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Weltgebetstag der Frauen in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist Stukenbrock von katholischer Frauengemeinschaft organisiert

Mit Friedensgebet für die Ukraine

Schloß Holte-Stukenbrock

Mit einem Friedensgebet haben die Frauen den Weltgebetstag am Freitag in der Pfarrkirche St.-Johannes Baptist abgeschlossen. „Wir beten, dass Versöhnung Hass bezwingt, Frieden Krieg besiegt, Hoffnung Verzweiflung überwindet. Wir beten für die Ukraine und alle, die unter Krieg und Gewalt leiden.“

Von Monika Schönfeld

Den Weltgebetstag der Frauen haben (von vorn) Veronika Esser, Gabi Bonensteffen, Cilly Seliger, Dorothea Lüke und Ingrid Scholl in der St.-Johannes-Baptist-Pfarrkirche vorbereitet. Die Stufen zum Altar sind in den Regenbogenfarben dekoriert, die Teekanne steht für das Café, in dem misshandelte Frauen Schutz finden. Die Kollekte wurde passend in einer Teekanne gesammelt. Damit werden 100 Frauenprojekte in aller Welt unterstützt. Am Ende des Gottesdienstes konnten die Frauen einen Teebeutel, ein Teelicht und Streichhölzer mit Regenbogenmotiv mitnehmen. Foto: Monika Schönfeld

Traditionell wird der Weltgebetstag von Frauen aus einem Land vorbereitet. Das Material wird im Internet zur Verfügung gestellt, aus dem sich die Frauen vor Ort bedienen. Frauen aus England, Wales und Nordirland haben den Tag vorbereitet.

Allerdings ist ein Hauptthema die Situation in der Ukraine. „In diesen dunklen Tagen, Schutz suchend vor den Bomben und Granaten, in Kellern und Bunkern geben eure Solidarität und eure Unterstützung uns Hoffnung“, hat eine Ukrainerin an das Weltgebetstagskomitee geschrieben. In den vergangenen Tagen waren bei ihnen Solidaritätsbekundungen, Hilfsangebote und Friedensgebete von den Weltgebetstagsbewegungen in Kroatien, Polen, Rumänien, Deutschland, aber auch aus Russland und vielen weiteren Ländern eingetroffen. „Wir sind dankbar für eure Gebete, für die militärische und humanitäre Hilfe eurer Länder, für jede Person, die geflüchteten Menschen hilft oder sich an Anti-Kriegs-Demonstrationen beteiligt“, so die Weltgebetstagsfrauen aus der Ukraine.

Fassungslos und verzweifelt reagierten auch Weltgebetstagsfrauen aus Russland: „Wir beten für unsere Brüder und Schwestern in der Ukraine. Mögen diese furchtbaren Zeiten bald ein Ende haben.“

In Deutschland, der Ukraine und weiteren rund 150 Ländern weltweit sind Frauen unterschiedlicher christlicher Konfessionen oft seit Jahrzehnten in der Weltgebetstagsbewegung engagiert. Die größte Basisbewegung christlicher Frauen steht seit ihren internationalen Anfängen vor bald 100 Jahren für Frieden, Geschlechtergerechtigkeit und Versöhnung. In den 1940er Jahren feierten Weltgebetstagsfrauen in England ihre Gottesdienste trotz deutscher Bombenangriffe. Ihr kleines Büro mit allen Unterlagen wurde 1941 bei einem Luftangriff zerstört.

Frauen aus England, Wales und Nordirland haben die Gebete, Lieder und Texte zum Weltgebetstag 2022 ausgesucht. Kriegsgefahr und Klimawandel, Inflation und Corona-Pandemie: Mit Angst und Unsicherheit blicken viele Menschen in die Zukunft. Am ökumenischen Weltgebetstag setzen Frauen aus England, Wales und Nordirland den oft düsteren Aussichten einen ermutigenden Gottesdienst mit dem Titel „Zukunftsplan: Hoffnung!“ entgegen. Allein in Deutschland wurden am Freitag etwa 800.000 Teilnehmer erwartet.

Die tiefe weltweite Verbundenheit beim Weltgebetstag wird auch durch die Kollekten und Spenden spürbar. Sie unterstützen vor allem Frauen- und Mädchenprojekte in Afrika, Asien, Europa, Lateinamerika und dem Nahen Osten.

Beim Weltgebetstag im Corona-Jahr 2021 aus Vanuatu sind mehr als 3,1 Millionen Euro in Deutschland an Kollekten und Spenden beim Deutschen Weltgebetstagskomitee eingegangen. Das ist das beste Ergebnis, seitdem der Tag in Deutschland gefeiert wird.

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