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Die Corona-Lage im Kreis Paderborn am Donnerstag, 26. August: Inzidenz bei 74,4 – 28 infizierte Schüler

„Leichter Verlauf“: 112 Impfdurchbrüche seit Pandemiebeginn

Paderborn

Unter den 11.501 Infektionen seit Beginn der Corona-Pandemie verzeichnet das Paderborner Kreisgesundheitsamt aktuell 112 sogenannte Impfdurchbrüche – also Personen, die sich trotz vollständiger Impfung infiziert haben. 189.399 Personen im Kreis sind vollständig geimpft. „Weiterhin gilt, dass bei allen infizierten Impfdurchbrüchlern ein leichter Verlauf zu verzeichnen ist. Keiner von ihnen musste aufgrund der Infizierung ins Krankenhaus‘“, erklärte Dr. Constanze Kuhnert, Leiterin des Kreisgesundheitsamtes, am Donnerstag.

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Eine Pflegekraft wird in einem Krankenhaus gegen das Coronavirus geimpft (Symbolbild). Foto: Kay Nietfeld/dpa

Am Freitag vergangener Woche lag die Zahl der Impfdurchbrüche bei 74.

Für den Zeitraum von Mittwoch bis Donnerstag (jeweils 11 Uhr) hat die Kreisverwaltung Paderborn am Donnerstagnachmittag 56 Corona-Neuinfektionen bekannt gegeben. Da 18 weitere Erkrankte den Angaben zufolge eine akute Infektion überstanden haben, sind derzeit 535 Menschen im Kreis offiziell mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert (Vortag: 498).

Diese aktiven Fälle verteilen sich wie folgt: Paderborn 327, Delbrück 53, Bad Lippspringe 40, Salzkotten 38, Hövelhof 27, Büren 16, Bad Wünnenberg 16, Lichtenau 7, Altenbeken 6, Borchen 5.

Unter den 535 aktuell Infizierten befinden sich nach Angaben des Kreises 28 Schülerinnen und Schüler aus 19 Schulen – davon sieben aus Grundschulen, 17 von weiterführenden Schulen und vier von Berufskollegs. Laut Erlass des Schulministeriums müssen bei einem Infektionsfall an einer Schule die unmittelbaren Sitznachbarn, die keinen Abstand von 1,50 Metern einhalten konnten, in Quarantäne, nicht mehr die gesamte Klasse.

18 Corona-Patienten werden derzeit im Krankenhaus behandelt, 5 von ihnen intensivmedizinisch. Am Mittwoch waren es 4 von 24. 1875 Personen befinden sich in Quarantäne. Am Vortag waren es 1806.

26. August 2021: Das Corona-Geschehen im Kreis Paderborn im Überblick: In Büren wurde die Zahl der bestätigten Fälle um eins korrigiert. Foto: Kreis Paderborn

Inzidenz im Kreis, in den Kommunen und Nachbarkreisen

Die Wocheninzidenz im Kreis Paderborn ist nahezu gleich geblieben und weiterhin die niedrigste in Ostwestfalen-Lippe: Das Landeszentrum Gesundheit NRW (LZG) und das Robert-Koch-Institut (RKI) wiesen am Donnerstagmorgen einen Wert von 74,4 aus (Datenstand: 0 Uhr), was 229 Corona-Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen entspricht.

Am Mittwoch betrug der Wert 74,1, am Donnerstag vor einer Woche 71,1 und vor einem Monat noch 21,1. Beim LZG sind am Mittwoch 56 Corona-Fälle neu in die Statistik eingeflossen, davon datiert die Landeseinrichtung in Bochum 27 auf den Mittwoch selbst (29 Nachmeldungen; siehe unten auch: Melde- und Übermittlungsverzug).

Der Inzidenzwert in Nordrhein-Westfalen liegt am Donnerstag, 26. August, bei 122,3 (Vortag: 114,3) und in Deutschland bei 66 (61,3). Der Blick in die Paderborner Nachbarkreise ergibt nach LZG-Angaben folgendes Bild: Gütersloh 148,8 (128,2) – Hochsauerlandkreis 85,5 (84,3) – Höxter 89,8 (96,3) – Lippe 109,9 (107,6) – Soest 56,7 (54,3).

Der Kreis Paderborn veröffentlicht auf seiner Website (hier geht es direkt zum Dashboard) für die Städte und Gemeinden „kreiseigene Inzidenzwerte, die auf unseren veröffentlichten und berechneten Zahlen beruhen“ (Stand: 26. August, 11 Uhr):

Altenbeken 32,9 (Vortag: 11) – Bad Lippspringe 123,2 (123,2) – Bad Wünnenberg 74,1 (82,3) – Borchen 22,4 (29,9) – Büren 4,6 (18,6) – Delbrück 68,8 (56,3) – Hövelhof 86 (73,7) – Lichtenau 56,8 (18,9) – Paderborn 110,1 (108,8) – Salzkotten 64,1 (88,2).

