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Projekt „Schule vor 70 Jahren“ in Marienmünster begeistert

Lüften gehörte früher zum Lehrplan

Marienmünster

Wer hätte gedacht, dass das Lüften bereits vor Jahrzehnten schon auf den Stundenplan heimischer Dorfschulen gehörte? Dies und viele weitere Anekdoten aus der Geschichte rund um das Schulleben erzählte jetzt Stadtheimatpfleger Franz Meyer den Schülerinnen und Schülern des vierten Jahrgangs in der Grundschule Marienmünster.

Stadtheimatpfleger Franz Meyer berichtet auf Einladung von Lehramtsanwärterin Annika Holtkamp den Mädchen und Jungen aus dem vierten Jahrgang der Grundschule Marienmünster aus der Schulchronik.

Lehramtsanwärterin Annika Holtkamp hatte sich mit den Mädchen und Jungen bei ihrem Projekt mit „Schule vor 70 Jahren“ beschäftigt. Dabei haben die Kinder eine Menge Unterschiede zum heutigen Schulalltag erfahren – aber auch einige Gemeinsamkeiten festgestellt. Von Zuhause durften die Viertklässler Fotos von ihren Großeltern zu Schulzeiten mitbringen. Auch Utensilien wie ein alter Lederranzen, ein kleiner Holzstuhl, „Griffelkästen“ oder kleine Tafeln fanden in einer kleinen „Museumsecke“ im Klassenraum ihren Platz.

Zeitzeugen wurden digital in den Klassenraum geschaltet, um von ihren Erfahrungen in der Schule zu berichten. Die Schüler erstellten sogar eine eigene „Power-Point-Präsentation“ am PC mit ihren Eindrücken und Ergebnissen.

Franz Meyer gab jetzt zum Abschluss des Projektes noch einmal einen kleinen Einblick in die Schulchronik der Stadt Marienmünster. Und dabei machte er deutlich: „Das Lüften des Klassenraumes war schon immer ein Thema!“ Somit nicht erst seit Beginn der Corona-Pandemie. Franz Meyer zitierte aus einer Niederschrift von 1875: „Der Raum ist regelmäßig zu lüften, damit die verdorbene Schulluft abziehen kann und neue Luft reinziehen kann.“ Der Stadtheimatpfleger berichtete zudem von seiner eigenen Schulzeit in Löwendorf. Damals habe man noch sechs Tage in der Woche die Schule besucht. Ein sehr strenger Lehrer prägte seine Erinnerung an die Dorfschule, die nur aus einem einzigen Klassenraum bestand – und Mädchen und Jungen vom ersten bis zum achten Schuljahr beherbergte. Für die Viertklässler heute war dieser Umstand kaum vorstellbar.

Sie lauschten interessiert den Ausführungen aus dem „Schulzimmer“ und stellten dem Stadtheimatpfleger viele Fragen. So wurde den Grundschülern ein Stück Schulgeschichte in anschaulicher Weise nähergebracht.

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