OA-Vorsitzende vorgestellt: Albert Speith setzt 1200-Jahrfeier, Neubaugebiet und Kunstrasen auf Agenda – mit Kommentar

„Mit 66 ist noch lang noch nicht Schluss“

Brenkhausen

Mit 66 Jahren hat die Kommunalpolitik für Albert Speith erst so richtig angefangen. Seit einem halben Jahr ist der Diplom-Finanzwirt Ortsausschussvorsitzender von Brenkhausen. Es gibt große Herausforderungen und bereits die ersten Erfolge. Das Jahr 2022 wollen sie im Schelpedorf aus gegebenem Anlass mit einem großen Feuerwerk begrüßen.

Jürgen Drüke

Der Daumen zeigt nach oben: Der neue Ortausschussvorsitzende Albert Speith kann in schweren Zeiten bereits auf Erfolge für Brenkhausen verweisen. Foto: Jürgen Drüke

„Wir feiern im nächsten Jahr einen stolzen Geburtstag und bereiten die 1200-Jahrfeier unserer Ortschaft vor“, berichtet Albert Speith gegenüber dieser Zeitung. Zahlreiche Veranstaltungen und Feiern, die über das gesamte Jahr verteilt werden sollen, sind geplant. „Das Hauptfest steht für das Johanni-Wochenende vom 24. bis 26. Juni 2022 im Terminkalender“, blickt Speith zuversichtlich nach vorne.

Der Blick ins „Tal Gottes“ zeigt einen Teil des Unterdorfes von Brenkhausen. Foto: Jürgen Drüke

Rückblick: Der Christdemokrat hatte bei der Kommunalwahl am 13. September 2020 in der 1300 Einwohner zählenden Ortschaft ein stattliches Ergebnis von weit mehr als 50 Prozent eingefahren. Albert Speith trat damals die Nachfolge von Martin Finke (SPD), der nicht mehr kandidiert hatte, an. Der Steuerberater der Kanzlei Speith & Gieffers genießt in seinem Heimatort ein hohes Ansehen. „Die Pandemie macht die Arbeit sicherlich nicht leichter. Wir nutzen trotzdem die Zeit und haben in Brenkhausen einiges vor“, verweist der OA-Chef auf einen personell veränderten Ortsausschuss, engagierte Bürgerinnen und Bürger und die vielen starken Vereine im Tal Gottes – auch so wird Brenkhausen genannt .

Albert Speith vor dem Kloster in Brenkhausen. Foto: Jürgen Drüke

„Im Kommunalwahlkampf des vergangenen Jahres habe ich gespürt, was Teamarbeit auszeichnet. Höxter und seine zwölf Ortschaften besitzen tolle und engagierte Menschen, Vereine, Unternehmen und Institutionen. Wir alle zusammen können viel erreichen“, setzt Speith auf das Wir-Gefühl und zeigt dem Kirchturmdenken die Rote Karte: „Die Zusammenarbeit ist über die Dorfgrenzen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels wichtig.“ Die Landesgartenschau 2023 in Höxter sei eine Riesen-Herausforderung. Doch deshalb dürften die anderen Großprojekte nicht vernachlässigt oder womöglich sogar auf der Strecke bleiben. Jetzt sollte alles, wie beschlossen und in den Ratsbeschlüssen versprochen, zu einem guten Ende gebracht werden. Andernfalls mache sich die Kommunalpolitik unglaubwürdig.

Albert Speith (links) ist für die CDU Mitglied im Rat der Stadt Höxter. Foto: Jürgen Drüke

Dabei setzt der neue OA-Vorsitzende auf den Verjüngungsprozess: „Wir brauchen die jungen Menschen im Dorf und in der Kommunalpolitik.“ Der passionierte Radfahrer tritt für seinen Heimatort kräftig in die Pedale. Speith hat sich im Schelpedorf für ein Neubaugebiet auf Höhe der ehemaligen Grundschule und des jetzigen Dorfgemeinschaftshauses stark gemacht. Die Stadt Höxter habe reagiert und bemühe sich um die Umsetzung.

Der neue OA-Vorsitzende von Brenkhausen ist ein gefragter Mann. Foto: Jürgen Drüke

Der Klostergarten werde in Kürze mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) umgestaltet. „200.000 Euro beträgt das Brutto-Budget. Das Geld ist gut angelegt“, ist der OA-Vorsitzende überzeugt. „Im Jubiläumsjahr wird der Klostergarten für Gäste und Einheimische ein Anziehungspunkt sein“, freut sich Speith auf die Verschönerung. Der OA-Vorsitzende ist zudem guter Dinge, dass der Kunstrasenplatz, wie geplant 2022, in Brenkhausen gebaut wird: „Nachdem der Platz in Albaxen nun mit Bundes-Fördermitteln in Angriff genommen wird, ist Brenkhausen 2022 an der Reihe. So ist es politisch beschlossen.“ Der Platz sei für das Zentrum West, das sind die Ortschaften Lütmarsen, Ovenhausen, Bosseborn und Brenkhausen immens wichtig.“ Eine bessere Radanbindung an Höxter und die Renovierung der Nordstraße stehen zudem auf der Speith-Agenda. „Wenn Politik glaubwürdig ist und Beschlüsse umsetzt, kommt sie bei den Bürgern an“, ist der OA-Vorsitzende überzeugt.

Albert Speith bereut den Schritt in die Kommunalpolitik nicht: „Es macht Spaß. Die Präsenz-Ortsauschusssitzungen sind seit dem 1. April wieder angelaufen. Es geht in jeder Hinsicht voran“, setzt der OA-Vorsitzende auf eine erfolgreiche Amtszeit. Für den spätberufenen Kommunalpolitiker ist deshalb sicher: „Mit sechsundsechzig ist noch lang noch nicht Schluss...“

Ein Kommentar von Jürgen Drüke

Eine Bürgerversammlung stieß im Februar 2020 im Dorfgemeinschaftshaus auf große Resonanz. Die 1200-Jahrfeier 2022 sollte in Brenkhausen bereits im vergangenen Jahr vorbereitet werden. Im Tal Gottes stellten sie sich für das stolze Jubiläum auf. Dann kam Corona.

Die Vorbereitungen des historischen Geburtstags wurden von einer historischen Pandemie ausgebremst. Albert Speith war Anfang 2020 noch nicht in Amt und Würden und ging nach seiner Wahl im September 2020 mitten in der Pandemie als OA-Vorsitzender mit großer Tatkraft an die Arbeit. Die Botschaft des Neuen: „2022 wird gefeiert!“ Der Klostergarten, der Einsatz für ein Neubaugebiet sowie der Kampf für den geplanten Kunstrasenplatz sorgen für eine Aufbruchstimmung. Im Schelpedorf wird zukunftsorientierte Politik gemacht.

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