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Die Bewerber im Check

Wahlkreis 101 Paderborn II (Stadt): Das haben die Landtagskandidaten zu sagen

Paderborn

Nordrhein-Westfalen  wählt am 15. Mai einen neuen Landtag. 231.453 Bürger im Kreis Paderborn dürfen ihre Stimme abgeben. Neun Bewerberinnen und Bewerber stellen sich im Wahlkreis 101 Paderborn II (Stadt) zur Wahl und haben im Vorfeld für das WESTFÄLISCHE VOLKSBLATT die Fragen beantwortet, die die Menschen im Paderborner Land beschäftigen.

Am Sonntag, 15. Mai,  wird in Nordrhein-Westfalen gewählt (Symbolbild). Foto: dpa

CDU: Daniel Sieveke

Beruf: Landtagsabgeordneter, Sparkassenbetriebswirt; Seit wann in der Politik: 1998; Alter: 45; Geburtsort: Paderborn; Wohnort: Paderborn

Was möchten Sie für Ihren Wahlkreis erreichen? Gesellschaftlichen Zusammenhalt wieder stärken; aktuelle Existenzsorgen der Menschen beheben; Stärkung der Sicherheit; Spitzenförderung für Wirtschaft, Handwerk, Gründerszene; moderne Mobilität; Wissenschaftsstandort stärken; bezahlbares Wohnen; digitale Bildung verbessern; medizinische und pflegerische Versorgung ausbauen; Fortsetzung der Heimat- und Sportförderung.

Daniel Sieveke (CDU). Foto: CDU

Das Paderborner Land ist reich mit Windkraft gesegnet. Wie soll es hiermit weitergehen? Paderborn erreicht mit 130 % Abdeckung des Stromverbrauchs aus Windenergie einen deutschlandweiten Spitzenplatz! Dies hat zu verständlichen Diskussionen geführt. Durch modernstes Repowering (Reduzierung der Anlagen, Steigerung der Nennleistung), Mindestabstände und effiziente Nutzung (Speicherung, Herstellung von Wasserstoff) wollen wir die Akzeptanz weiter erhöhen.

Wie wollen Sie Mobilität verändern und den ÖPNV stärken? Gerade in unserem ländlich-urbanen Raum sind die Menschen auf Mobilität und deren Bezahlbarkeit angewiesen. Der ÖPNV muss bedarfsgerecht ausgebaut werden, um als echte Alternative verfügbar zu sein. Im Nahbereich müssen wir mehr tun für Radfahrer und Fußgänger, damit die Wege auch sicher zurückgelegt werden können. Für uns zählt Gleichberechtigung der Verkehrsteilnehmer.

Bildung (Kita, Schule, Uni) und Ausbildung stehen wegen des Fachkräftemangels unter Druck. Was ist Ihr Lösungsansatz? Mit 20 Mrd. Euro erreicht der Bildungsetat Rekordniveau. Die CDU fördert die bessere Vorbereitung von Schulabgängern für Ausbildung und Arbeitswelt. Ich setze mich für eine ergebnisoffene und praxisnahe berufliche Orientierung ein. Ich unterstütze die Idee eines Pflichtpraktikums im handwerklich/technischen Bereich. Wir starten mit dem Meister-Bonus eine Fachkräfteoffensive.

Die Bewältigung der Corona-Krise und der Folgen des Ukraine-Kriegs kostet Unsummen. Wie wollen Sie die Bürger entlasten und die Wirtschaft stärken? Wir haben durch unsere Wirtschaftspolitik eine gute Grundlage für Arbeitnehmer und Unternehmen geschaffen, um auch diese schwierige Situation zu meistern. Dabei ist OWL Motor für NRW. Wir setzen auf zielgerichtete Unterstützung, Entlastung beim Erwerb von Wohneigentum sowie bei den Energiepreisen für die Verbraucher und Unternehmen.

