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Die Corona-Lage im Kreis Paderborn am Freitag, 1. April: Inzidenz auf 1805 gesunken

"Weiterhin Vorsicht walten lassen"

Paderborn

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Freitagmorgen für den Kreis Paderborn eine gesunkene Wocheninzidenz von 1805,2 (-79,5) ausgewiesen (Stand: 0 Uhr). Das entspricht 5321 Corona-Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen.

Bearbeitet von Lars Rohrandt

Proben für Corona-Tests werden für die weitere Untersuchung vorbereitet (Symbolbild). Foto: dpa

Beim Landeszentrum Gesundheit (LZG) NRW sind am Donnerstag 808 Corona-Fälle aus dem Kreis Paderborn neu in die Statistik eingeflossen, davon datierte die Landeseinrichtung in Bochum 756 auf den Donnerstag selbst (siehe unten: Melde- und Übermittlungsverzug). Am Donnerstag lag die Inzidenz bei 1805,2 und am Freitag vor einer Woche bei 1183,5. Das LZG schätzt die Anzahl der aktuell Infizierten im Kreis auf 13.500 (+300).

Das DIVI-Intensivregister gibt für den Kreis Paderborn an, dass 50 von 74 Intensivbetten belegt sind – 7 mit Corona-Fällen, davon werden 5 invasiv beatmet (Stand: 1.4., 16.30 Uhr, stündliche Aktualisierung, Erwachsenen-Intensivstationen).

Seit Pandemiebeginn sind im Kreis Paderborn 213 Todesfälle in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion zu beklagen; die Gesamtzahl der bestätigten Corona-Fälle beträgt 61.822. Das LZG korrigierte die Anzahl der Todesfälle um einen nach unten.

Maske tragen! Appell aus dem Kreis Paderborn

Inzidenzwerte

Der Inzidenzwert in Nordrhein-Westfalen liegt am 1. April bei 1288,3 (Vortag: 1314,7) und in Deutschland bei 1586,4 (1625,1). Der Blick in die Paderborner Nachbarkreise ergibt nach LZG-Angaben folgendes Bild: Gütersloh 1659,2 (1723,1) – Hochsauerlandkreis 1585,9 (1360,5) – Höxter 1594,5  (1656,8) – Lippe 1282,5 (1267,3) – Soest 1350,8  (1509,9).

Der Inzidenzwert ergibt sich aus der Summe der neuen Coronavirus-Infektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner.

Hintergrund: Fallzahlen

Blick auf die Altersverteilung

Nach Angaben des LZG sieht die Inzidenz im Kreis Paderborn wie folgt bei den verschiedenen Altersgruppen aus (gerundet; Stand: 1.4., 0 Uhr)

0 bis 4 Jahre: 805

5 bis 9 Jahre: 1961

10 bis 14 Jahre: 2259

15 bis 19 Jahre: 2312

20 bis 24 Jahre: 2316

25 bis 29 Jahre: 1949

30 bis 34 Jahre: 2086

35 bis 39 Jahre: 2183

40 bis 44 Jahre: 2212

45 bis 49 Jahre: 2071

50 bis 54 Jahre: 1712

55 bis 59 Jahre: 1813

60 bis 64 Jahre: 1539

65 bis 69 Jahre: 905

70 bis 74 Jahre: 837

75 bis 79 Jahre: 606

80 bis 84 Jahre: 651

85 bis 89 Jahre: 880

90+: 1014

Impfungen

Impfungen in der Impfstelle des Kreises Paderborn in der Sälzerhalle in Salzkotten in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz:

  • geimpft wird montags und dienstags von 9 bis 17 Uhr sowie mittwochs bis freitags von 12 bis 20 Uhr
  • durchgeführt werden Erstimpfungen, Zweitimpfungen und Auffrischungsimpfungen (erste und zweite Booster-Impfung)
  • montags bis donnerstags kann jeder spontan vorbeikommen und sich impfen lassen (während der Öffnungszeiten)
  • aus Gründen des Infektionsschutzes ist in der Impfstelle eine FFP2-Maske zu tragen
  • weitere Infos: kreis-paderborn.de/impfen

Hintergrund

Alle Entwicklungen rund um das Coronavirus in OWL, Deutschland und auch weltweit lesen Sie im Newsblog des WESTFALEN-BLATTES.

Das Infotelefon des Paderborner Kreisgesundheitsamts ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr und am Samstag in der Zeit von 12 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 05251/3083333 zu erreichen. Beantwortet werden allgemeine Fragen zu COVID-19, zu den aktuellen Quarantäne- und Isolationsregeln sowie rund um das Thema Impfen gegen das Coronavirus.
www.kreis-paderborn.de/corona
www.kreis-paderborn.de/impfen
www.kreis-paderborn.de/schnelltest

Patienten mit Verdacht auf Corona können sich außerhalb der Öffnungszeiten der Hausarztpraxen an den Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung, Telefon 116117 wenden. In Notfällen wie Atemnot oder starke Schmerzen im Herzbereich oder Brust sollte sofort der Notruf 112 gewählt werden.

