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Bierbrunnenfestspende für die Wiederbewaldung des Wiehengebirges

Lübbecke: Ein Bier gleich ein Baum

Lübbecke

Im Jahr 1954, beim ersten „Tag des Bierbrunnens“, gab es Freibier für alle. Das Fest war ein derartiger Erfolg, dass sogar Medien im Ausland darüber berichteten. Schnell war Lübbecke als Stadt des Bierbrunnens bekannt.

Spendenübergabe mit (von links) Thomas Holle, Verwaltungsleiter bei der Privatbrauerei Barre, Jürgen Rolfs und Karl-Dietrich von der Recke sowie Christoph Barre. Foto: Barre

Freibier wird aufgrund der Besucherströme Anfang der 90er Jahre heute aber nicht mehr ausgeschenkt. Dafür spendet die Privatbrauerei Barre die Erlöse aus dem Biermarkenverkauf seither an lokale, wohltätige Zwecke.

Der Erlös aus dem diesjährigen Biermarkenverkauf zum „Tag des Bierbrunnens“ am Sonntag, 7. August, erreichte eine Rekordmarke in Höhe von 7212 Euro. Von der Privatbrauerei Barre wurde der Betrag auf 7300 Euro aufgerundet und via Spendenscheck symbolisch am vergangenen Mittwoch von Christoph Barre und Thomas Holle an den Forstbetriebsverband-Waldschutzgenossenschaft Lübbecke, vertreten durch Karl-Dietrich von der Recke und Jürgen Rolfs, überreicht, die diesen mit großem Dank entgegennahmen. Mit Hilfe der Summe können umgerechnet 3650 Bäume gepflanzt werden.

„Dass diese stolze Summe durch die Gäste des Bierbrunnenfestes erzielt werden konnte, zeigt einmal mehr, wie sehr den Menschen in der Region unser Wald und die Natur am Herzen liegen. Es ist unser aller Heimat, die es zu schützen gilt, daher freuen wir uns, dass die Spende in die Wiederbewaldung des Wiehengebirges fließt“, verriet Christoph Barre bei der Spendenübergabe und freute sich über die hohe Spendenbereitschaft der Lübbecker für dieses Naturschutzprojekt.

„Für das Spendengeld werden wir Hopfenbuchen auspflanzen. Der Laubbaum zeichnet sich durch seine besonders trockenheitstolerierende Eigenschaft aus. Mit Blick in die Zukunft ist mit großer Sicherheit zu befürchten, dass unsere Wälder weiterhin extremer Trockenheit ausgesetzt werden. Der Klimawandel sorgt für längere und stärkere Trockenperioden auch in unseren Waldgebieten und daher haben wir uns bewusst für einen Baum entschieden, der im gewissen Maße der Trockenheit trotzen kann“, argumentierte der Forstexperte Jürgen Rolfs.

Die Hopfenbuche zählt zu den Laubbäumen und trägt ihren Namen aufgrund der Blütenähnlichkeit zu Hopfenpflanzen. Die Pflanzaktion der Bäume aus der Bierbrunnenfestspende ist für Anfang Dezember terminiert. Wanderer und Spaziergänger werden die Pflanzen dann am Wegesrand auf der Route zum „Hohen Stein“ im Wiehengebirge wiederfinden.

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