Was wollen Sie gegen Zukunftsängste machen und wie wollen Sie den Menschen wieder Hoffnung geben? Die Politik darf die Menschen in dieser Situation nicht alleine lassen und muss die Sorgen ernst nehmen. Das heißt: „Machen, worauf es ankommt.“ Noch in diesem Jahr kehrt die Inflation mit voller Wucht zurück. Sie wird Arbeitnehmer, Familien und Rentner hart treffen. Politik muss mit Wirtschafts- und Sozialkompetenz dagegenhalten und das Problem lösen.

SPD: Roger Voigtländer

Beruf: Standortleiter eines Bildungsträgers; Seit wann in der Politik: 1989; Alter: 59; Geburtsort: Dessau; Wohnort: Paderborn

Roger Voigtländer (SPD). Foto: ANDREAS STOIKE

Was möchten Sie für Ihren Wahlkreis erreichen? Die „digitale Modellregion“ muss spürbar werden und nicht nur in der Zeitung stattfinden. Eine Kernaufgabe ist die bessere Verknüpfung von Schule und Ausbildung, einschließlich der Gymnasien. Der ÖPNV wird ausgebaut. Bezahlbaren Wohnraum verstehe ich als Frage der Organisation und des politischen Willens. Den frei zugänglichen Nationalpark Senne behalten wir im Blick.

Das Paderborner Land ist reich mit Windkraft gesegnet. Wie soll es hiermit weitergehen? Die richtige Entscheidung, unabhängig von fossilen Energien zu werden, bedingt den Ausbau von Energiegewinnung aus Wind und Sonne. Innovationen zur Effizienzsteigerung und zur Reduzierung der Emissionen sind dabei ebenso zentral, wie rechtssichere Planverfahren und die Stärkung der Akzeptanz durch finanzielle Beteiligungsmodelle für Bürger oder Kommunen.

Wie wollen Sie Mobilität verändern und den ÖPNV stärken? In ländlichen Räumen spielt der Individualverkehr weiterhin eine große Rolle – natürlich elektrisch. Gleichzeitig wird sich der ÖPNV durch bessere Taktungen und Preismodelle weiterentwickeln, vor allem junge Menschen treiben diese Systeme vor­an. Weltweit wandeln sich die Innenstädte zu verkehrsreduzierten und damit lebenswerteren Räumen. Das wird auch bei uns so sein.

Bildung (Kita, Schule, Uni) und Ausbildung stehen wegen des Fachkräftemangels unter Druck. Was ist Ihr Lösungsansatz? Nur einige Ansätze: Kita-Kaufleute und vor allem Kita-Helfer entlasten zukünftig das pädagogische Personal, um Betreuungsressourcen freizusetzen. Auch die Hochschulen für angewandte Wissenschaften dürfen ab sofort Berufsschullehrkräfte ausbilden. An den Unis müssen wir das Problem der Kettenarbeitsverträge für wissenschaftliches Personal endlich in den Griff bekommen.

Die Bewältigung der Corona-Krise und der Folgen des Ukraine-Kriegs kostet Unsummen. Wie wollen Sie die Bürger entlasten und die Wirtschaft stärken? Die finanziellen Belastungen sind derzeit nur schwer zu beziffern. Insbesondere müssen soziale Härten ausgeglichen und Menschen mit geringem Einkommen unterstützt werden. Öffentliche Investitionen in klimafreundliche und digitale Projekte und ein Transformationsfonds des Landes für Unternehmen mit innovativen Geschäftskonzepten werden die Wirtschaft stärken.

Was wollen Sie gegen Zukunftsängste machen und wie wollen Sie den Menschen wieder Hoffnung geben? Neben dem offenen Umgang mit der aktuellen Situation sind die Gewährleistung der Daseinsvorsorge, eine stabile Wirtschaft, faire Löhne und die Sicherung sozialer Teilhabe geborene Anliegen meiner Partei. Unsere Maßnahmen gegen Ausgrenzung, Armutsbekämpfung und zum Erhalt des Lebensumfeldes können die physische und psychische Gesundheit der Menschen stützen.

