Hauptausschuss in Bad Oeynhausen befasst sich mit dem Brandschutzbedarfsplan für die nächsten fünf Jahre

Lob für die leistungsfähige Feuerwehr

Bad Oeynhausen

„Die Feuerwehr in Bad Oeynhausen ist gut in Schuss.“ Zu diesem Schluss ist Simon Zens von der Lülf + Sicherheitsberatung GmbH am Mittwoch bei der Vorstellung der alle fünf Jahre erforderlichen Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplans im Hauptausschuss gekommen.

Von Malte Samtenschnieder

Die Feuer- und Rettungswache der Stadt Bad Oeynhausen hat ihren Sitz an der Königstraße. Foto: Malte Samtenschnieder/Archiv

Der Bericht des Experten überzeugte das Plenum. Der Entwurf wurde einstimmig beschlossen.

„Der Brandschutzbedarfsplan definiert in kommunaler Eigenverantwortung sowohl das Planungsziel als auch den zur Erreichung dieses Ziels erforderlichen Umfang der kommunalen Feuerwehr.“ Diese etwas sperrige Definition aus der Beschlussvorlage der Verwaltung füllte Simon Zens eloquent mit Leben.

Als wichtige Faktoren, die bei der Erstellung eines Brandschutzbedarfsplans eine Rolle spielen, zählte er etwa Fahrzeuge, Standorte und Personal auf. Auch die Einwohnerzahl (52.486) und die Fläche (64,5 Quadratkilometer) von Bad Oeynhausen spielten eine Rolle.

Einteilung in verschiedene Brandklassen

Für die Einteilung in verschiedene Brandklassen seien zudem Gebäudehöhen, Verkehrswege, Gewerbe- und Industrieflächen sowie Gewässer entscheidend. Auch Einzelobjekte wie Kranken- und Pflegeeinrichtungen oder Hotel würden separat ausgewiesen.

So lasse sich ein Überblick über zeitkritische Einsatzstellen gewinnen. Der Fachmann: „Dabei gilt die Faustregel: je städtischer der Bereich, desto höher die Anforderungen an die Feuerwehr.“

Zur Beurteilung der Leistungsfähigkeit der Feuerwehr wird laut Simon Zens überprüft, wie schnell nach der Alarmierung wie viele Einsatzkräfte eine Einsatzstelle erreichen. Je nach Brandklasse gebe es dafür unterschiedliche Vorgaben.

Hohe Zielerfüllung, kein Handlungsbedarf

In Bad Oeynhausen gelte Folgendes: Montags bis freitags von 7 bis 17 Uhr könnten die Einsatzstellen zu 95 Prozent in weniger als zehn Minuten erreicht werden. Sonst könnten die Einsatzstellen zu 90 Prozent in weniger als neun Minuten erreicht werden. Simon Zens: „Das bedeutet eine 86-prozentige Zielerfüllung und keinen Handlungsbedarf.“

Gut sei es auch um den Nachwuchs bei der Freiwilligen Feuerwehr bestellt. „2015 gab es 227 Aktive, inzwischen sind es 256 Aktive“, lobte der Experte. Der Fuhrpark der Feuerwehr sei insgesamt ebenfalls in einem guten Zustand. Erforderliche Veränderungen im Hinblick auf verschiedene Feuerwehrstandorte seien erfolgreich auf den Weg gebracht. Zudem wolle die Hauptamtliche Wache ihren Personaleinsatz optimieren.

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