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Wissenschaftliche Untersuchung der Universität Witten/Herdecke im Altenheim St. Clara in Salzkotten

Wie wird die Gemeinschaft erlebt?

Salzkotten

Das Altenheim St. Clara ist etwas Besonderes unter den Pflegeeinrichtungen in Deutschland. Denn in der an das Mutterhaus der Franziskanerinnen angegliederten Einrichtung wurden über viele Jahrzehnte hinweg ausschließlich pflegebedürftige Ordensschwestern versorgt. Seit einigen Jahren ist es nun auch für weltliche Bewohnerinnen und Bewohner offen. Was sich daraus für den Alltag ergibt, soll nun ein Modellprojekt klären. Herzstück ist eine Befragung von Bewohnern und Mitarbeitern.

wn

Daria Wibbeke spricht im Altenheim St. Clara die Alltagsbegleiterin Petra Wiese und die Pflegefachkraft Marina Martens (von links) auf eine Teilnahme am Modellprojekt „Communio firmo prosperamus – Erleben einer guten Gemeinschaft“an. Foto: Michael Bodin/fcjm-presse

Pflegefachkraft Marina Martens und Alltagsbegleiterin Petra Wiese sind interessiert. Von Daria Wibbeke, Projektleiterin im Modellprojekt „Communio firmo prosperamus – Erleben einer guten Gemeinschaft“, erhalten sie den Informationsflyer mit dem Aufruf zur Teilnahme an den wissenschaftlichen Untersuchungen im Altenheim St. Clara.

Für die im September 2020 begonnene und auf drei Jahre angelegte Forschung beginnt nun die Erhebungsphase. „Die Teilnahme ist freiwillig und kann jederzeit auch abgebrochen werden“, erklärt Daria Wibbeke.

In dieser Phase werden online sogenannte Leitfadeninterviews von einem Forscherteam des Departments für Pflegewissenschaft der Universität Witten/Herdecke führt. Das Team unter der Leitung von Professorin Dr. Margareta Halek übernimmt die wissenschaftliche Begleitung des Modellprojektes.

Zunächst werden die teilnehmenden Mitarbeiter interviewt. Später folgen auch Bewohner sowie Angehörige und weitere Personen aus dem Umfeld der Bewohner.

Sie sollen Auskunft darüber geben, wie sie Gemeinschaft erleben und später auch dazu, wie sich Gemeinschaft und soziale Teilhabe stärken lassen. Neben den Interviews sind Arbeitsgruppen, Gruppendiskussionen und Workshops geplant. Für die Umsetzung vor Ort gibt es ein eigenes Projektteam im Altenheim St. Clara, das nun komplett ist.

Jolien Meilwes hat ihre Mitarbeit an dem Forschungsprojekt aufgenommen. Wie Daria Wibbeke ist sie Gesundheitswissenschaftlerin und zugleich gelernte Pflegefachkraft. Beide waren zuletzt wissenschaftliche Mitarbeiterinnen am Institut für Pflegewissenschaft der Universität Bielefeld. Zum Projektteam gehört außerdem Nicole Bar­telsmeier, die als Pflegefachkraft schon länger im Altenheim St. Clara arbeitet.

Diese besondere Gemeinschaft älterer Ordensschwestern und weltlicher Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Nähe zur Ordensgemeinschaft und ihrer Spiritualität im Mutterhaus der Franziskanerinnen wirke sich möglicherweise positiv auf alle Bewohner des Altenheims aus, so die Vermutung. Dem will das Forschungsprojekt nachgehen.

Am Ende soll ein Werkzeugkasten entwickelt werden, mit dem die Forschungsergebnisse auch von anderen Einrichtungen genutzt werden können. Gefördert wird das Modellprojekt durch die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW.

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