FDP: Marc Lürbke

Beruf: Bankkaufmann, Landtagsabgeordneter; Seit wann in der Politik: 2005; Alter: 45; Geburtsort: Arnsberg; Wohnort: Paderborn

Marc Lürbke (FDP). Foto: FDP

Was möchten Sie für Ihren Wahlkreis erreichen? Paderborn ist eine starke Stadt, aber es gibt noch so viele ungenutzte Chancen: Mehr Fortschritt, mehr Freiheit, mehr Innovation – machen wir unsere Heimat noch moderner, freier und innovativer. Zettelwirtschaft schafft keinen Wohlstand und Arbeitsplätze, sondern nur beste Bedingungen bei der Bildung, kluge Wirtschaftspolitik und weniger Bürokratie.

Das Paderborner Land ist reich mit Windkraft gesegnet. Wie soll es hiermit weitergehen? Der Ukraine-Krieg zeigt, wie wichtig eine verlässliche Energieversorgung in Deutschland ist. Für den erfolgreichen Umstieg auf Erneuerbare Energien ist ein akzeptanzgetragener Ausbau der Windenergie von zentraler Bedeutung. Das Paderborner Land leistet daran bereits heute einen großen Beitrag. Ohne klare Regeln für Schutzabstände zu Windenergieanlagen geht es aber nicht.

Wie wollen Sie Mobilität verändern und den ÖPNV stärken? Verkehr muss zu den Menschen passen, nicht andersherum. Alle sollten so schnell ans Ziel kommen, wie sie wollen, immer so klimafreundlich wie möglich. Das Schwarz-Grün regierte „Ampelborn“ zeigt leider wie es nicht geht: zu viel Stau, zu viele Baustellen. Wir müssen die Infrastruktur für alle stärken: Auto, Bahn, Bus und Rad. Denn auf dem Land können viele nicht auf das Auto verzichten.

Bildung (Kita, Schule, Uni) und Ausbildung stehen wegen des Fachkräftemangels unter Druck. Was ist Ihr Lösungsansatz? Wir wollen alle Kinder besser machen und nicht alle Kinder gleich. Das geht nur mit bester Bildung, individueller Förderung oder Talentscouts in allen Schulen. Investieren wir noch mehr in neueste Technik, mehr Unterstützung für unsere Lehrerinnen und Lehrer sowie modernste Schulen. Wir wollen Familien zudem durch noch mehr beitragsfreie Kita-Jahre entlasten.

Die Bewältigung der Corona-Krise und der Folgen des Ukraine-Kriegs kostet Unsummen. Wie wollen Sie die Bürger entlasten und die Wirtschaft stärken? Seit 2017 ist unsere Wirtschaft durch die Entfesselungspolitik von Minister Pinkwart stärker gewachsen als im Bund. So haben wir neue Arbeitsplätze, mehr Aufstiegschancen und Wohlstand geschaffen. Auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf möchte ich verbessern. Wir wollen die breite Mitte der Gesellschaft weiter entlasten und lassen die Menschen mit steigenden Belastungen nicht allein.

Was wollen Sie gegen Zukunftsängste machen und wie wollen Sie den Menschen wieder Hoffnung geben? Die Menschen sind nicht hoffnungslos, das sehe ich nicht. Was in diesen Zeiten aber gefragt ist, sind klare politische Haltungen und Linien – bei der FDP Freiheit, Bürgerrechte und soziale Marktwirtschaft. Das ist der Schlüssel für künftigen Wohlstand – mit krisenfesten Rahmenbedingungen, die Arbeitsplätze schaffen und die Zukunft unserer Region sichern.

Bündnis 90/Die Grünen: Ulrich Möhl

Beruf: Dipl. Sozialarbeiter beim Landgericht Paderborn; Seit wann in der Politik: 2018; Alter: 46; Geburtsort: Aachen; Wohnort: Paderborn

Ulrich Möhl (Bündnis 90/Die Grünen). Foto: Matthias Groppe

Was möchten Sie für Ihren Wahlkreis erreichen? Paderborn ist eine lebenswerte und weltoffene Stadt, die zur Erfüllung ihrer Aufgaben auch auf eine verlässliche Kommunal-Finanzierung angewiesen ist. Ob bei der Inklusion, der Wohnraumförderung, der Mobilitätswende, der Bildungsinfrastruktur, dem Recht auf Ganztag, der Frauenhausförderung oder der Aufnahme Geflüchteter muss das Land seiner Verantwortung gerecht werden.

