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Dompropst überträgt zusätzliche Aufgabe im Paderborner Metropolitankapitel

Matthias Klauke neuer Domvikar und Dompastor

Paderborn

Der Paderborner Dom hat einen neuen Domvikar und Dompastor: Matthias Klauke ist am Samstag zu Beginn der Vorabendmesse von Dompropst Monsignore Joachim Göbel in seine neue Aufgabe eingeführt worden. Der 44-jährige Priester, der im Paderborner Priesterseminar für die Ausbildung zukünftiger Priester zuständig ist, folgt Dr. Nils Petrat.

Matthias Klauke ist neuer Domvikar und Dompastor des Paderborner Metropolitankapitels. Dompropst Joachim Göbel führte ihn in seine neue Aufgabe ein. Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

Matthias Klauke legte vor den versammelten Mitgliedern des Metropolitankapitels unter anderem das Versprechen ab, die Statuten und Gewohnheiten des Hohen Domes und des Paderborner Metropolitankapitels treu zu bewahren. Die Amtsübertragung erfolgte durch eine symbolische Geste: Dompropst Joachim Göbel setzte dem neuernannten Domvikar sein Birett auf und übertrug ihm auf diese Weise das neue Amt, das zuvor Nils Petrat ausgeführt hat.

„Hier ist dein Platz im Chorgestühl, hier sollst du zum Vater des Erbarmens beten und den dreifaltigen Gott in Hymnen und Liedern loben“: Mit diesen Worten führte Dompropst Göbel den neuen Dompastor an seinen Platz im Chorgestühl des Domes. Matthias Klauke tauschte anschließend mit den Mitgliedern des Metropolitankapitels im Altarraum den Friedensgruß und feierte danach mit den anwesenden Gläubigen die Eucharistie.

Matthias Klauke ist neuer Domvikar und Dompastor. Dompropst Joachim Göbel führte ihn zu seinem Platz im Chorgestühl des Paderborner Domes. Foto: Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

Jeden einzelnen Menschen berufe Jesus auf je eigene Weise, durch Begegnungen oder Erfahrungen, führte Dompastor Klauke in seiner Predigt aus. Durch die Berufung sei ein Anfang gesetzt, der Einzelne sei herausgefordert, den Ruf aufzunehmen und auf Jesu Wort hin zu handeln, vertiefte der neue Domvikar. „Das kann sich nur entwickeln, indem wir auf Tuchfühlung mit dem Herrn gehen, einen beständigen Umgang mit ihm pflegen.“

Berufung in die Nachfolge

Die Berufung zum Christsein sei keine Privatangelegenheit, erklärte Klauke weiter. Berufung in die Nachfolge führe ins Miteinander und verlange das Mitteilen. So wie jede und jeder den Glauben anderen verdanke, so werde der einzelne ein Leben lang vom Glauben anderer mitgetragen, angeregt und manchmal auch herausgefordert. Nur in diesem Zusammenspiel könne der eigene Glaube wachsen und reifen. „Bei all den Schwächen und Skandalen, die zu Recht angeprangert werden, dürfen wir diese grundlegende Wirklichkeit von Kirche nicht vergessen“, betonte er in seiner ersten Predigt als Dompastor.

Aufgaben des neuen Dompastors

Vor der Einführung des neuen Domvikars nannte Dompropst Monsignore Joachim Göbel exemplarisch einige Aufgaben des neuen Dompastors. Insgesamt seien 38 Menschen hauptberuflich für die Kathedralkirche und die benachbarte Kaiserpfalz tätig. Darüber hinaus seien zahlreiche Ehrenamtliche engagiert in den unterschiedlichsten Bereichen: Insgesamt 300 Sängerinnen und Sänger in den Chören, darüber hinaus Messdienerinnen und Messdiener, Lektoren, Kommunionhelfer und Kantoren, und auch der von der Paderborner Domgilde geleistete Aufsichts- und Ordnungsdienst sowie der Domführungsdienst sei wichtig. Erstmals würden Schülerinnen und Schüler der Grundschule St. Michael im Jahr 2022 ihre Erstkommunion im Paderborner Dom feiern. Für die Begleitung sei der neue Dompastor zuständig, wie auch insgesamt für die Organisation der Gottesdienste, zusammen mit den andren Domvikaren.

Subregens am Erzbischöflichen Priesterseminar

1977 in Neheim geboren, studierte Matthias Klauke nach dem Abitur in Paderborn und Freiburg Philosophie und Theologie. Am 29. Mai 2004 empfing er in Paderborn die Priesterweihe. Anschließend war er als Vikar in Olpe und anschließend in Espelkamp tätig, ehe er von 2014 bis 2017 als Pastor in Pastoralverbund Delbrück-Hövelhof eingesetzt war. Seit 2017 ist Matthias Klauke Subregens am Erzbischöflichen Priesterseminar in Paderborn, seit 2018 zudem Mitarbeiter der Diözesanstelle Berufungspastoral im Erzbistum Paderborn.

Hintergrund: Metropolitankapitel

Die Domvikare gehören dem Paderborner Metropolitankapitel an. Zusammen mit den Domkapitularen tragen sie Sorge für die Feier der Liturgie am Hohen Dom. Das Domkapitel zu Paderborn ist aus dem im Jahr 799 von Karl dem Großen und Papst Leo III. gegründeten Domkloster hervorgegangen. Ihr Ende fand die tausendjährige Institution 1810 durch die Säkularisation. Die Neuerrichtung erfolgte nach den Bestimmungen der päpstlichen Bulle „De salute animarum“ vom 16. Juli 1821. Mit der Erhebung des Bistums Paderborn zum Erzbistum im Gefolge des Preußischen Konkordates von 1929 erhielt das Domkapitel den Rang eines Metropolitankapitels.

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