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Schon ab 2023 drohen der Stadt Steinheim jährliche Kosten von bis zu 450.000 Euro

Leere Busse werden teuer

Steinheim

Die Aufrechterhaltung des Linienverkehrs mit Bussen wird für Steinheim ab 2023 teuer. Das berichtete Bürgermeister Carsten Torke bei der Sitzung des Rates der Stadt.

Von Ralf Brakemeier

Leere Bushaltestellen: Auch 2019 schon das Problem unter anderem in Steinheim. Vor zwei Jahren bediente noch der Weser-Egge-Bus unterschiedliche Linienbündel im Auftrag der nph. Schon damals hieß es: „Die wirtschaftliche Erbringung der Linienbündel ist nicht möglich.“ Foto: Ralf Brakemeier

Nach Berechnungen der Verwaltung kommen, je nach Modell, Kosten von 300.000 bis 450.000 Euro auf die Kommune zu – Tendenz für die folgenden Jahre weiter steigend. Der Grund: der Nahverkehrsverbund Paderborn/Höxter (nph) hat mitgeteilt, dass ein kostendeckender Betrieb der Linienbündel nicht mehr zu machen sei. In der Kasse fehlen ab 2023 allein für den Kreis Höxter wohl vier bis fünf Millionen Euro. Diese Summe wird als Kostenanteil am öffentlichen Nahverkehr auf die Kommunen umgelegt. Unklar ist allerdings noch, auf welcher Basis. In der Diskussion sind zur Zeit zwei Modelle. Der nph-Zuschuss kann an die Einwohnerzahl der Kommune oder an die tatsächlich angebotenen Fahrkilometer der Linien gekoppelt sein. Beim ersten Modell würde es für Steinheim deutlich teurer werden – nach ersten Schätzungen etwa 150.000 Euro mehr allein für 2023. Bürgermeister Torke ließ sich vom Rat (bei zwei Enthaltungen) bestätigen, dass er sich bei künftigen Sitzungen, etwa der Bürgermeisterkonferenz, für das Fahrplankilometer-Modell einsetzen solle. Mit Widerstand der größeren Kommunen, vor allem aus Paderborn, ist dabei aber zu rechnen, da diese vom Einwohner basierten Modell profitieren würden.

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