Das Paderborner Land ist reich mit Windkraft gesegnet. Wie soll es hiermit weitergehen? Gerade in der derzeitigen geopolitischen Krise zeigt sich der Schatz der Erneuerbaren, die im Kreis schon entwickelt sind. Wir benötigen jetzt Repowering und Rechtsicherheit bei der Potenzialentwicklung, die auch den Menschen in der Region Beteiligung in der Wertschöpfung bietet. Das Erschließen des Potenzial und Förderung der Photovoltaik ist dringend erforderlich.

Wie wollen Sie Mobilität verändern und den ÖPNV stärken? Die Klima- und Energiekrise zwingen zur Mobilitätswende. Um den Modal Split (die Anteile der Verkehrsträger) zu verändern, muss Politik auch die nötigen Rahmenbedingungen schaffen. Dazu gehört u.a. eine wirksame Förderung der Radinfrastruktur oder das Projekt der S-Bahn OWL. Von der autogerechten hin zur „menschengerechten Stadt“, wie selbst der ADAC sagt, muss es gehen.

Bildung (Kita, Schule, Uni) und Ausbildung stehen wegen des Fachkräftemangels unter Druck. Was ist Ihr Lösungsansatz? Pädagogische Berufe müssen aufgewertet und attraktiver, die Bezahlung verbessert werden, wie z.B. auch bei Grundschul- und SEKI-Lehrkräften. Rahmenbedingungen sind u.a. durch Entlastung zu verbessern. Ausbildungskapazitäten, Fort- und Weiterbildung müssen ausgebaut. Berufsrückkehrer*innen müssen unterstützt werden, auch durch sichere, familienfreundliche Beschäftigung.

Die Bewältigung der Corona-Krise und der Folgen des Ukraine-Kriegs kostet Unsummen. Wie wollen Sie die Bürger entlasten und die Wirtschaft stärken? Das besondere Augenmerk muss auf den einkommensschwachen Menschen und Familien liegen. Es geht vor allem um steigende Lebensmittelpreise, Energie, die Kosten für Wärme und Strom. Damit ist der Lebensalltag betroffen und Hilfen notwendig. Der Umstieg und Ausbau der Erneuerbaren zahlt sich auf Sicht aus. Bürgerinnen und Bürger sowie die Wirtschaft werden davon profitieren.

Was wollen Sie gegen Zukunftsängste machen und wie wollen Sie den Menschen wieder Hoffnung geben? Die politisch Verantwortlichen müssen ehrlich, klar und transparent kommunizieren, verlässlich handeln. Gelebte Solidarität stiftet Gemeinschaft, gibt auch selbst Halt und macht Mut. Deshalb muss ehrenamtliches Engagement unterstützt und gestärkt werden. Die Flutkatastrophe, die Hilfe für die Geflüchteten zeigt, welche Stärke im Miteinander liegt. Das müssen wir fördern.

Die Linke: Holger Drewer

Beruf: Student; Seit wann in der Politik: 2011; Alter: 29; Geburtsort: Paderborn; Wohnort: Paderborn

Holger Drewer (Die Linke). Foto: sigrid urban fotografie

Was möchten Sie für Ihren Wahlkreis erreichen? Die letzten Jahre haben tiefe Risse in unserer Gesellschaft hinterlassen – auch in Paderborn. Während wenige, trotz Krise, Rekordgewinne einfahren, sorgen sich die allermeisten von uns um eine sichere Zukunft. Wir wollen eine Gesellschaft, in der niemand zurückgelassen oder ausgegrenzt wird. Wir wollen denjenigen, die keine starke Lobby haben, eine Stimme geben.

