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Ein Lastwagen und sieben weitere Fahrzeuge beteiligt – 120.000 Euro Sachschaden

Massenkarambolage auf der A44 bei Lichtenau mit 13  Verletzten

Lichtenau/Bad Wünnenberg

Großeeinsatz für die Rettungskräfte: Auf der A 44 haben sich am Freitagnachmittag zwischen dem Autobahnkreuz Wünnenberg-Haaren und der Anschlussstelle Lichtenau (Kreis Paderborn) Auffahrunfälle mit acht beteiligten Fahrzeugen ereignet, wie die Polizei mitteilte. 13 Personen wurden verletzt, davon mindestens zwei schwer.

Die Rettungskräfte auf der A44 waren am Freitagnachmittag mit zahlreichen Fahrzeugen vor Ort, darunter alleine sieben Rettungswagen und vier Krankentransportwagen. Foto: Freiw. Feuerwehr Stadt Bad Wünnenberg

Die Autobahn war mehr als zwei Stunden gesperrt. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von insgesamt etwa 120.000 Euro.

Gegen 15 Uhr befuhr der Fahrer eines Mercedes Vito die A 44 in Richtung Kassel, als der Fahrer eines VW T6 verkehrsbedingt abbremsen musste. Dies bemerkte der Vito-Fahrer den Angaben der Polizei zufolge zu spät und fuhr auf den VW auf. Bei dem Aufprall geriet der T6 ins Schleudern und kam auf dem rechten Fahrstreifen zum Stehen. Autobahnpolizisten sperrten die A 44 komplett, etwa einen Kilometer vor der Anschlussstelle Lichtenau.

Drei dahinter befindliche Fahrzeuge bremsten rechtzeitig vor der Unfallstelle ab. Der Fahrer eines Opel Zafira bemerkte den Stau zu spät, wie die Polizei Bielefeld am frühen Abend weiter mitteilte, und wich in eine Lücke zwischen der Mittelschutzplanke und dem vor ihm befindlichen Skoda Kodiaq aus. Dabei schob er den Kodiaq seitlich gegen einen auf dem rechten Fahrstreifen stehenden Schwerlasttransporter. Nach der Kollision mit dem Kodiaq touchierte der Opel Zafira zwei weitere Fahrzeuge, einen VW Golf und einen Audi A6. Der Fahrer eines 1-er BMW kollidierte unmittelbar danach mit dem Heck des Schwerlasttransporters auf dem rechten Fahrstreifen.

Acht Fahrzeuge waren bei den Auffahrunfällen insgesamt beteiligt. Foto: Freiw. Feuerwehr Stadt Bad Wünnenberg

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei wurden bei den Unfällen insgesamt zwölf Personen verletzt, mindestens zwei von ihnen schwer. Christoph Hesse von der
Freiw. Feuerwehr der Stadt Bad Wünnenberg sprach später von 13 Verletzten, unter ihnen drei Kinder: "Alle waren bei Eintreffen der Rettungskräfte außerhalb der Fahrzeuge."

Alle Verletzten wurden  in umliegende Krankenhäuser gebracht. Sechs Autos wurden abgeschleppt. Gegen 17.30 Uhr war laut Polizei die Fahrbahn geräumt und alle Fahrstreifen wieder frei. In einem der Unfallfahrzeuge befand sich ein Hund, den die Feuerwehr zu einer Hundepension brachte.

Vor Ort waren laut Hesse 18 Einsatzkräfte der Feuerwehr unter der Leitung von Marcus Siekaup, sieben Rettungswagen aus Fürstenberg, Ahden, Borchen, Salzkotten und Paderborn, drei Notärzte aus Büren, Paderborn und Salzkotten, vier Krankentransportwagen aus Salzkotten, Bad Lippspringe und Paderborn, der Leitende Notarzt und der Organisatorische Leiter Rettungsdienst des Kreises Paderborn, die  Johanniter-Unfall-Hilfe (Kreisverband Paderborn) und die Autobahnpolizei mit mehreren Einsatzfahzeugen. Der ebenfalls zur Einsatzstelle alarmierte Rettungshubschrauber Christoph 13 aus Bielefeld brauchte den Angaben zufolge nicht eingesetzt werden und brach den Einsatz auf dem Anflug ab.

Beschädigte Autos stehen auf der A44 neben dem Schwerlasttransporter. Foto: Freiw. Feuerwehr Stadt Bad Wünnenberg
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