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Sennestadt GmbH und Stadtwerke setzen auf neues Wärmekonzept auf dem ehemaligen Schillinggelände

Leuchtturmprojekt für Bielefeld

Bielefeld

Alle reden von der Energiewende. In Bielefeld geschieht sie jetzt. Mit einem neuen Wärmekonzept setzen die Bielefelder Stadtwerke und die Sennestadt GmbH Zeichen für kohlendioxidfreies Wohnen und gegen fossile Brennstoffe. Die Klimaschutzsiedlung auf dem ehemaligen Schillinggelände mit 88 Wohneinheiten in Sennestadt wird künftig über so genannte Kalte Nahwärme versorgt.

Von Kerstin Sewöster

Bis zu 60 einhundert Meter tiefe Löcher bohren Colin Winship (links) und Miro Popovic auf dem Gelände der künftigen Klimaschutzsiedlung. Foto: Bernhard Pierel

Gerade wurde mit den ersten Bohrungen begonnen. Etwa 100 Meter tief reichen die Sonden, in denen sich ein Wasser-Glykol-Gemisch befindet. Dieses Sole-Gemisch erwärmt sich im Boden auf etwa zehn Grad Celsius. Alle Sonden bilden ein unterirdisches Netz und werden mit den Wärmepumpen in den einzelnen Gebäuden der Klimaschutzsiedlung verbunden. Die Wärmepumpen wiederum erwärmen die Sole je nach Bedarf des einzelnen Haushaltes mit Strom. „Das funktioniert wie ein Perpetuum Mobile“, meint Bernhard Neugebauer, Geschäftsführer der Sennestadt GmbH, die als Investor die Vorzeigesiedlung auf den Weg gebracht hat.

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