Das Paderborner Land ist reich mit Windkraft gesegnet. Wie soll es hiermit weitergehen? Die Energiewende wird nur dann erfolgreich sein, wenn sie sozial gerecht und durch die Menschen selbst gestaltet ist. Daher müssen Investoren verpflichtet werden, den Standortgemeinden eine Beteiligung an neuen Windenergieanlagen anzubieten. Die eingeführte Abstandsregelung der Landesregierung von 1000 Metern lehnen wir ab.

Wie wollen Sie Mobilität verändern und den ÖPNV stärken? Der öffentliche Personennahverkehr soll emissionsarm und für die Menschen gebührenfrei gemacht werden. Bei der Gestaltung von Straßen sollten Fuß- und Radverkehr viel mehr Platz als bisher erhalten. Auf dem Land müssen die Bus- und Bahnlinien erheblich ausgebaut, in den Städten die Taktungen unbedingt verdichtet werden.

Bildung (Kita, Schule, Uni) und Ausbildung stehen wegen des Fachkräftemangels unter Druck. Was ist Ihr Lösungsansatz? Es braucht Gemeinschaftsschulen, ausgerichtet an modernen pädagogischen Konzepten, mit ausreichend Personal, die allen Kindern eine gute Bildung ermöglicht, statt massenhaft Talente und Begabungen im dreigliedrigen Schulsystem zu verschwenden. Außerdem fordern wir eine Ausbildungsgarantie für Jugendliche, die keinen Ausbildungsplatz gefunden haben.

Die Bewältigung der Corona-Krise und der Folgen des Ukraine-Kriegs kostet Unsummen. Wie wollen Sie die Bürger entlasten und die Wirtschaft stärken? Wir wollen Druck machen, damit endlich eine Vermögenssteuer kommt und die Superreichen ihren Beitrag leisten! Mit einem Landesfonds für den sozialen und ökologischen Umbau, dessen Mittel demokratisch kontrolliert werden, müssen gezielt neue Verkehrssysteme, erneuerbare Energien und ressourcenschonende Produkte und Verfahren gefördert werden, um die Wirtschaft zu stärken.

Was wollen Sie gegen Zukunftsängste machen und wie wollen Sie den Menschen wieder Hoffnung geben? Es lässt sich nicht leugnen, dass wir vor großen Herausforderungen stehen. Aber egal in welcher Krise, so zeigte sich doch auch immer demokratischer Gemeinsinn und die Solidarität der Bürger:innen. Das macht mir Hoffnung. Daran müssen wir anknüpfen, denn Gesellschaft lässt sich gestalten. Ausbeutung, Ausgrenzung und Umweltzerstörung sind keine Notwendigkeiten.

AfD: Marvin Weber

Beruf: TV- und Videojournalist; Seit wann in der Politik: 2019; Alter: 29; Geburtsort: Hannover; Wohnort: Paderborn

Marvin Weber (AfD). Foto: AfD

Was möchten Sie für Ihren Wahlkreis erreichen? Wir wollen die Leistungsträger der Gesellschaft steuerlich entlasten. Viele Steuern wie die Mineralölsteuer müssen runter, die CO2-Steuer (Purer Klimaablasshandel) gehört ganz gestrichen. Benzin, Heizöl und Strom dürfen nicht zum Luxusgut für Besserverdiener werden, deswegen brauchen wir Vernunft statt Ideologie.

Das Paderborner Land ist reich mit Windkraft gesegnet. Wie soll es hiermit weitergehen? Das Paderborner Land ist reichlich mit Windkraftanlagen verschandelt worden. Für viele Mitbürger ist das eben kein „Segen“, sondern eher grobes Unrecht, dem sie aufgrund ihres Wohnortes in den Paderborner Bergdörfern weder optisch noch akustisch entkommen können. Wir müssen den Kritikern mehr Gehör verschaffen und auf sozial verträgliche und saubere Energie verweisen: Kernkraft.