Unter www.corona-schutzimpfung.de ist ein Informationsangebot abrufbar, das bundeseinheitliche Informationen rund um die Schutzimpfung bereithält. Unter der Rufnummer 116117 werden Fragen rund um Corona-Schutzmaßnahmen und die -Schutzimpfung beantwortet – kostenlos, sieben Tage pro Woche, von 8 bis 22 Uhr.

Hier informiert die Bundesregierung zum Coronavirus und zur Corona-Schutzimpfung, und hier das Land Nordrhein-Westfalen: https://www.land.nrw/corona
(Coronaschutzverordnung in der ab dem 3. April gültigen Fassung).

Stichwort: Melde- und Übermittlungsverzug

Da die offizielle Corona-Inzidenz des RKI für den Kreis Paderborn nicht mehr das Infektionsgeschehen abbildete, wurde Ende Januar das Meldeverfahren des Kreises ans LZG verändert. „Bei dem derzeitigen Infektionsgeschehen schaffen wir es nicht mehr, alle Fälle mit Meldebogen an das LZG zu übermitteln. Wir haben uns deshalb darauf verständigt, erst einmal nur die Fallzahlen zu senden, und die Meldebögen im Nachgang nachzureichen“, sagte die Leiterin des Kreisgesundheitsamtes, Dr. Constanze Kuhnert, am 27. Januar. Vom LZG gehen die Fälle ans RKI. Das Paderborner Kreisgesundheitsamt konzentriere sich "angesichts der derzeit explodierenden Zahlen auf seine originäre Aufgabe, die Eindämmung des Pandemiegeschehens", hieß es im Lagebericht des Kreises vom 3. Februar. Nach der Veränderung des Meldeverfahrens stieg die Inzidenz stark an und bildete das Infektionsgeschehen laut Kreis wieder ab.

Das Landeszentrum Gesundheit (LZG) NRW führt zum Meldeprozess auf seiner Website folgendes aus: „Dargestellt wird der jeweilige Meldestand, den die Gesundheitsämter entsprechend den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) anhand der örtlichen Meldungen feststellen und an das LZG übermitteln. Das LZG seinerseits leitet die Daten täglich im Laufe des Abends an das Robert-Koch-Institut (RKI) weiter, beide weisen einmal täglich zum Tageswechsel einen aktualisierten Stand aus. Dieser mehrstufige Meldeprozess ist vor allem in den örtlichen Gesundheitsämtern arbeits- und zeitaufwändig und unterliegt einer ständigen Qualitätssicherung. Daher kommt es immer wieder vor, dass die Angaben auf der örtlichen, der Landes- und der Bundesebene nicht vollständig deckungsgleich sind. Insbesondere ist es möglich, dass vor Ort bereits Informationen vorliegen, die noch nicht im Meldewesen weitergeleitet wurden.“

Das Robert-Koch-Institut (RKI) dazu: "Für die Gesamtzahl pro Bundesland/Landkreis werden die den Gesundheitsämtern nach Infektionsschutzgesetz gemeldeten Fälle verwendet, die dem RKI bis zum jeweiligen Tag um 0 Uhr übermittelt wurden. Für die Darstellung der neuübermittelten Fälle pro Tag wird das Meldedatum verwendet – das Datum, an dem das lokale Gesundheitsamt Kenntnis über den Fall erlangt und ihn elektronisch erfasst hat. Zwischen der Meldung durch die Ärzte und Labore an das Gesundheitsamt und der Übermittlung der Fälle an die zuständigen Landesbehörden und das RKI können einige Tage vergehen (Melde- und Übermittlungsverzug). Jeden Tag werden dem RKI neue Fälle übermittelt, die am gleichen Tag oder bereits an früheren Tagen an das Gesundheitsamt gemeldet worden sind. Diese Fälle werden in der Grafik Neue COVID-19-Fälle/Tag dann bei dem jeweiligen Datum ergänzt." Der genaue Infektionszeitpunkt der gemeldeten Fälle kann in aller Regel nicht ermittelt werden. Das Meldedatum an das Gesundheitsamt spiegelt daher am besten den Zeitpunkt der Feststellung der Infektion (Diagnosedatum) und damit das aktuelle Infektionsgeschehen wider. Durch den Meldeverzug sind die Daten die letzten Tage in der Grafik noch unvollständig und füllen sich mit den in den kommenden Tagen nachfolgend übermittelten Daten auf.

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