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MdB Frank Schäffler (FDP) besucht Stemweder Betriebe – Bauern beklagen wirtschaftlich schwierige Situation

„Landwirte brauchen Perspektive“

Stemwede

FDP-Bundestagsabgeordneter Frank Schäffler ist am zweiten Tag seiner jährlichen E-Bike-Tour durch den Mühlenkreis zu Gast bei zahlreichen Landwirten gewesen. Unterstützung erhielt der Politiker von FDP-Bundestagskollegin und Landwirtin Carina Konrad.

Nach dem Besuch des Sauenaufzuchtbetriebs von Carsten Mattelmeyer und des Milchviehbetriebs von Cord Lilie ging es für die Bundestagsabgeordneten und Stemweder Landwirte zu einer Diskussionsveranstaltung auf dem Hof von Silas Nobbe. Dort kamen 40 Landwirte aus der Region zusammen. Foto:

Im Gespräch mit den Stemweder Landwirten kristallisierten sich die Probleme der Branche schnell heraus. „Überbürokratisierung, Planungsunsicherheit und die mangelnde Anerkennung der Arbeit sind die großen Probleme der Landwirtschaft. Wenn wir weiterhin heimische landwirtschaftliche Betriebe in Deutschland wollen, dann muss die Regierung unbedingt handeln “, sagte die Carina Konrad.

Carsten Mattelmeyer, der den Sauenzuchtbetrieb seines Vaters übernommen und vergrößert hat, macht deutlich: „Ich würde gerne in Vorleistung mit weiteren Investitionen gehen, aber es ist wirtschaftlich für mich nicht darstellbar. Wir bekommen immer nur Verordnungen vorgelegt. Wenn es so weitergeht, dann weiß ich nicht, ob mein Betrieb eine langfristige Zukunft hat.“

Doch bei den politischen Problemen hört es für viele Landwirte nicht auf. Auch Seuchen wie die Afrikanische Schweinepest machen ihnen zu schaffen. „Wir werden von der Politik im Stich gelassen“, fasst Mattelmeyer zusammen.

Frank Schäffler sieht jetzt Handlungsbedarf von Seiten der Politik: „Die Landwirtschaft gehört zu den ländlichen Regionen in Deutschland und das geht über den Anbau von Getreide und die Haltung von Vieh hinaus. Landwirte prägen unser Gemeinschaftsleben in den Dörfern und bilden mit ihren Vereinen den Kern der Gemeinden. Es ist jetzt unbedingt notwendig, dass den Landwirten eine Perspektive aufgezeigt wird, wie sie auch in fünf, zehn oder 30 Jahren noch nachhaltig wirtschaften und arbeiten können.“

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