Wie wollen Sie Mobilität verändern und den ÖPNV stärken? Die AfD setzt sich für die Stärkung des Individualverkehrs ein. Gerade im ländlichen Bereich ist das Auto wichtiger denn je! Deswegen brauchen wir endlich die blaue Verkehrswende zurück zur freien Entscheidung des Verkehrsmittels. Freie Fahrt für freie Bürger statt nervige Fahrradwege. AfD – Autos für Deutschland.

Bildung (Kita, Schule, Uni) und Ausbildung stehen wegen des Fachkräftemangels unter Druck. Was ist Ihr Lösungsansatz? Der Fachkräftemangel ist hausgemacht. Fast jeder macht Abitur, kaum jemand möchte mehr Handwerker werden. Wir brauchen die Stärkung des Handwerks und die Rückkehr zum dreigliedrigen Schulsystem. Die massive Aufnahme von Migranten aus aller Herren Länder dieser Welt wird den sogenannten Fachkräftemangel nur befeuern.

Die Bewältigung der Corona-Krise und der Folgen des Ukraine-Kriegs kostet Unsummen. Wie wollen Sie die Bürger entlasten und die Wirtschaft stärken? Die Lockdown-Willkürpolitik der Altparteien war sowohl sozial, wirtschaftlich als auch psychologisch verheerend für unsere Bürger. Auch die Kriegstreiberpolitik der Altparteien spaltet die Gesellschaft weiter. Wir wollen neue Kernkraftwerke bauen, um den Strompreis zu minimieren. Von wegen „Frieren für die Freiheit“: Die ökosozialistische Verelendung muss ein Ende haben!

Was wollen Sie gegen Zukunftsängste machen und wie wollen Sie den Menschen wieder Hoffnung geben? Wir brauchen wieder Mut zu Deutschland und müssen den Sozialstaat vor Armutszuwanderung verteidigen. Wir müssen gemeinsam für uns denken und das Fundament der Demokratie, die Meinungsfreiheit, wiederherstellen. Die patriotische Wende zum globalistischen Abschaffungstrend auf allen Ebenen wird die grundlegende Alternative für unseren Wohlstand, unsere Freiheit und unsere Sicherheit sein.

Die Partei: Ronja-Marie Baumgarten

Beruf: Studentin; Seit wann in der Politik: September 2017; Alter: 28; Geburtsort: Lippstadt; Wohnort: Paderborn

Ronja-Marie Baumgarten (Die Partei). Foto: joschwa

Was möchten Sie für Ihren Wahlkreis erreichen? Mit Hochdruck arbeiten wir bereits jetzt an der Beseitigung der Clankriminalität. Auch in Paderborn haben diverse Clans, wie die Kirche und ihrer CDU, über die Jahre die Oberhand gewonnen. Dem werden wir mit vereinten Kräften entgegensteuern.

Das Paderborner Land ist reich mit Windkraft gesegnet. Wie soll es hiermit weitergehen? Jedes Jahr werden unsere heimischen Windräder von unzähligen Vögeln aus dem Süden attackiert. Das werden wir mit aller Gewalt verhindern und planen entsprechende Flugverbotszonen.

Wie wollen Sie Mobilität verändern und den ÖPNV stärken? Gar nicht. Mittels spezieller Katapulte können die Bürger deutlich schneller an ihren Zielort gelangen und der ÖPNV wird fühlbar entlastet. Außerdem führt der Transport an der frischen Luft zu weniger Krankheitsfällen, da das Immunsystem dauerhaft gestärkt wird.

Bildung (Kita, Schule, Uni) und Ausbildung stehen wegen des Fachkräftemangels unter Druck. Was ist Ihr Lösungsansatz? Eigeninitiative bei Bildenden fördern. Im Homeschooling wurden die Kinder bereits an das selbstständige Lernen gewöhnt. YouTube bietet zudem seit einigen Jahren ein ausgewogenes Lehrangebot, welches hierfür genutzt werden kann.

