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Stadtplanungsamt Paderborn informiert über die Erweiterungspläne des Ahorn-Sportparks

Mehr Raum für den Spitzensport

Paderborn

Das Stadtplanungsamt Paderborn hat Dienstagabend in der Lise-Meitner-Realschule über den Flächennutzungs- sowie den Bebauungsplan der Erweiterungen am Ahorn-Sportpark informiert. Renate Ahrens und Doris Kohrs präsentierten eine Stunde lang den allgemeinen Ablauf geplanter Bauverfahren, ehe im Anschluss auf die Baumaßnahmen im Ahorn-Sportpark eingegangen wurde.

Von Kevin Müller

Doris Kohrs (links) und Renate Ahrens vom Stadtplanungsamt stellten das Konzept zur Erweiterung des Ahorn-Sportparks vor. Foto: Kevin Müller

Das Gebiet umfasst die bestehende Ahorn-Sportpark-Halle sowie umliegende Freiflächen. Auf dem Gelände des Parks, der seit 1984 entwickelt wird und ursprünglich privat durch Heinz Nixdorf entstanden ist, seien die aktuellen Kapazitäten derzeit nicht ausreichend angesichts der intensiven Nutzung sowie der Förderung im Spitzensport in den Bereichen Baseball, Squash und Leichtathletik. Geplante Schritte sind daher eine Erweiterung der bestehenden Sporthalle im Norden durch eine eigene Baseball-Halle sowie Kraft- und Athletikräume.

Bau von Sportlerheimen geplant

Dadurch ersetzte Parkplätze sollen durch „Parkpaletten“ auf bereits bestehenden Stellflächen im östlichen Bereich kompensiert werden und fortan einen Mobilitätsknoten bilden, der auch Fahrradstellplätze und Ladestationen für E-Autos beinhalten werde. Im Rahmen eines „Campus-Konzeptes“ ist zudem der Bau von Sportlerheimen geplant, um Übernachtungsmöglichkeiten bieten zu können. Ob sich eine Hotelanlage oder doch eher ein Sportinternat anbietet, ist noch nicht sicher.

Das Konzept befasst sich zudem mit der Frage, wie die bereits bestehenden Einrichtungen mit den neuen Baumaßnahmen verbunden werden sollen. Es wird über eine Verlegung des Eingangs nachgedacht.

Das Campus-Konzept enthält darüber hinaus auch eine Neuordnung der Verkehrssituation: Demnach soll im Norden ein Wendehammer entstehen, wodurch die Verbindung zur Ahorn-Allee verschwindet und stattdessen eine neue Zufahrt eingerichtet wird. Die Alte Verbindung soll dann lediglich für Busverkehr sowie Fahrradfahrer und Fußgänger zugänglich sein. Im Eingangsbereich sollen zudem „halb-öffentliche Sportaktivitäten“ eingerichtet werden, die Renate Ahrens näher mit Parcours-Einrichtungen und Kletterwänden beschrieb. Auch eine Grünfläche in unmittelbarer Nähe soll als Kommunikationspunkt dienen. Grünbereiche sollen zudem die Alme-Aue und die bestehenden SCP-Anlagen verbinden. Ergänzend dazu fehle aktuell eine Radwegverbindung. Die bestehende Verbindung an der Ahorn-Allee in Richtung Heinz-Nixdorf-Ring soll daher erweitert werden.

Herbst 2022 wird als Startpunkt anvisiert

Parallel zur Planung der Sportpark-Erweiterungen finden zudem die Vorbereitungen zur Alme-Renaturierung durch den Wasserverband Obere Lippe statt. Da Flächennutzungs- sowie Bebauungsplan auch Teile des Landschaftsschutzgebietes beider Seiten der Alme-Aue mitberücksichtigen, sei laut Ahrens eine gute Koordination zwischen den beiden Projekten sehr wichtig und gegeben. Da die abgeschlossene Renaturierung noch etwa ein Jahr in Anspruch nehmen werde und die Bauprojekte im Ahorn-Sportpark erst im Anschluss daran aufgenommen werden sollen, wird der Herbst 2022 als Startpunkt anvisiert. Das Datum sei jedoch abhängig davon, wie die einzelnen Verfahrensschritte verlaufen und der Bebauungsplan angenommen wird.

Bedenken unter den Besuchern der Informationsveranstaltung galten besonders der geplanten Radweganbindung in Richtung Elsen, deren Notwendigkeit angezweifelt wurde. Stattdessen sei mit einer Störung sowohl der Anlieger als auch der Flora und Fauna zu rechnen. Mit den allgemeinen Ideen und Baumaßnahmen zum Sportpark zeigten sich die anwesenden Besucher jedoch zufrieden.

Weitere Stellungnahmen zu den geplanten Baumaßnahmen, die sich auch im Bauleitplanungsportal Paderborn abrufen lassen, können im Rahmen des ersten Schrittes der „frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit und Behörden“ noch bis zum 15. Oktober persönlich oder online an die Stadtverwaltung übermittelt werden.

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