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BUND richtet Vorwürfe nach Fällarbeiten an der Straße Im Bracksiek auch an das städtische Umweltamt

Kritik an Baumfällungen in Schildesche

Bielefeld

Der BUND kritisiert, dass auf einem Baugrundstück an der Straße Im Bracksiek in Schildesche nach Einschätzung des Vereins alte und ökologisch wertvolle Bäume gefällt worden sind. Denn trotz des geplanten Baus eines Mehrfamilienhauses hätte ein Teil der Bäume erhalten werden können, erklärt Adalbert Niemeyer-Lüllwitz, Mitglied im Landesvorstand und im Kreisvorstand Bielefeld des BUND.

Entlang der Straße Im Bracksiek sind mehrere Bäume gefällt worden. Foto: BUND

Sowohl der BUND wie auch Bezirkspolitiker hätten sich im vergangenen Jahr für den Erhalt der Bäume eingesetzt, so Niemeyer-Lüllwitz.

Aus Sicht des BUND seien die Baumfällungen in diesem Umfang nicht notwendig gewesen. „Die meisten Bäume standen der geplanten, grundsätzlich hier sicher sinnvollen Baumaßnahme nicht im Weg, denn sie standen am Rand des Grundstücks“, so Adalbert Niemeyer-Lüllwitz.

In einem Gespräch habe der Grundeigentümer im vergangenen Sommer auch noch versichert, man wolle bei dem Bau möglichst viele Bäume erhalten. Niemeyer-Lüllwitz: „Dennoch wurden in den letzten Tagen auf dem Baugrundstück bis auf eine geschützte Eichengruppe in einer Grundstücksecke alle Bäume gefällt.“

Darüber hinaus kritisiert der BUND, dass auch die auf städtischem Grund an der Straße Im Bracksiek stehende Baumreihe – darunter mehrere Eichen, eine Buche und eine Linde – gefällt wurden. Bis auf die Linde, deren Stamm innen hohl ist, seien alle Bäume gesund gewesen.

Der BUND habe sich im Sommer 2021 mit einem Brief an das städtische Umweltamt für den Erhalt der Bäume eingesetzt. In der Antwort dazu habe es geheißen, dass der Erhalt möglichst vieler Bäume geprüft werden soll, die Stadt jedoch dem Eigentümer die Fällung von Bäumen für die Herstellung einer Grundstückszufahrt nicht verwehren könne, erklärt Adalbert Niemeyer-Lüllwitz.

„Uns ist neu, dass für eine Grundstückszufahrt die gesamte Straßenlänge benötigt wird. Dafür wäre zwischen den Bäumen genügend Platz gewesen“, sagt dazu Jürgen Birtsch vom BUND-Vorstand. Zumindest hätte dafür nicht die gesamte Baumreihe fallen müssen. Und weiter: „Wir sind sehr irritiert darüber, dass hier ein Umweltamt, das dem Schutz von Umwelt und Natur verpflichtet ist, offenbar die Möglichkeiten zum Baumschutz nicht ausschöpft und den Wünschen eines Investors folgt“.

Der Fall, so der BUND, sei wieder ein Beleg dafür, dass in der Stadt dringend wieder eine Baumschutzsatzung benötigt werde.

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