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Paderborner Frauen- und Kinderklinik St. Louise verabschiedet Hausoberin Schwester M. Mediatrix Altefrohne

Mit fast 90 Jahren geht sie in den Ruhestand

Paderborn

In der Frauen- und Kinderklinik St. Louise ist vor wenigen Tagen die älteste Mitarbeiterin der St.-Vincenz-Krankenhaus GmbH verabschiedet worden: Mit fast 90 Jahren schied Schwester M. Mediatrix Altefrohne aus dem aktiven Dienst als Hausoberin aus.

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Schwester M. Mediatrix Altefrohne, ehemalige Hausoberin der Frauen- und Kinderklinik St. Louise. Foto: St.-Vincenz-Krankenhaus GmbH

Mehr als 17 Jahre lang hat sie diese Aufgabe mit viel Weisheit, Güte und Barmherzigkeit ausgeübt, war die „gute Seele“ des Hauses: „Wir sind barmherzige Schwestern, dies sehe ich als stete Mahnung barmherzig zu handeln“, betonte sie. Dabei war es ihr ein großes Anliegen für alle Patienten, Angehörige und Mitarbeiter da zu sein – unabhängig von der Konfession oder Stärke des Glaubens. „Ich habe immer versucht, die christlichen Werte in unserem Krankenhaus dauerhaft zu festigen: im Menschenbild, im Miteinander und im Umgang mit den Patienten und Mitarbeitern.“

Eine Herzensangelegenheit waren ihr darüber hinaus die wöchentlichen Segnungsfeiern für die Neugeborenen. Doch genauso war es ihr ein großes Anliegen Eltern zu begleiten, die ein Sternenkind zu betrauern hatten. Gemeinsam mit Verantwortlichen aus dem St. Johannisstift etablierte sie ökumenische Trauerfeiern für Sternenkinder.

Sehr viel Wissen, große Offenheit

Um den Familien einen würdevollen Abschied zu ermöglichen, setzte sie sich außerdem für einen Verabschiedungsraum in Nähe der Krankenhauskapelle ein – ein stiller Ort für Angehörige um in Ruhe zu trauern und zu beten. „Wir alle werden Schwester M. Mediatrix sehr vermissen. Sie war eine wunderbare Krankenhaus-Seelsorgerin, die diese Aufgabe mit großer Erfahrung, sehr viel Wissen und großer Offenheit ausgeübt hat“, betont Sr. Bernadette M. Putz, Geschäftsführerin der St.-Vincenz-Krankenhaus GmbH.

Sr. M. Mediatrix kann auf eine bewegte Vita zurückblicken: Bevor sie der Ordensgemeinschaft der Vincentinerinnen beitrat, absolvierte sie ihr Examen als Krankenschwester und eine Physiotherapie-Ausbildung in Dortmund. 1960 legte sie ihr Abitur ab und begann anschließend ein Theologie-Studium. Neben vielen anderen Aufgaben, die sie im Dienst des hl. Vincenz erfüllte, wurde sie 1992 zur Generaloberin der Vincentinerinnen ernannt. Ab 2004 war sie schließlich als Hausoberin in der Frauen- und Kinderklinik tätig.

„Unser Platz ist dort, wo uns die Kranken brauchen. Diese Worte des Heiligen Vincenz klingen noch immer in mir nach“, so Sr. M. Mediatrix. In den nächsten Tagen wird sie in das St. Vincenz-Altenzentrum umziehen. „Ich freue mich darauf, hier einige meiner Mitschwestern und Wegbegleiterinnen wiederzutreffen. Ich stehe der kommenden Zeit mit großer Offenheit gegenüber und bin einfach gespannt.“

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