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Konzert am Sonntag in der St.-Michael-Kirche

Madrigalchor ist wieder in Brakel aktiv

Brakel

Der Madrigalchor ist nach der Corona-Zwangspause wieder aktiv und möchte seine Zuhörer mit einem attraktiven und abwechslungsreichen, nicht zu langen Konzert (ungefähr 60 Minuten) erfreuen.

Der Madrigalchor singt am Sonntag in der St.-Michael-Kirche in Brakel. Foto: Madrigalchor Brakel

In der Brakeler St.-Michael-Kirche wird am Sonntag, 15. Mai, um 17 Uhr das Gloria in D-Dur RV 589 von Antonio Vivaldi und das Magnificat in D ZWV 108 von Jan Dismas Zelenka gesungen.

Antonio Vivaldi (1678-1741) war aufgrund seiner an vielen europäischen Höfen aufgeführten Konzerte bereits zu seinen Lebzeiten grenzüberschreitend berühmt. Seine sakralen Werke, Oratorien, Messen, Solokantaten, Motetten und weitere komponierte er bereits in jungen Jahren als Schüler seines Vaters Giovanni Battista, der Orchestermusiker in Venedigs Markusdom war. Antonio Vivaldi wurde im Jahr seiner Priesterweihe 1703 zum „Maestro de violino“ und im venezianischen Waisenhaus Pio Ospedale della Pietà zum „Maestro de concerti“. Dieses Waisenhaus würde heute wahrscheinlich einem Konservatorium entsprechen, denn die dort ausgebildeten Mädchen verblieben als anerkannte Künstlerinnen oft ihr Leben lang in dieser Einrichtung.

Temperamentvolles Stück

Das fanfarenartige Motiv des Gloria in D-Dur erinnert etwas an den Herbst von Vivaldis „4 Jahreszeiten“ und es bleibt in diesem zwölf-sätzigen temperamentvollen und mitunter auch wehmütig-sehnsuchtsvollen Stück präsent.

Jan Dismas Zelenka (1679- 1745) baute gemeinsam mit dem Kapellmeister Heinichen von ungefähr 1720 an ein Repertoire an katholischer Kirchenmusik am Dresdner Hof auf. Im Mittelpunkt standen Messen und Psalmen. Eingeleitet wird das Magnificat von einem Bassthema, dem ein mächtiger Chorsatz folgt. Nach instrumentalen Soli und der Sopranistin mit Chor folgt das „Suscepit Israel“ als eindrucksvolle Alt-Arie, der ein Wechselgesang von Alt und Chor folgt, bis schließlich die Amen-Fuge das kleine Werk beschließt. Dieses Magnificat wurde im Jahr 1725 aufgezeichnet für einen feierlichen „solennen“ Rahmen.

Stimmenglanz bei Sarah Romberger

Die Sopransoli werden wieder von Irina Trutneva zu hören sein, die bereits in Rossinis Messe Solenelle vor drei Jahren in Brakel brillierte. Die Sopranistin Irina Trutneva widmet sich seit 2011 dem Opern- und Konzertgesang und sie tritt regelmäßig als Solistin in geistlichen sowie weltlichen Konzerten auf. Ihr Repertoire umfasst Werke aus Oratorien, Opern und Operetten sowie Kunstlieder.

Die Mezzosopranistin Sarah Romberger wird in den Altpartien „Domine Deus“ und im „Qui sedes ad dexteram patris“ in Vivaldis Gloria in D-Dur sowie im „Suscepit Israel in Zelenkas Magnificat eine Kostprobe ihres Stimmglanzes und ihrer enormen Bandbreite geben. Auch sie studierte Gesang an der Hochschule für Musik in Detmold mit Konzertexamen und weist internationale Erfolge auf.

Als Intermezzo wird der Organist Simon Brüggeshemke (seit 2021 als hauptamtlicher Kirchenmusiker im Pastoralverbund Bad Driburg) einen Choral von Johann Sebastian Bach spielen.

Begleitet werden die Sänger von dem Kammerorchester Opus 7 und das Dirigat obliegt in bewährter Weise dem musikalischen Leiter des Madrigalchors Hans-Martin-Fröhling.

Die Eintrittspreise

Die Eintrittspreise betragen in der Kategorie I im Hauptschiff für Erwachsene: 24 Euro (im Vorverkauf 22 EUR), Studenten und Schwerbeschädigte 20 Euro (im Vorverkauf 18 EUR); in der Kategorie II im Seitenschiff für Erwachsene 19 Euro (im Vorverkauf 17 Euro), Studenten und Schwerbeschädigte 16 Euro (im Vorverkauf 14 Euro). Alle Flüchtlinge aus der Ukraine haben freien Eintritt, junge Zuhörer bis zum abgeschlossenen 18. Lebensjahr sitzen gratis in den Seitenschiffen. Der Vorverkauf läuft in der Buchhandlung Schröder, Telefon 05272/9923, Brakel, Hanekamp 16. Auf der Pandemie entsprechende Sitzverteilungen und Abstände wurde geachtet.

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