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Ulrich Gerken aus Bad Lippspringe produziert die „kantige“ Hövelhofer Skulptur im Kleinformat

„Mini-Hermann“ aus dem 3D-Drucker

Hövelhof/Bad Lippspringe

Der „kantige Hermann“ in Hövelhof an der Raiffeisenstraße ist drei Meter hoch. Wer Gefallen an der Skulptur findet, kann sie jetzt als Souvenir kaufen: Der Bad Lippspringer Ulrich Gerkens produziert den „Mini-Hermann“ im 3D-Drucker.

Schicht für Schicht gedruckt: Ulrich Gerken hat den „kantigen Hermann“ aus Hövelhof als Kleinserie in 3D-Technik hergestellt.Schicht für Schicht gedruckt: Ulrich Gerken hat den „kantigen Hermann“ aus Hövelhof als Kleinserie in 3D-Technik hergestellt. Foto: Verkehrsverein Hövelhof

Den „kantigen Hermann“, der seit Mai 2020 im Bereich Raiffeisenstraße/Sennestraße steht, gibt es jetzt auch im Miniformat. Was im Original drei Meter hoch und 180 Kilogramm schwer ist, misst im Modell gerade einmal zwei Handbreit in der Höhe und wiegt nur ein wenig mehr als eine Tafel Schokolade.

Entstanden sind die Modelle im 3D-Druck bei Ulrich Gerken in Bad Lippspringe. Der gelernte Werkzeugmacher und Konstrukteur für Spritzgieß- und Stanzwerkzeuge hat im vergangenen Jahr auch das Geschäftsfeld additive Fertigung besetzt.

Auf einer Fahrradtour fiel Gerken der „kantige Hermann“ ins Auge, der auf politischer Ebene für Wirbel sorgte. Ihm gefiel der in unterschiedlichen Blautönen lackierte „Hermann“ auf Anhieb. Die Konstruktion von rund 400 kantigen Vielecken hatte ihn sofort in den Bann gezogen. „Die Figur ist doch wie geschaffen für den 3D-Druck“, sagte er sich und nahm umgehend Kontakt mit dem Hövelhofer Unternehmer Hans-Georg Liemke (Elha-Maschinenbau) auf.

Der kantige, verfremdete Hermann war seinerzeit in einer übergreifenden Gemeinschaftsarbeit des Düsseldorfer Architektenbüros One Fine Day, der Hövelhofer LST Laserschneidtechnik GmbH und des Ausbildungsnetzwerkes Bang entstanden.

Um den Hermann drucken zu können, brauchte Ulrich Gerken natürlich die digitalen Daten der Figur. Nach einem Telefonat mit Hans-Georg Liemke trafen die CAD-Daten auf Gerkens Rechner ein. Nach erforderlichen technischen Anpassungen war der Hermann bereit zum ersten Druck. Im 40.000 Euro teuren großen Hochleistungsdrucker nahm die Hövelhofer Figur Schicht für Schicht Gestalt an. Rund vier Stunden dauert es, bis die Figur in Lagen von je drei zehnteln Millimetern bis zur Schwertspitze gewachsen ist.

Vom kantigen Mini war auch Hans-Georg Liemke auf Anhieb begeistert und orderte umgehend eine Kleinserie, die er Kunden und Freunden vorführte.

Zu den ersten Hövelhofern, die das Modell zu Gesicht bekamen, gehörte Thomas Westhof, Leiter der Stabsstelle Marketing im Hövelhofer Rathaus. Er erkannte sofort, dass der Mini-Hermann das Zeug zu einem sympathischen Souvenir für die Sennegemeinde hat und orderte ebenfalls eine Kleinserie als Souvenir im Sortiment des Verkehrsvereins für die Tourist-Info im Schlossgarten. Ab sofort ist die 24 Zentimeter große Figur dort für 35 Euro erhältlich.

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