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11. „Friedensspaziergang“ in Espelkamp mit 40 Teilnehmern

Kritik am Bundestag

Espelkamp

Friedemann Grabs wünscht sich einen „Reset“. Beim elften sogenannten Friedensspaziergang in Espelkamp setzte er sich als Redner mit Grundgesetz, Bibel, Gewaltenteilung, Wahrheit und Meinung auseinander.

Von Andreas Kokemoor und Friederike Niemeyer

Mit vielen Transparenten gegen die Corona-Maßnahmen und das Impfen ziehen Friedensspaziergänger durch die Stadt. Foto: Kokemoor

40 Teilnehmer waren am Samstag beim Gang durch die Innenstadt dabei, um die Corona-Maßnahmen zu kritisieren. Erneut waren auch Impfgegner unter ihnen. An früheren Demonstrationszügen hatten auch schon mehr als 200 Menschen teilgenommen.

Das ZDF hatte in einer Reportage über die Querdenker-Bewegung schon von den „Friedensspaziergängen“ berichtet und Querverbindungen zur AfD und zu Rechtsradikalen aufgezeigt, obwohl die Organisatoren die Veranstaltung nicht politisch vereinnahmt sehen wollen.

Bei der aktuellen Kundgebung auf dem Wilhelm-Kern-Platz kritisierte Friedemann Grabs, Kriminalbeamter im Ruhestand, die Regierenden. Er brachte als Beispiel, dass ein Auto, das vor die Wand gefahren wird, deformiert wird. Genauso verhalte es sich mit einem Gesundheitssystem, das vor die Wand gefahren werde. Es sei anschließend ebenso deformiert. „Verkauft wird es aber als ‚reformiert‘.“ Grabs sprach von Lügen in der Corona-Politik und appellierte an das Gewissen der verantwortlichen Politiker.

Als weitere Rednerin fragte Nina Herrmann, wann die Corona-Regeln gelockert würden. Sie bezog sich auf die Verlängerung der epidemischen Lage, die der Bundestag am 11. Juni beschlossen hat, obwohl die Inzidenzwerte sinken.

Die Organisatoren Udo Neikes und Viktor Harder erklärten, dass es mit Beginn der Ferien eine Sommerpause von etwa vier Wochen geben solle. Neikes zog ein positives Fazit der bisherigen Spaziergänge. „Ich glaube, dass wir Eindruck hinterlassen haben.“

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