgemeinbesitz. Alle, die vorbeikommen und mit hegen und pflegen würden, könnten dann später auch ernten und naschen. Konkret bedeutet das dann, Petersilie zupfen oder Kohlrabi ernten, Erdbeeren pflücken und Schnittlauch schneiden. Um das dafür notwendige Engagement aller zu symbolisieren, brachten die Kinder zum Schluss ein großes Herz zum Altar.

Dass jeder künftig zur Pflege, aber auch zur Ernte eingeladen ist, das unterstrich auch Kathrin Peitz nach dem fröhlichen Freiluft-Gottesdienst zur Eröffnung des Pflanzgartens. Ob nun mit Wassereimer und Gießkanne zur Pflege oder mit Decke und Korb zum Picknick, der neue Ort im Quellgebiet biete sich künftig umso mehr auch als Schlusspunkt einer Wanderung oder als Ort einer Weinprobe an.

„Wir können zeigen, dass wir eine Dorfgemeinschaft sind und uns regional engagieren“, lud Peitz alle ein, die Beete zum Treffpunkt zu machen.

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