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Höxteraner Künstlerin Andrea Duurland stellt erstmalig in der Nikolaikirche aus

Leidenschaft für Form und Farbe

Höxter

„Einfach mal über den Tellerrand schauen und sich neuen Lebensbereichen öffnen“, sagt Andrea Duurland, die jetzt erstmalig in der katholischen Pfarrkirche St. Nikolai mit einer Ausstellung vertreten sein wird.

Von Harald Iding

Vikar Jonas Klur freut sich mit der Höxteranerin Andrea Duurland auf die Ausstellung, die am 23. Januar in der Nikolaikirche eröffnet wird. Foto: Harald Iding

Die 57-jährige Buchhändlerin aus Höxter hat vor mehr als 15 Jahren ihre Leidenschaft für Form und Farbe auf Leinwand entdeckt. „Ich erinnere mich noch gut an den Moment, wo ich von einem lieben Menschen in einer schwierigen Zeit eine Staffelei geschenkt bekommen habe, um auf andere Gedanken zu kommen. Das hat funktioniert. Das erste, sehr emotionale Werk von mir ziert seit längerer Zeit die Wohnung eines meiner beiden Kinder. Das ist doch wunderbar!“

Die Liebe zu den Acrylfarben ist geblieben, es folgten mehrere Ausstellungen – unter anderem in der Kilianikirche (Höxter) und sogar in Paris. So zeigt sie von Sonntag, 23. Januar, an 35 ausdrucksstarke Kunstwerke in unterschiedlichen Größen – vom Postkartengruß bis zum 1,6 mal 1,2 Meter großen Werk. Es gibt fünf Themenbereiche: „Garten Eden“, „Mensch bleiben“, „Liebe, Glaube, Hoffnung“, „Ursprung“ und „Freie Gedanken“. Vikar Jonas Klur von der Kirchengemeinde freut sich über den künstlerischen Beitrag und die neue Ausstellung, die unter dem Titel „Mensch bleiben“ auch für Zuversicht stehe. Klur: „Die Zeit der Pandemie ist gerade sehr schwierig für alle. Es geht dabei auch um Mitmenschlichkeit, gerade wo sich immer mehr zurückziehen. Die soziale Vereinsamung erschreckt mich sehr“, betont der Seelsorger. Es seien alle Generationen betroffen. Daher freue sich Klur, dass durch die Kunstwerke in der Kirche auch ein positiver Impuls in der Begegnung erfolgen kann.

Alle Bilder, die von Sonntag an (Messe beginnt um 10.30 Uhr) für drei Wochen täglich von 8.30 bis 18 Uhr in aller Ruhe im vorderen Teil des Gotteshauses betrachtet werden können, habe Andrea Duurland in den vergangenen zwei Jahren erstellt. „Grenzenlos – so heißt mein aktueller Favorit. Ich sehe darin Bewegung und viele Aussagen. Den Mut im Alltag zu haben, aus dem Kreis auszubrechen – das ist meine Botschaft.“

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