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Jugendamts-Mitarbeiter ist freigestellt worden – LKA untersucht erneut Wohnwagen von Andreas V. nach Spuren

Missbrauchsfall Lügde: Landkreis Hameln räumt Fehler ein

Hameln/Lügde (WB/dpa). Nach dem massenhaften sexuellen Kindesmissbrauch auf einem Campingplatz im nordrhein-westfälischen Lügde (Kreis Lippe) hat der Landkreis Hameln-Pyrmont Fehler eingeräumt.

Landrat Tjark Bartels bei der Pressekonferenz. Foto: dpa

 »Es ist falsch, nachträglich einen Vermerk in die Akte einzufügen« , sagte Landrat Tjark Bartels (SPD) in Hameln. Der betreffende Jugendamts-Mitarbeiter sei freigestellt worden. Er habe nach Bekanntwerden der Missbrauchsvorwürfe im Dezember die Akte »besser lesbar machen wollen« und daher seine Darstellung auf den 20. Juni rückdatiert.

Das Jugendamt hatte den 56 Jahre alten Hauptverdächtigen in dem Missbrauchsfall Anfang 2017 auf Wunsch der im Kreis Hameln lebenden Mutter als Pflegevater für ein kleines Mädchen eingesetzt. Weil es pädagogische Defizite gab, sei der Mann wöchentlich von einem Träger der Familienhilfe besucht worden. Allerdings habe es im Frühjahr 2018 eine achtwöchige Lücke gegeben. »Ich glaube, dass wir es besser hätten begleiten sollen. Ich glaube aber nicht, dass wir diesen sexuellen Missbrauch erkannt hätten«, sagte Bartels.

LKA untersucht Gartenlaube und Wohnwagen von Andreas V.

Hinweise an die Polizei aus dem Jahr 2016, dass der 56-Jährige sich übergriffig dem Mädchen gegenüber geäußert habe, sind dem Landrat zufolge nach jetzigem Erkenntnisstand nicht an das Jugendamt Hameln weitergeleitet worden.

Derweil suchten Mitarbeiter des Landeskriminalamtes weitere Spuren am Campingplatz. Der Wohnwagen sowie die Gartenlaube des Hauptverdächtigen Andreas V. wurden von der Spurensicherung erneut untersucht.

Hier lesen sie alles zum Missbrauchsfall Lügde .

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