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Ex-Geschäftsführer Ruff will Gehalt einklagen – Vergleich zunächst gescheitert

Tönnies: Millionenpoker vor Gericht

Bielefeld/Rheda-Wiedenbrück

Beim Rheda-Wiedenbrücker Fleischkonzern Tönnies hat der von Mitgesellschafter Robert Tönnies erzwungene Abgang des Geschäftsführers Andres Ruff im Oktober 2020 ein juristisches Nachspiel. Der 60-jährige Manager klagt auf Zahlung von Gehältern, Boni und Tantiemen. Er fordert insgesamt bis zu drei Millionen Euro. Am Mittwoch scheiterte zum Auftakt ein erster Vergleichsversuch am Landgericht Bielefeld.

Von Oliver Horst

Ex-Tönnies-Geschäftsführer Andres Ruff (60) im Gerichtssaal. Der Manager hat den Konzern auf Zahlung von Gehalt, Tantiemen und Boni verklagt. Er fordert bis zu drei Millionen Euro, signalisierte aber Bereitschaft zu einem Vergleich bei rund einer Million. Foto: Bernhard Pierel

Das Gericht unter Vorsitz von Richter Georg Müller hatte eine Summe von 700.000 bis 750.000 Euro vorgeschlagen. Während Ruff signalisierte, mit rund einer Million einverstanden zu sein, boten der Konzern 450.000 Euro und ein Vertreter von Robert Tönnies zusätzlich 50.000 Euro an. Zu einer weiteren Annäherung kam es im Gerichtssaal nicht. Das Verfahren soll nun fortgesetzt werden – parallel könnten Gespräche über eine außergerichtliche Einigung erfolgen.

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