Die Bewältigung der Corona-Krise und der Folgen des Ukraine-Kriegs kostet Unsummen. Wie wollen Sie die Bürger entlasten und die Wirtschaft stärken? Vermögenssteuer einführen. Es gibt trotz Krisen Rekorddividenden, die Reichen sind noch reicher geworden. Dass wir die Frage beantworten müssen, ist schon ein Problem an sich. Die Mehreinnahmen gehen an die Arbeiter- und Mittelschicht, welche das Geld für echte Sachen ausgeben und nicht nur anhäufen, um wie Dagobert Duck darin zu baden. Das hilft dann zwangsläufig auch der Wirtschaft.

Was wollen Sie gegen Zukunftsängste machen und wie wollen Sie den Menschen wieder Hoffnung geben? Schlechte Nachrichten machen bewiesenermaßen depressiv. Indem alle Medien vom Staat, also uns, gelenkt werden, werden die BürgerX gezielt vor negativen Meldungen geschützt. Unsere dahingehenden Kompetenzen entnehmen Sie bitte unseren Wahlkampfplakaten.

Die Basis: Hans-Josef Hoffmann

Beruf: Diplom Informatiker (FH), Software-Ingenieur, jetzt Rentner; Seit wann in der Politik: 2020; Alter: 68; Geburtsort: Delbrück; Wohnort: Delbrück

Hans-Josef Hoffmann (Die Basis). Foto: Die Basis

Was möchten Sie für Ihren Wahlkreis erreichen? Meine Aufgabe ist die Vertretung der Bürger in meinem Wahlkreis. Zur Lösung von Problemen ist die Ermittlung genauer Fakten essentiell. Deren Beschaffung ist vordringlich zur Konzipierung der bestmöglichen, konstruktiven Lösung.

Das Paderborner Land ist reich mit Windkraft gesegnet. Wie soll es hiermit weitergehen? Windkraft darf nicht ideologisch gehandhabt werden. Umweltaspekte sind über Herstellung, Bau, Betrieb und Entsorgung zu betrachten. Die Wirtschaftlichkeit ist einzubeziehen um eine vernünftige zukünftige Strategie zu erstellen.

Wie wollen Sie Mobilität verändern und den ÖPNV stärken? Durch Ihre Frage ist die Lösung vorgegeben. Man läuft damit Gefahr, bessere Lösungen zu ignorieren. Unsere Idee ist, wertfrei Ideen mit Fachleuten, Betroffenen und Interessierten zu sammeln und daraus eine gute Lösung zu erstellen. Ein Konzept nur für die Stadt z. B. ist möglicherweise keine Lösung. Ländliche Gebiete sind mit zu bedenken usw.

Bildung (Kita, Schule, Uni) und Ausbildung stehen wegen des Fachkräftemangels unter Druck. Was ist Ihr Lösungsansatz? Bildung muss für Schüler und Lehrer motivierend sein. Reduktion der Bürokratie für die Lehrer, mehr Eigenständigkeit und Eigenverantwortung für die Schulen und kleinere Klassen sind aus meiner Sicht Diskussionsansätze. Lösungen können nicht von oben verordnet werden. Sie müssen in Diskursen von Lehrern, Eltern und Schülern entwickelt und abgestimmt werden.

Die Bewältigung der Corona-Krise und der Folgen des Ukraine-Kriegs kostet Unsummen. Wie wollen Sie die Bürger entlasten und die Wirtschaft stärken? 1. Corona ist nicht gefährlicher als eine Grippe. Warum werden entsprechende Studien bis heute ignoriert? Ich fordere die sofortige Abschaffung aller Coronamaßnahmen. Profiteure sind in Regress zu nehmen. 2. Stopp aller Waffenlieferungen an die Ukraine. Stopp aller Embargos gegen Russland, die unserer Wirtschaft schaden. 3. Aussetzung der CO2-Steuern.

Was wollen Sie gegen Zukunftsängste machen und wie wollen Sie den Menschen wieder Hoffnung geben? Hier sehe ich zwei gesellschaftliche Gruppen in der Verantwortung. Die führenden Politiker und die Medien. In kritischen Situationen ist ein sachliches, beruhigendes und umfängliches informieren der Bürger unabdingbar. Das hat nicht stattgefunden. Im Gegenteil, Nachrichten haben Angst und Panik geschürt und tun es weiterhin. Das muss endlich aufhören.

