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Helga Weber-Kruck als Bufdi im Schweitzer-Haus verabschiedet – Neues Engagement bei Fridays für Future

Mit 78 Jahren in den Freiwilligendienst

Steinheim

Mit 78 Jahren ist Helga Weber-Kruckdie älteste Bufdi (Bundesfreiwilligendienstleistende), die es im Helene-Schweitzer-Haus in Steinheim jemals gegeben hat. Im Oktober 2020 hatte sie den Dienst in der stationären Pflege angetreten und wurde jetzt, nach einem Jahr, mit Dank und Anerkennung von Hausleiterin Annette Wennrich verabschiedet.

Hausleiterein Annette Wennrich (rechts) bedankt sich bei Helga Weber-Kruck für ihren Einsatz als Bufdi im Helene-Schweitzer-Haus in Steinheim Foto: Maya S. Mangiacapra

„Ich fühle mich nicht zu alt, um mich zu engagieren“, betonte Weber-Kruck und erzählte, dass sie im Vorfeld langjährig als Presbyterin und Synodalälteste in der evangelischen Kirchengemeinde tätig gewesen sei. Diese Ämter habe sie mit dem vollendeten 75. Lebensjahres aufgrund der Altersregularien abgeben müssen. Daher habe sie sich eben neue Aufgaben gesucht.

Dankbarkeit der Pflegekräfte

Im Helene-Schweitzer-Haus hatte sie als Presbyterin schon während der Gottesdienste, die sie regelmäßig im Nachbarschaftszentrum hielt, Bezug zu den Bewohnern der Einrichtung. „Die Arbeit mit den Menschen im Wohnbereich war für mich dann ganz besonders. Ich habe gemerkt, dass ich gebraucht wurde und ich habe hier viel Schönes erlebt“, sagte Weber-Kruck rückblickend und äußerte in diesem Zusammenhang ihre Dankbarkeit gegenüber den Präsenzmitarbeiterinnen und Pflegefachkräfte für die liebe-volle Anleitung in den einzelnen Arbeitsfeldern, die sie während des vergangenen Jahres erhalten habe.

Gleichgesinnte unter den Bewohnern

Hausleiterin Annette Wennrich beschrieb den Einsatz von Weber-Kruck als bemerkenswertes Engagement. „Es war etwas Besonderes mitzuerleben, wie ein bekanntes Gesicht, das ich in der Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde kenne, plötzlich eine ganz andere, neue Position einnimmt“, erklärte sie und fügte hinzu: „Das war eine tolle Basis für die Arbeit hier. Frau Weber-Kruck hat viel Ruhe und Erfahrung mitgebracht und aufgrund ihres Alters, wurde sie als Gleichgesinnte von unseren Bewohnern wahrgenommen. Besonders für die Bewohner mit erhöhtem Betreuungsbedarf war das ein echter Gewinn.“

Auch in Zukunft möchte Weber-Kruck sich noch nicht zur Ruhe setzten und hat bereits neue Pläne gemacht: „Ich möchte jede Woche dienstags herkommen, um meinen alten Wohnbereich zu betreuen. Mittwochs möchte ich den Kochkurs mit der evangelischen Frauenhilfe weiterführen, der Corona bedingt nicht mehr stattgefunden hat. Donnerstags werde ich weiterhin Gottesdienste begleiten und freitags möchte ich mich ab jetzt bei den ‘Friday for Future‘ engagieren“, kündigt die rüstige Seniorin an.

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