1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Literarischer Wettstreit mit Worten

  6. >

Kultursommer lockt mit Poetry-Slam auf den Delbrücker Kirchplatz – Veranstaltung sehr gut besucht

Literarischer Wettstreit mit Worten

Delbrück

Der Hunger auf Kultur ist auch in Delbrück riesig: Lange mussten sich die Menschen während des Corona-Lockdowns in Verzicht üben. Um so größer ist nun die Freude über die Angebote des Kultursommer auf dem historischen Kirchplatz in Delbrück.

Von Axel Langer

Sorgten mit dem Poetry-Slam im Rahmen des Delbrücker Kultursommers auf dem Kirchplatz für beste Unterhaltung (von links): Songwriter Florian Wintels, Moderator Karsten Strack sowie die „Slamer“ Sarah Lau, Marcel Ifland, Eva-Lisa und Kara Ehlert. Foto: Axel Langer

Nach der Lesung mit Wilsberg-Autor Jürgen Kehrer gehörte am Freitagabend die Bühne nun dem Poetry-Slam.„Die Resonanz ist riesig. Für heute Abend wurden allein 190 Karten online reserviert“, berichtet die Geschäftsführerin der Delbrücker Marketinggemeinschaft, Britta Kuboth.

„Das ist heute mein erster Poetry-Slam seit Monaten. Es ist ein tolles Gefühl wieder auf der Bühne zu stehen. Ich komme jetzt noch einmal rein und dann klatscht ihr ganz laut, damit alle merken, wie Kultur funktioniert“, sagt Moderator Karsten Strack vor einem vergleichsweise jungen Publikum. Für gut die Hälfte der Besucher auf dem Kirchplatz war der Poetry-Slam, zu dem Sarah Lau aus Paderborn, Kara Ehlert aus Münster, Eva-Lisa aus Dortmund und Marcel Ifland aus Wanne-Eickel antraten, eine Premiere. Den musikalischen Einstieg bestritt Florian Wintels aus Bad Bentheim, der seiner Gitarre und kritisch-witzigen Texten den Einheizer gab.

Bei Poetry-Slam stellen sich die „Slamer“ mit selbst erdachten Texten dem Publikum, ob gereimt oder nicht, vom Blatt Papier, dem Smartphone oder frei vorgetragen, ist alles erlaubt. Allerdings sind keine Requisite erlaubt, so dass auf der Bühne nur das Mikrofon stand. „Rappen ist erlaubt, ist ja Sprechgesang, Singen ist hingegen nur in kurzen Passagen erlaubt, um textliche oder inhaltlich Besonderheiten kenntlich zu machen“, erläuterte Karsten Strack das System des Poetry-Slams.

Nach jedem Auftritt gaben einzelne Zuschauer über Wertungskarten ihre Punktzahl ab. Wer am Ende in zwei Durchgängen die höchste Punktzahl hat, gewinnt. In der ersten Runde bekamen alle „Slamer“ das Thema vorgegeben. In Delbrück lautete das Heimat. Im zweiten Durchgang durften sie dann ein Thema ihrer Wahl zum friedlichen Duell der Worte beitragen.

Zum Heimspiel entwickelte sich der Poetry-Slam für Sarah Lau, die in ihrem ersten Beitrag über ihre Kindheit und ihr Familienleben in Lichtenau berichtete. Auch Songwriter und „Slamer“ Florian Wintels war vielen Delbrücker bereits bekannt, konnte er doch 2019 den ersten Poetry-Slam in der Stadthalle Delbrück gewinnen. Nun kehrte er mit seinen Songs zurück und verlieh den gekonnten Vorträgen einen musikalischen Rahmen.

Mit dem Kindertheater „Meister Eder und sein Pumuckl“ klingt der Kultursommer am Freitag, 30. Juli, ab 17 Uhr aus. Bei freiem Eintritt können Karten hierfür online unter www.delbrueckkauftlokal.de gebucht werden.

Startseite
ANZEIGE