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Streit um Minifiguren: Konzern klagt gegen Klemmbaustein-Hersteller aus Bad Lippspringe

Lego gegen Thorsten Klahold: Prozess kurzfristig erneut verschoben

Bad Lippspringe/Düsseldorf

Eigentlich sollte es am Freitag, 4. März, ein erstes Urteil geben im Rechtsstreit zwischen dem Lego-Konzern und dem Bad Lippspringer Händler Thorsten Klahold. Der Prozess wurde nun kurzfristig verschoben.

Von Jörn Hannemann

Thorsten Klahold, der mit seinem Geschäft  „Steingemachtes“ Klemmbausteine aus China verkauft und deswegen vom Lego-Konzern verklagt wird , muss noch weiter auf eine Entscheidung im "Krieg der Steine" warten. Ein für Freitag angesetzter Prozesstermin wurde abgesagt und auf den 18. März verschoben. Foto: Jörn Hannemann (Archiv)

Als neuer Termin ist der Freitag, 18. März, angesetzt worden, teilt Pressesprecher Jan-Herbert Wentzel vom Landgericht Düsseldorf mit. Beginn der Verhandlung soll um 10.45 Uhr sein. Der Grund der Verschiebung sei nicht bekannt. Ursprünglich sollte der Lego-Rebell bereits am 28. Januar auf den Lego-Konzern treffen, dieser Termin wurde jedoch vom Gericht kurzfristig verschoben.

Wie bereits berichtet, führt Thorsten Klahold, der in seinem Geschäft „Steingemachtes“ Klemmbausteine aus China verkauft,  einen Rechtsstreit mit dem Spielzeughersteller Lego. Der Marktführer wirft dem Geschäftsmann aus Ostwestfalen und dem Hersteller Qman mögliche Design- und Markenrechtsverletzungen vor, insbesondere bezüglich der Mini-Figuren.

Während sich Lego auf Anfrage dieser Zeitung zu dem „laufenden rechtlichen Verfahren“ nicht äußern wollte, hatte sich Thorsten Klahold bereits eine Strategie für die gerichtliche Auseinandersetzung zurechtgelegt: Sie stellt in Frage, ob die Sets überhaupt Spielfiguren enthalten oder darin nur Einzelteile lägen. „Erst durch das Zusammenbauen wird eine Figur daraus. Und das machen ja Privatleute, die laut Gesetz keine Markenrechtsverletzung begehen können“, argumentiert der 48-Jährige.

Über seinen Youtube-Kanal rief er dazu auf, zu zeigen, was man alles aus den einzelnen Körperteilen sonst noch so bauen kann, zum Beispiel aus braunen Händen Äste, oder aus Köpfen einen Zaun. Die besten Ergebnisse wollte er eigentlich morgen auch mit ins Gericht nehmen, um zu beweisen, dass es sich bei den Körperteilen am Ende halt auch nur um Bausteine handele.

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