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Rahdener Fachausschuss sieht keine andere Möglichkeit: „Bezirksregierung könnte verweigertes Einvernehmen ersetzen“

Meierguss: Stadt erteilt ihr Einvernehmen

Rahden

Der Bau- und Planungsausschuss hat ohne Gegenstimmen entschieden, dass die Stadt Rahden ihr „gemeindliches Einvernehmen“ zu den Produktionserweiterungsplänen der Firma Meierguss geben soll.

Von Dieter Wehbrink

Ein Blick in die Produktion von Meierguss, die das Unternehmen mengenmäßig erheblich erweitern will – unter anderen durch eine dritte Schicht. Foto: Michael Nichau

Eine andere Möglichkeit sah Bürgermeister Dr. Bert Honsel nicht: „Wir sind als Stadt nicht die zuständige Genehmigungsbehörde, sondern die Bezirksregierung in Detmold.“ Erteile Rahden das Einvernehmen nicht, könne es einfach von der Bezirksregierung ersetzt werden. Die Eisengießerei hatte bei der Bezirksregierung den Antrag gestellt, die Verarbeitungskapazität an Flüssigmetallen im Werk Rahden von bisher 68.000 genehmigten Tonnen pro Jahr auf 100.000 Tonnen zu steigern. Um dieses Ziel zu erreichen, will das Unternehmen die dritte Schicht einführen.

In einer Sitzungsunterbrechung schilderten Daniela Ortgies und Marion Spreen vom Aktionsbündnis Lebenswertes Rahden ihre Sorgen mit Blick auf den Anliegerschutz und die Umwelt. Vertreter von Meierguss verwiesen auf vorliegende Gutachten, nach denen die umweltrelevanten Werte eingehalten würden.

Bei der Abstimmung enthielen sich die beiden Ausschussmitglieder von Bündnis 90/Die Grünen, Winrich Dodenhöft und Manfred Krämer. Dodenhöft hatte zuvor seine Sorge wegen der Steigerung des CO2-Ausstoßes aufgrund der Produktionssteigerung geäußert.

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