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Einsätze nahmen 2021 deutlich zu – ein Grund waren viele Demonstrationen

Mehr Arbeit für die Polizei in Bielefeld

Bielefeld

Das vergangene Jahr brachte für die Polizei deutlich mehr Arbeit. Die Zahl der Einsätze stieg um mehr als zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Bei zahlreichen Demonstration von Gegnern der Coronaschutzmaßnahmen musste die Polizei Präsenz zeigen. Foto: Thomas F. Starke

113.478 Einsätze beschäftigte das Polizeipräsidium Bielefeld 2021. Im Schnitt gab es rein rechnerisch 311 Einsätze pro Tag. Als Gründe für die Zunahme der Einsatzzahlen gibt die Polizei unter anderen die Schneefälle im Februar, die Hochwasserkatastrophe im Juli, bei der auch Kräfte aus Bielefeld im Einsatz waren, aber auch zahlreiche Einsätze im Rahmen von Demonstrationen an.

Allein 445 Versammlungen und Aufzüge unter freiem Himmel wurden von der Ordnungsbehörde 2021 registriert. Darin eingeschlossen sind die Aufzüge von Gegnern der Coronaschutzmaßnahmen. Diese Aufzüge hatte im vergangenen Jahr zum Teil regelmäßig in Bielefeld stattgefunden. Auch zahlreiche Objektschutzmaßnahmen wie zum Beispiel an der Synagoge an der Detmolder Straße schlugen zu Buche.

Besser als der Landesdurchschnitt sind die sogenannten Einsatzreaktionszeiten der Bielefelder Polizei. Im Jahr 2021 war nach einem Anruf von Bürgern innerhalb von 14 Minuten und 45 Sekunden ein Streifenwagen vor Ort. In Situationen, in denen Menschen in Bedrängnis waren, war die Polizei in fünf Minuten und 32 Sekunden anwesend, bei Unfällen mit Verletzten traf durchschnittlich nach acht Minuten und 18 Sekunden ein Streifenwagen vor Ort ein. „Für die Polizei war und ist es ein dringendes Anliegen, ihre Ansprechbarkeit und Erreichbarkeit auch unter schwierigen Umständen zu garantieren und durch ihren Einsatz die Sicherheit jedes und jeder Einzelnen zu bewahren,“ erklärt Leitender Polizeidirektor Michael Erdmann, Leiter der Direktion Gefahrenabwehr und Einsatz bei der Polizei Bielefeld.

Abgenommen hat im vergangenen Jahr die Zahl der Personen, die von der heimischen Polizei in Gewahrsam genommen wurden. Sie lag bei 1287 (1170 Männer, 117 Frauen), das sind 194 weniger als 2020.

Die Bereitschaftshundertschaft Bielefeld wurde im vergangenen Jahr rückte landesweit zu 157 Sondereinsätzen aus. Waren es vor der Pandemie vornehmlich Fußballspiele gewesen, zu denen die Bereitschaftspolizisten gerufen wurden, waren dies 2021 Demonstrationen, da die Fußballspiele vielfach ganz ohne oder mit reduzierter Zuschauerzahl stattfanden. Die Demonstrationen standen nach Polizeiangaben thematisch vor allem im Zusammenhang mit dem Corona-Geschehen.

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