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Hochbetrieb auf den Intensivstationen des MZG in Bad Lippspringe – hohe Belastung für das Personal

Wegen Corona-Pandemie: nicht akute Operationen eventuell später

Bad Lippspringe

Die dritte Welle der Corona-Pandemie hat die Region voll im Griff. Auf den Intensivstationen des Medizinischen Zentrums für Gesundheit (MZG) in Bad Lippspringe herrscht seit einigen Wochen wieder Hochbetrieb.

Die Karl-Hansen-Klinik. Foto: Klaus Karenfeld/Archiv

Diese starke Auslastung kann laut Mitteilung des MZG dazu führen, dass planbare und gesundheitlich nicht akute Operationen verschoben werden müssen, um eine qualifizierte Behandlung von Covid-19-Patienten sicherzustellen.

Im Vergleich zu den beiden ersten Wellen sehen die Ärzte und Pflegekräfte in der Karl-Hansen-Klinik sehr viel mehr junge Patienten, die an Corona erkrankt sind. Diese Menschen haben zwar eine deutlich bessere Überlebenschance, belegen die Intensivplätze aber häufig über eine vergleichsweise lange Zeit. Deshalb deutet nach MZG-Angaben Vieles darauf hin, dass die Intensivbetten in der Karl-Hansen-Klinik schon bald sehr rar sein werden.

Diese starke Auslastung der Intensivstationen führe auch zu einer hohen Belastung für das vorhandene Personal, das bereits seit mehr als einem Jahr an der Belastungsgrenze sei. „Aktuell können wir die außergewöhnlichen Aufgaben nur bewältigen, indem wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus anderen Bereichen unseres Akutkrankenhauses nach entsprechender Einarbeitung auf den Intensivstationen einsetzen“, erläutert MZG-Geschäftsführer Achim Schäfer.

Davon betroffen ist in der Karl-Hansen-Klinik insbesondere der Bereich der Hals-Nasen-Ohrenerkrankungen (HNO). Es bestehe die Möglichkeit, dass medizinisch nicht zwingend notwendige Eingriffe auf einen späteren Termin verschoben werden müssen. Die Behandlungen und Operationen von größeren Tumoren fänden weiterhin uneingeschränkt statt. „Grundsätzlich bemühen wir uns, alle geplanten Operationstermine einzuhalten.“