Inzidenzwert und NRW-Coronaschutzverordnung

Der Inzidenzwert ergibt sich aus der Summe der neuen Coronavirus-Infektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Maßgeblich sind die Inzidenzwerte, die das RKI in einer Tabellendatei auf dieser Website veröffentlicht: https://www.rki.de/inzidenzen.

In Nordrhein-Westfalen ist am Freitag, 20. August, die neue Coronaschutzverordnung in Kraft getreten (hier als PDF). Das Regelwerk enthält nicht mehr mehrere Inzidenz- und Maßnahmenstufen. Es gilt das Einsetzen der 3G-Regel – geimpft, getestet, genesen – ab einer Inzidenz von 35 oder mehr (in einem Kreis/einer kreisfreien Stadt oder landesweit an fünf Tagen hintereinander). Geimpften, genesenen und getesteten Menschen stehen mit der neuen Regelung auch bei höheren Ansteckungszahlen viele Angebote des gesellschaftlichen Lebens offen. Dazu gehören Besuche in der Innengastronomie, Hotelübernachtungen, Friseurbesuche oder Sport in Hallen. Schließungen sind erstmal vom Tisch. Bestehen bleibt die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen sowie im Handel und in Innenräumen. Es gibt wenige Ausnahmen, etwa am Tisch im Restaurant. Auch bei Großveranstaltungen draußen oder großen Menschenansammlungen bleibt die Maske Pflicht. Schulpflichtige Kinder und Jugendliche gelten aufgrund ihrer Teilnahme an den verbindlichen Schultestungen im Zuge der neuen Corona-Regeln als getestet. Nicht-Geimpfte müssen weiter Corona-Tests vorlegen, wenn sie am gesellschaftlichen Leben teilnehmen möchten. In Clubs und Diskotheken, bei Tanzveranstaltungen und bei privaten Feiern mit Tanz reicht kein Schnelltest mehr, sondern es muss ein PCR-Test vorgelegt werden. Gleiches gilt bei sexuellen Dienstleistungen.

Die neue Fassung der Corona-Schutzverordnung gilt zunächst vier Wochen bis einschließlich 17. September. Ein Überblick der neuen Regelungen findet sich hier auf der Internet-Seite des Landes.

Es folgen die vergangenen sieben Werte für den Kreis Paderborn (74,4 – 74,1 – 83,8 – 76 – 76 – 81,2 – 79,3) und für NRW (122,3 – 114,3 – 108,4 – 103,3 – 91,8 – 83,4 – 71,6).

Impfen und Impfzahlen

Im Impfzentrum des Kreises Paderborn, in der Sälzerhalle in Salzkotten, wird von Mittwoch bis Samstag von 8 bis 13 Uhr und von 14 bis 19.30 Uhr geimpft (ohne Termin). Angeboten werden der Impfstoff von Biontech und vom 25. bis 28. August (von 8 bis 13 Uhr) zusätzlich der Impfstoff von „Johnson & Johnson“.

Auch in dieser Woche gibt es mehrere Möglichkeiten sich bei verschiedenen Impfaktionen im Kreis impfen zu lassen (Link zur Website des Kreises).

Laut Impfbericht der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) hat es im Kreis Paderborn bis einschließlich Mittwoch, 25. August, folgende Impfungen gegeben:

– in den Arztpraxen: 91.272 (Dienstag: 90.971) Erstimpfungen, 76.511 (75.996) Folgeimpfungen, 83.430 (82.895) vollständig geimpft (Folgeimpfungen + „Johnson & Johnson“-Impfungen)

– im Kreis-Impfzentrum in der Salzkottener Sälzerhalle: 77.309 (76.643) Erstimpfungen, 75.765 (75.238) Folgeimpfungen, 77.542 (76.775) vollständig geimpft (Folgeimpfungen + „Johnson & Johnson“-Impfungen)

Zudem impfen Krankenhäuser und Betriebsärzte. Seit Juni werden mobil durchgeführte Impfungen zum Großteil im Impfzentrum dokumentiert.

www.corona-kvwl.de/impfbericht

Dashboard des Kreises Paderborn zu Corona-Impfungen

Hintergrund

Weitere Informationen

Alle Entwicklungen rund um das Coronavirus in OWL, Deutschland und auch weltweit lesen Sie im Newsblog des WESTFALEN-BLATTES.

