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Umfrage der Jungen Union: 94 Prozent der Teilnehmer können sich ein Engagement vorstellen

Mehr junge Frauen in die Politik

Kreis Höxter

Begleitend zur Veranstaltungsreihe zum Thema „#MehrMädels in der Politik“ hat der Junge Union (JU)-Kreisverband Höxter dazu aufgerufen, an einer Umfrage teilzunehmen, die den Frauenmangel in der Politik, und insbesondere in der Höxteraner Lokalpolitik, genauer untersucht und als Grundlage zur Entwicklung möglicher Lösungsansätze dienen soll

Denise Schafer ist Mitgliederbeauftragte der JU. Sie hofft auf mehr Frauen-Power in ihrer Partei. Foto: Junge Union Höxter

Die Online-Umfrage lief über einen Zeitraum von vier Wochen, 50 Personen haben an der Umfrage teilgenommen.

Dem Kreisverband Höxter war es wichtig zu betonen, dass sich die Umfrage an Frauen und Männer richtete. Denn nur im Zusammenspiel könne eine gerechte Politik gelingen. Umso erfreulicher sei, dass sich der Anteil an weiblichen und männlichen Teilnehmern in etwa ausgleiche. Mit einem Anteil von 57, 4 Prozent haben sogar etwas mehr Frauen als Männer teilgenommen. Das Alter der Teilnehmer war ebenfalls sehr ausgeglichen verteilt. Nahezu alle Teilnehmer schätzen sich selbst als politisch interessierte Bürger ein. Teilnehmer, die noch nicht politisch engagiert sind, können sich, laut Ergebnis der Umfrage, sogar zu 94 Prozent vorstellen, dieses in Zukunft zu tun.

Organisationsreferentin Jette Andersonkann sich einen Frauenstammtisch in Höxter gut vorstellen.Organisationsreferentin Jette Anderson Foto: Junge Union Höxter

In Anbetracht des hohen Interesses an politischer Teilhabe wurde gefragt, welche Faktoren möglicherweise von politischer Partizipation abhalten. Der größte Faktor spielt zwar hier die mangelnde Zeit, aber zum Beispiel auch ein fehlender Zugang. Rund 16 Prozent machten ihre Unsicherheit bezüglich Parteizugehörigkeit deutlich. Um vor allem den Fokus auf den Frauenmangel zu legen, wurde gefragt, ob es als Frau schwieriger sein könnte, verglichen mit Männern, einen Zugang zur Politik auf lokaler Ebene zu finden? Auf einer Skala von null bis fünf, wobei fünf für vollkommen zutreffend stand, lag der Durchschnitt bei 2,67. Das deutet an, dass Frauen es tendenziell eher schwieriger haben, einen Zugang zur Politik auf lokaler Ebene zu finden.

Mehr Frauen in der Politik gewünscht

Deutlich wurde aber auch der Wunsch, einer größeren Repräsentation von Frauen in der Politik. Das bewerten die Befragten mit 4,17 (fünf= trifft vollkommen zu). Die Umfrage zeigt auch, dass Belange und Probleme, die besonders Frauen betreffen, nicht ausreichend in der Politik vertreten werden.

Um dem Frauenmangel in der JU im Kreis Höxter aber auch darüber hinaus entgegenzuwirken, sei es ausschlaggebend, mögliche Gründe dafür zu betrachten, findet Leonard Rexhepi, Kreisvorsitzender der JU. Mit rund 28 Prozent wird die abschreckende Dominanz der Männer als Grund für fehlendes Engagement angegeben. Dazu kommt, dass knapp 21 Prozent der Befragten denken, dass weibliche Ansprechpartnerinnen fehlen.

Themen wie Gleichstellung von Frauen und Männern, der Arbeitsmarkt und Cybermobbing dominieren mögliche Interessenfelder. Auf die Frage, was Frauen motivieren könnte, sich politisch mehr zu engagieren, stimmten die meisten Teilnehmer (32 Prozent) für mehr Zuspruch der Politik selbst. Auch fehlende motivierende weibliche Vorbildern in der Politik werden häufig angeführt. „Nach vielen Überlegungen entschlossen wir Frauen der Jungen Union Höxter ein stärkeres Frauennetzwerk ins Leben zu rufen, um zusammen andere junge Frauen zur Teilnahme zu motivieren. Dazu haben wir bereits eine WhatsApp-Gruppe gegründet. Zukünftig streben wir aber auch Treffen in Präsenz an. Gerne würden wir so etwas wie einen ‚Frauenstammtisch‘ unterstützen“, erklärt die Mitgliederbeauftragte Denise Schafer die Ideen, was im Kreisverband Höxter getan werden kann, um mehr Frauen für ein politisches Engagement zu gewinnen.

Frauen sollen sich lokalpolitisch einsetzen

Die Arbeitsgruppe, die an der Umfrageauswertung gearbeitet hat, kommt zu einigen wichtigen Rückschlüssen: Weibliche Vorbilder und weibliche Ansprechpartnerinnen scheinen essenziell wichtig zu sein, um mehr junge Frauen für die Arbeit in der JU zu gewinnen. Daher sei das oberste Ziel, neben einer weiblichen Ansprechpartnerin auch mehr Frauen im Kreisvorstand zu etablieren. „Es bleibt zu hoffen, dass das schnellstmöglich auch in Präsenz und nicht mehr nur über soziale Medien stattfinden kann. Als nächste größere Veranstaltungen sind sowohl ein Frauenstammtisch als auch diverse Diskussionsrunden mit spannenden Gästen zu Themen wie Gleichstellung geplant“, sagt die Organisationsreferentin, Jette Anderson. Auch die ehemalige Stadtverbandsvorsitzende, Josefine Barisic-Sawatzky, ermutigt jungen Frauen sich lokalpolitisch für ihre Interessen einzusetzen. „Der nächste Kreisvorstand soll weiblicher und jünger werden“, sagt Kreisvorsitzender Leonard Rexhepi.

Wer Interesse hat, sich im Kreisverband Höxter der JU zu engagieren, kann sich an die Mitgliederbeauftragen Noah Potthast und Denise Schafer (Homepage) wenden oder direkt auf Instagram oder Facebook Kontakt aufnehmen.

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