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Lichtenauer Urnenwald bei Ebbinghausen trägt veränderten Bestattungsvorlieben Rechnung

Letzte Ruhe in der Natur

Lichtenau

Die letzte Ruhe unter Bäumen können Verstorbene künftig im neu geschaffenen Urnenwald Lichtenau finden. Bürgermeisterin Ute Dülfer und Sachbearbeiterin Lisa Schmidt haben jetzt das etwa ein Hektar große Gebiet am Ortsrand von Ebbinghausen vorgestellt.

Von Hanne Hagelgans

Bürgermeisterin Ute Dülfer und Sachbearbeiterin Lisa Schmidt freuen sich, dass die Stadt Lichtenau künftig die Bestattung in einem Urnenwald bei Ebbinghausen als Alternative zu den 14 Friedhöfen in den Ortsteilen und auch für auswärtige Verstorbene anbieten kann. Foto: Oliver Schwabe

Die Stadt hat damit einen Wunsch des Rates umgesetzt und den veränderten Bestattungsvorlieben Rechnung getragen. Im Urnenwald können Verstorbene anonym beigesetzt werden, es ist aber auch möglich, Namen und Lebensdaten auf einem einheitlichen Schild vermerken zu lassen, das am Baum angebracht wird. In jedem Fall gilt: Grabpflege kommt auf die Hinterbliebenen nicht zu. Genau 202 Bäume – Lärchen, Buchen und Eichen – können für Bestattungen genutzt werden. Angeboten werden Ruhebäume für Familien und Freundeskreise, Gemeinschafts- und Kinderbäume. Die Kosten liegen zwischen 650 und 6000 Euro, hinzu kommen jeweils einmalig 250 Euro für die Beisetzung. Pro Baum können zwölf Urnen bestattet werden. Sie werden in einem Abstand von etwa 50 Zentimetern vom Stamm ins Erdreich eingelassen und zersetzen sich mit der Zeit.

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