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Von heute an gelten wieder strengere Corona-Regeln im Kreis Höxter – Gastronomie innen und außen weiterhin geöffnet

Kreis: „Vieles bleibt in Stufe 1 möglich“

Kreis Höxter

Die nächste Inzidenzstufe gilt ab Montag (26. Juli) im Kreis Höxter – und damit auch strengere Corona-Regeln. In der „Inzidenzstufe 1“ bleibe jedoch vieles möglich, so der Kreis Höxter. Das Tragen von Masken und die Rückverfolgbarkeit von Kontakten – insbesondere bei Zusammenkünften in Innenräumen – würden allerdings wieder zur Pflicht.

Von Harald Iding

„Aber bitte mit Sahne“: Flora (17) bedient am Sonntag beim Café Pammel (Höxter) die Gäste am Außentisch. Foto: Harald Iding Foto:

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Höxter ist zwar am Sonntag (25. Juli) von 14,26 (Vortag) auf 12,121 gefallen – aber sie bleibt über der Marke 10. Demnach gibt es 40 aktiv Infizierte (ein Plus von zwei). Insgesamt sind 5142 bestätigte Fälle (+3) gemeldet – davon genesen sind laut Kreis Höxter (Stand Sonntag, 25. Juli) 4961 Personen (+1). Eine Stadt-Inzidenz von Null weisen derzeit die Kommunen Bad Driburg, Borgentreich, Marienmünster und Warburg. In den anderen Städten des Kreises Höxter gibt es diese Werte: Beverungen (Inzidenz liegt bei 7,51); Brakel (6,17), Nieheim (16,58), Steinheim (31,48), Willebadessen (12,18) und Höxter (20,94).

40 aktiv Infizierte

Aktiv Infizierte gibt es in Bad Driburg (2), Beverungen (1), Brakel (2), Höxter (27), Marienmünster (1), Nieheim (1), Steinheim (5) und Willebadessen (1). Wie das Gesundheitsministerium NRW dem Kreis Höxter vor dem Wochenende mitgeteilt habe, gilt ab Montag (26. Juli) hier die Landesinzidenzstufe 1 (Sieben-Tage-Inzidenz von über 10 bis 35).

„Die steigenden Inzidenzwerte nicht nur bei uns im Kreis Höxter machen deutlich, dass die Pandemie noch nicht eingedämmt ist. Wir sind weiterhin gefordert, in allen Bereichen umsichtig, solidarisch und achtsam zu bleiben“, sagte Landrat Michael Stickeln. Der Impffortschritt und die weitreichenden Lockerungen dürften nicht dazu führen, dass sich immer mehr Menschen zunehmend sorglos verhalten. Stickeln: „Dazu ist die Pandemielage noch viel zu angespannt!“

Und was ist nun in der Region bei einer „Inzidenzstufe 1“ noch erlaubt?

Die Vorgaben

Hier eine Übersicht der behördlichen Vorgaben:

• Angehörige aus fünf Haushalten können sich ohne weitere Einschränkungen im öffentlichen Raum treffen. Ebenso können sich bis zu 100 Personen aus beliebigen Haushalten im öffentlichen Raum treffen, sofern sie einen negativen Test vorweisen können;

• Die Gastronomie bleibt innen und außen für Gäste ohne vorherige Tests geöffnet. Innen gelten dann aber außer am Sitzplatz Maskenpflicht und Abstandsregeln.

• Clubs und Diskotheken dürfen im Außenbereichen für bis zu 100 Personen öffnen, sofern negative Tests vorliegen;

• Freibäder können ohne Test besucht werden;

• Außerschulische Bildungsangebote sind in Innenräumen bei ausreichender Belüftung und festen Sitzplätzen ohne Maske möglich – ebenso Musikunterricht mit bis zu 30 Personen;

• Ohne Test erlaubt sind Angebote in der Kinder- und Jugendarbeit (innen mit bis zu 30 und außen mit bis zu 50 Personen). Ferienangebote und Ferienreisen für Kinder und Jugendlichen sind mit negativem Testnachweis möglich;

• Erlaubt sind Veranstaltungen außen und innen – für den Einzelhandel gilt wieder eine Flächenbegrenzung von einem Kunden je angefangene 10 Quadratmeter;

• Theater, Oper, Kinos mit bis zu 1.000 Personen ohne Mindestabstand – aber mit negativem Testnachweis oder mit Mindestabstand ohne Testnachweis;

• Kontaktsport ist mit bis zu 100 Personen möglich. Erlaubt ist auch Sport im Fitnessstudio.

Infektionsgeschehen

Mit Blick auf das aktuelle Infektionsgeschehen im Kreis Höxter empfiehlt der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Ronald Woltering, private Treffen oder Feiern möglichst nach draußen zu verlegen. „Unter freiem Himmel ist das Risiko einer Ansteckung deutlich geringer. Hauptübertragungsorte sind fast immer drinnen“, so Dr. Woltering. Außerdem wird dazu geraten, sich regelmäßig testen zu lassen – auch wenn man bereits vollständig geimpft ist.

Ein Sprecher des Kreises weist auf besondere Regelungen für größere Veranstaltungen hin: „Dorf-, Straßen- und ähnliche Feste sowie Musikfestivals mit mehr als 1.000 Teilnehmenden sind in der Region bis zum 26. August untersagt.“

Das Landesgesundheitsministerium informiert übrigens tagesaktuell auf seiner Internetseite, in welchen Kreisen und kreisfreien in Nordrhein-Westfalen welche Regeln gelten.

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