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Ehemalige Schülerin als Verfasserin einer Google-Bewertung ermittelt 

Lehrerin aus Höxter als Rassistin beschimpft

Höxter

„Rassist“ ist eine Bezeichnung, mit der man sich eher ungern titulieren lässt. Weder direkt noch im Internet. Auch eine Lehrerin aus Höxter wollte sich nicht als Rassistin bezeichnen lassen – und stellte Strafanzeige gegen eine Unbekannte, die auf Google eine entsprechende Formulierung verwendet hatte. Mit unerwartetem Ergebnis.

Von Ulrich Pfaff

Am Landgericht in Paderborn wurde der Fall verhandelt. Foto: Jörn Hannemann

Die Geschichte ist lang und voller Wendungen. Die heute pensionierte Lehrerin las im Jahr 2019 in einer Google-Bewertung der Schule, an der sie damals noch unterrichtete, ihren Namen – und dass sie eine Rassistin und „Türkenhasserin“ sei. Eine erste Beanstandung bei Google führte zur Löschung dieser unter Pseudonym veröffentlichten Bewertung, es folgte aber bald eine zweite, die von der Lehrerin als nicht minder beleidigend empfunden wurde. Die erste Strafanzeige der damals 63 Jahre alten Pädagogin blieb ohne Ergebnis: das Verfahren wurde eingestellt, die Täterin sei nicht zu ermitteln. Es war wohl das, was die Frau erwartet hatte: Schließlich, so ließ sie später beim Prozess vor dem Landgericht Paderborn durchblicken, habe sie sich nur gegen die unwahren Behauptungen zur Wehr setzen wollen, aber nicht damit gerechnet, dass der Urheber ausfindig gemacht würde.

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