Volt: Marcel Dick

Beruf: Student (Geschichte, Philosophie für Gymnasium/Gesamtschule); Seit wann in der Politik: 2020; Alter: 23; Geburtsort: Holzminden; Wohnort: Paderborn

Marcel Dick (Volt). Foto: Volt

Was möchten Sie für Ihren Wahlkreis erreichen? Im Landtag möchte ich vor allem dafür kämpfen, dass wir aus Paderborn eine Verkehrsmodellregion machen. Diese soll einen kostenlosen ÖPNV und einen stärkeren Ausbau der Radwegnetze zur Folge haben. Insbesondere das Ampelsystem Paderborns soll darin überarbeitet und effizienter gestaltet werden. Zudem stehe ich hinter einem breiteren Ausbau Erneuerbarer Energien.

Das Paderborner Land ist reich mit Windkraft gesegnet. Wie soll es hiermit weitergehen? Auch, wenn wir im Vergleich zu anderen Teilen NRWs bereits einiges getan haben, sehe ich keinen Grund es darauf beruhen zu lassen. Erneuerbare Energien sind unsere Zukunft – und in diese Richtung müssen wir gemeinsam gehen. Daher bin ich definitiv dafür, die meist unnötigen bürokratischen Hemmnisse ab- und die Erneuerbaren Energien noch intensiver aufzubauen.

Wie wollen Sie Mobilität verändern und den ÖPNV stärken? Einer Politik, der die Nachhaltigkeit im Verkehr und die Lebensqualität aller Menschen wichtig ist, sollte sich einen kostenlosen ÖPNV als mittelfristiges Ziel setzen. Die Effizienz und Vernetzung von Bus und Bahn müssen wir dazu allerdings viel intensiver ausbauen. Besonders in ländlichen, aber auch in urbanen Regionen muss deutlich nachgebessert werden.

Bildung (Kita, Schule, Uni) und Ausbildung stehen wegen des Fachkräftemangels unter Druck. Was ist Ihr Lösungsansatz? Als ein großes Problem beim Thema Fachkräftemangel sehe ich die zunehmende Unattraktivität vieler wichtiger Ausbildungsberufe. Um diese Berufe attraktiver zu machen, ist der erste Schritt, dass sich ihre Vergütung am Mindestlohn orientiert. Auch eine Art Semesterticket für Auszubildende ist längst überfällig und muss daher zeitnah kommen.

Die Bewältigung der Corona-Krise und der Folgen des Ukraine-Kriegs kostet Unsummen. Wie wollen Sie die Bürger entlasten und die Wirtschaft stärken? Das Durchsetzen der digitalen Mehrwertsteuer nach italienischem Vorbild sorgt dafür, dass weniger Steuern an unseren Ämtern vorbeigehen. In ganz Deutschland würde uns dies 20 Milliarden Euro sparen. Nahezu überall steht uns unsere Bürokratie im Weg. Durch ihre Digitalisierung kann unser innovativer Wirtschaftsgeist verbessert werden.

Was wollen Sie gegen Zukunftsängste machen und wie wollen Sie den Menschen wieder Hoffnung geben? Wir müssen den Bürgerinnen und Bürgern das Vertrauen in die Politik wieder geben. Wir müssen als Gesellschaft gemeinsam mutige Schritte wagen. Ganz wichtig ist mir hier, dass dies unbedingt miteinander und nicht gegeneinander passieren muss. Wenn wir den Mut fassen und zukünftige Probleme gemeinsam angehen, werden wir diese auch meistern.

Über alle weiteren Nachrichten rund um die aktuelle Wahl informieren wir auf der Sonderseite zur Landtagswahl NRW auf westfalen-blatt.de: https://www.westfalen-blatt.de/landtagswahl-nrw-2022

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