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Informationsveranstaltung von Frauen- und Senioren-Union sowie des Kreisagrarausschussvorsitzenden

Landwirte vermissen klare Aussagen

Brakel-Bökendorf

Einen informativen und sonnigen Nachmittag mit Kaffee und Kuchen im Garten erlebten die 70 Teilnehmer, die der Einladung von Viola Wellsow (Frauen-Union), Hubertus Fehring (Senioren-Union) und des Kreisagrarausschussvorsitzenden Caspar von Haxthausen gefolgt waren.

Johannes Potthast (von links), Walburga Neu von der Frauenunion, Hubertus Fehring und Caspar von Haxthausen. Foto: Senioren-Union

Der Hausherr berichtete aus der umfangreichen Geschichte seiner Familie, die eng mit der Entwicklung der Land- und Forstwirtschaft verbunden ist.

Er zeigte eindrucksvoll auf, welche Anforderungen heute an die Landwirtschaft gestellt werden, und welche Einflussmöglichkeiten der Verbraucher auf die Erzeugung hat. „Kaufen Sie nur so viel wie Sie verbrauchen und werfen Sie nichts weg. Und noch wichtiger: Leben sie das, was Sie fordern, dann entscheidet nicht die Politik, sondern Sie, wohin die Reise geht. Sie entscheiden durch Ihr Kaufverhalten die Art und Weise der Agrarproduktion,“ so von Haxthausen.

Johannes Potthast, ehemaliger Kreislandwirt, verdeutlichte den Anwesenden die Problematik im Bereich der Tierhaltung. „Die von der Gesellschaft geforderten Veränderungen in Richtung mehr Tierwohl können von den Betrieben nur erbracht werden, wenn die Erzeugerpreise den erheblichen Mehraufwand widerspiegeln, ansonsten wird in Deutschland die Tierhaltung ein Auslaufmodell“, erklärte Potthast.

Angesichts fehlender, klarer politischer Aussagen und Gesetze seien bauliche Investitionen in „Tierwohlställe“ nicht ohne Risiko. Potthast: „In der aktuellen politischen Diskussion er-leben wir das von der SPD geführte Bundesumweltministerium sogar als Bremsklotz beim Thema Um- und Ausbau der Ställe.

Neben dem Ackerbau ist die Forstwirtschaft ein weiteres Standbein der Familie von Haxthausen. Förster Florian Wickel erläuterte den Anwesenden die Waldbaustrategie.

Trockenheit und Borkenkäfer haben nach seinen Ausführungen bekanntlich die Fichtenbestände stark dezimiert. Bei den Neuanpflanzungen stehe der Aufbau von Mischwäldern – Douglasien, Fichten. Lärchen und Laubholz – im Vordergrund.

Zum Abschluss der Veranstaltung bestand die Gelegenheit zur Hofbesichtigung mit dem Hausherrn oder eine Maschinenbesichtigung und fachliche Unterrichtung durch den landwirtschaftlichen Betriebsleiter Maximilian Gienger. Er veranschaulichte mittels der Technik wie effektiver und ressourcenschonender Ackerbau betrieben wird.

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