Das Paderborner Kreisgesundheitsamt ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr und am Samstag in der Zeit von 12 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 05251/3083333 zu erreichen. Beantwortet werden allgemeine Fragen zu Covid-19: www.kreis-paderborn.de/corona. Der Kreis Paderborn hat zudem eine Impfseite www.kreis-paderborn.de/impfen und eine Schnelltest-Seite inklusive Teststellen www.kreis-paderborn.de/schnelltest erstellt.

Unter www.corona-schutzimpfung.de ist ein Informationsangebot abrufbar, das bundeseinheitliche Informationen rund um die Schutzimpfung bereithält. Es gibt auch einen Infoservice per Newsletter. Unter der Rufnummer 116117 werden Fragen rund um Corona-Schutzmaßnahmen und die -Schutzimpfung beantwortet – kostenlos, sieben Tage pro Woche, von 8 bis 22 Uhr.

Hier informiert die Bundesregierung zum Coronavirus und zur Corona-Schutzimpfung.

Und hier informiert das Land Nordrhein-Westfalen: https://www.land.nrw/corona, aktuelle Fassung der Coronaschutzverordnung als PDF

Stichwort: Melde- und Übermittlungsverzug

Das LZG führt zum Meldeprozess auf seiner Website folgendes aus: „Dargestellt wird der jeweilige Meldestand, den die Gesundheitsämter entsprechend den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) anhand der örtlichen Meldungen feststellen und an das LZG übermitteln. Das LZG seinerseits leitet die Daten täglich im Laufe des Abends an das Robert-Koch-Institut (RKI) weiter, beide weisen einmal täglich zum Tageswechsel einen aktualisierten Stand aus. Dieser mehrstufige Meldeprozess ist vor allem in den örtlichen Gesundheitsämtern arbeits- und zeitaufwändig und unterliegt einer ständigen Qualitätssicherung. Daher kommt es immer wieder vor, dass die Angaben auf der örtlichen, der Landes- und der Bundesebene nicht vollständig deckungsgleich sind. Insbesondere ist es möglich, dass vor Ort bereits Informationen vorliegen, die noch nicht im Meldewesen weitergeleitet wurden.

Erläuterung des LZG zur Inzidenz: „In die 7-Tage-Inzidenz geht die Anzahl aller Fälle ein, deren Meldedatum innerhalb der vergangenen 7 Tage vor dem Berichtszeitpunkt fällt. Bei der Eingabe von Fällen in das Infektionsmeldesystem wird jedem Falldatensatz ein Meldedatum zugewiesen. Dabei handelt es sich um dasjenige Datum, an dem das zuständige Gesundheitsamt erstmalig von dem betreffenden Fall Kenntnis erhalten hat.“

Das RKI schreibt zu einem möglichen Melde- und Übermittlungsverzug auf seiner Website: „Für die Gesamtzahl pro Bundesland/Landkreis werden die den Gesundheitsämtern nach Infektionsschutzgesetz gemeldeten Fälle verwendet, die dem RKI bis zum jeweiligen Tag um 0 Uhr übermittelt wurden. Für die Darstellung der neuübermittelten Fälle pro Tag wird das Meldedatum verwendet – das Datum, an dem das lokale Gesundheitsamt Kenntnis über den Fall erlangt und ihn elektronisch erfasst hat. Zwischen der Meldung durch die Ärzte und Labore an das Gesundheitsamt und der Übermittlung der Fälle an die zuständigen Landesbehörden und das RKI können einige Tage vergehen (Melde- und Übermittlungsverzug). Jeden Tag werden dem RKI neue Fälle übermittelt, die am gleichen Tag oder bereits an früheren Tagen an das Gesundheitsamt gemeldet worden sind. Diese Fälle werden in der Grafik Neue COVID-19-Fälle/Tag dann bei dem jeweiligen Datum ergänzt.

Kreis Paderborn: „Für die Städte und Gemeinden veröffentlichen wir kreiseigene Inzidenzwerte, die auf unseren veröffentlichten und berechneten Zahlen beruhen. ... Insbesondere ist es möglich, dass vor Ort bereits Informationen vorliegen, die noch nicht im Meldewesen weitergeleitet wurden. So meldet der Kreis Paderborn Personen mit einem positiven Schnelltest (POC-Test) als Infektionsfall und veröffentlicht diese, noch bevor er durch einen PCR-Test bestätigt wurde. Das LZG veröffentlicht hingegen gemäß den bundesweiten RKI-Vorgaben Infektionsfälle mit einem positiven PCR-Test. Alle Beteiligten sind grundsätzlich bemüht, diese Abweichungen möglichst gering zu halten. Sie sind aber teils aufgrund der Abläufe im Meldeprozess, teils aber auch aus den unterschiedlichen Aufgabenstellungen der verschiedenen Ebenen nie gänzlich vermeidbar.“ Quelle: Kreis Paderborn (Reiter „Copyright“)

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