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Geschenk aus Bad Lippspringe für Bundeskanzlerin – Zeichnung des Paderborner Künstlers Herman Reichold

„Liebe Angela Mäh…rkel, alles Gute“

Bad Lippspringe/Templin

Kurz vor Ende ihrer Amtszeit hat Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre Heimatstadt Templin besucht. An dem anschließenden privaten Empfang nahm auch Bad Lippspringes Bürgermeister Ulrich Lange teil. Und der war nicht mit leeren Händen gekommen.

Von Klaus Karenfeld

Ulrich Lange überbrachte Kanzlerin Angela Merkel eine Zeichnung des Künstlers Herman Reichold. Sie zeigt das Maskottchen der Badestadt, das „Balinchen“, mit der typischen Merkel-Raute. Foto: Stadt Templin

Die Badestadt und Templin verbindet seit dem Jahr 1990 eine Städtepartnerschaft. Die ersten Kontakte wurden bereits im Dezember 1989 geknüpft. In der 16.000 Einwohner zählenden Stadt in der Uckermark ist Detlef Tabbert von der Linkspartei seit 2010 als Bürgermeister im Amt. Zum Empfang der Bundeskanzlerin hatte der auch seinen Badestädter Amtskollegen Ulrich Lange eingeladen; und der gehört bekanntlich der CDU an.

Für Lange war es corona-bedingt der erste Besuch in Templin seit seinem Amtsantritt vor einem Jahr. „Die Chemie zwischen Detlef Tabbert und mir stimmte vom ersten Moment an“, betonte Lange nach seiner Rückkehr im Gespräch mit dieser Zeitung.

Der Besuch Merkels hätte eigentlich schon im vergangenen Jahr stattfinden sollen – anlässlich der 750-Jahrfeier von Templin. Doch die Corona-Pandemie machte den Planungen einen kräftigen Strich durch die Rechnung. Auch ein zweiter Termin musste später abgesagt werden.

Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Nur wenige Tage vor Ende ihrer Amtszeit holte Angela Merkel jetzt ihren Besuch in Templin nach. Und die Kanzlerin zeigte sich gerührt: „Dass ich heute bei Ihnen sein darf, erfüllt mich mit Stolz“. Anschließend pflanzte sie im Bürgergarten der Stadt eine Jubiläums-Linde und legte danach den Grundstein für eine neue Kindertagesstätte.

Die Kanzlerin selbst hatte in Templin zwischen 1957 und 1973 ihre Kindheit und Jugend verbracht. Seit 2019 ist sie Ehrenbürgerin der nördlich von Berlin gelegenen Kleinstadt.

Im Anschluss an das offizielle Programm hatte Gastgeber Detlef Tabbert etwa 30 Gäste zu einem privaten Empfang mit der Kanzlerin eingeladen. Mit dabei war auch Bad Lippspringes Bürgermeister. Ulrich Lange und Angela Merkel kennen sich bereits seit der Zeit, als die heutige Bundeskanzlerin noch Ministerin für Frauen und Jugend (1991 bis 1994) war und Lange ein engagierter Jungpolitiker für die Christdemokraten im Kreis Paderborn. Seitdem hat er Merkel bei verschiedenen Bundesparteitagen oder anderen Anlässen gesehen und getroffen.

„Balinchen“ mit typischer Geste der Bundeskanzler

Ulrich Lange nutzte den privaten Empfang, um der scheidenden Bundeskanzlerin einen besonderen Gruß aus Bad Lippspringe zu überreichen: eine Zeichnung des Paderborner Künstlers Herman Reichold, der das „Balinchen“ zum neuen Maskottchen und zum medienwirksamen Werbeträger der Badestadt gemacht hat.

Und das „Balinchen“ zeigt auf der Zeichnung eine der typischen Gesten der Bundeskanzlerin. Es ist die bekannte „Merkel-Raute“. Das Maskottchen der Badestadt wendet sich auch mit einer „persönlichen Widmung“ an die scheidende Kanzlerin. Da heißt es: „Liebe Angela Mäh…rkel, alles Gute für eine prima Zukunft“.

„Unsere Badestadt war Angela Merkel nicht unbekannt“, wusste Bürgermeister Lange später zu berichten. Ausdrücklich gelobt habe sie in diesem Zusammenhang die nunmehr 30-jährige Partnerschaft zwischen beiden Städten.

„Und da die noch amtierende Bundeskanzlerin künftig mehr Zeit für private Unternehmungen haben dürfte, würde ich mich freuen, sie in Zukunft auch einmal in Bad Lippspringe begrüßen zu dürfen“, formulierte der Badestädter Bürgermeister einen Wunsch.

Städtepartnerschaft

Am 1. September 1990 wurde auf dem Marktplatz in Templin die Städtefreundschaft mit Bad Lippspringe besiegelt. Aus diesem Anlass fand das 1. Stadtfest mit einem umfangreichen Festprogramm statt. Dies wurde hauptsächlich von der Werbegemeinschaft Bad Lippspringe organisiert. Sie sponserte auch die erste Stadtflagge für Templin. In Bad Lippspringe wurde der Vertrag am 12. Oktober 1990 zur Eröffnung des Stadtfestes und der Herbstkirmes unterzeichnet.

Die Urkunden zur Städtepartnerschaft sind im Rathaus in Templin zu sehen.

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