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Stadt Büren beteiligt sich an kreisweitem Programm

„Unsere Heimat zum Blühen bringen“

Büren

Die Städte und Gemeinden im Kreisgebiet setzen auch in diesem Jahr wieder ein großes Blühflächenprogramm gegen das Insektensterben um. Zum Auftakt der kreisweiten Kampagne hatte Bürens Bürgermeister Burkhard Schwuchow Landrat Christoph Rüther und den Vorsitzenden der Naturschutz-Stiftung, Dr. Rudolf Salmen, nach Büren eingeladen, wo in der Nähe des Hallenbades die erste neue Fläche angelegt wurde.

Auftakt des kreisweiten Blühflächenprogramms mit (von links) Bürens Bürgermeister Burkhard Schwuchow, Landrat Christoph Rüther, Bürens Bauhofleiter Andreas Piel und Dr. Rudolf Salmen (Vorsitzender der Naturschutz-Stiftung). Foto: Dave Lubek

„Auch unter den Einschränkungen der Corona-Zeit darf der Natur- und Artenschutz nicht zu kurz kommen. Deshalb wollen wir hier in Büren unsere Heimat zum Blühen bringen“, sagte Schwuchow. Bauhofleiter Andreas Piel hat in Abstimmung mit dem Umweltamt des Kreises 20 wohngebietsnahe Flächen mit 7000 Quadratmetern herausgesucht, die jetzt mit der speziell für den Paderborner Raum entwickelten „Paderborner Wildblumenmischung“ eingesät werden.

Das Regionalsaatgut wird von Insekten besser angenommen als das im Handel erhältliche. Es wird im Rahmen der Aktion „Der Kreis Paderborn blüht und summt“ den kreisangehörigen Städten und Gemeinden kostenlos zur Verfügung gestellt.

Landrat Christoph Rüther

Landrat Christoph Rüther zeigte sich sehr erfreut darüber, dass sich erneut weitere kreisangehörige Städte der Aktion angeschlossen haben. „Der Natur- und Artenschutz ist schon immer ein Schwerpunkt des Kreises gewesen und wir wollen hier gerne auch weiter Vorreiter sein. Deshalb war es für mich auch keine Frage, dass wir die Aktion ‚Der Kreis blüht und summt‘ fortführen werden“, sagte der Landrat.

Die Naturschutz-Stiftung Senne hatte angesichts des UN-Berichtes über das weltweite Artensterben und die wissenschaftlichen Nachweise über den dramatischen Rückgang von 76 Prozent der Biomasse von Fluginsekten in Deutschland mit Unterstützung des früheren Landrats Manfred Müller 2019 die ersten Kommunen im Kreisgebiet für eine interkommunale Zusammenarbeit gewinnen können. Die Stiftung stellt den beteiligten Städten auch in diesem Jahr wieder „Blühschilder“ zur Verfügung, die auf das Projekt hinweisen und private Gartenbesitzer zum Mitmachen anregen sollen.

„Wenn die Kommunen ihrer Vorbildfunktion gerecht werden indem sie Bienen und anderen Insekten im Stadtgrün wieder Nahrung geben, werden auch Privatleute mitmachen, sind sich die Initiatoren sicher. Dafür sind die Flächen in Büren wegen ihres Demonstrationscharakters sehr gut geeignet“, beschreibt der Vorsitzende Dr. Rudolf Salmen eine Zielsetzung des Blühflächenprogramms.

Insgesamt 20.000 Quadratmeter Blühflächen

Nachdem bereits 2019 und 2020 durch die von der Naturschutz-Stiftung Senne initiierte und vom Kreis Paderborn geförderte interkommunale Arbeitsgemeinschaft „Wildblumen gegen Insektensterben“ zahlreiche Flächen in innerstädtischen Parks und Grünanlagen in den Städten Paderborn, Bad Lippspringe, Hövelhof und Salzkotten angelegt wurden, machen in diesem Jahr zusätzlich auch die Städte Büren, Bad Wünnenberg und Delbrück mit.

Insgesamt werden damit in Paderborn, Bad Lippspringe, Hövelhof, Büren, Bad Wünnenberg, Delbrück und Salzkotten rund 20.000 Quadratmeter Blühflächen eingesät.

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