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Helga Lazar geht als Direktorin des Goerdeler-Gymnasiums Paderborn in Pension

Mit Kraft und Beharrlichkeit gewirkt

Paderborn

Bei einer Feierstunde anlässlich der Pensionierung der Oberstudiendirektorin Helga Lazar hoben viele besonders ihre Leidenschaft für die Mint-Fächer und ihren unermüdlichen Einsatz für ihre Schule hervor.

Bunte Ballons zur Pensionierung: Helga Lazar (links) geht nach zwölf Jahren als Schulleiterin am Goerdeler-Gymnasium in den Ruhestand. Kollegen, Eltern, Schüler, Familie und Weggefährten verabschieden sie gemeinsam mit ihrem Stellvertreter Martin Mevius (rechts) mit guten Wünschen. Foto: N. Lamberty-Freckmann

„Sie haben uns für Biologie begeistert…“, beginnt die Karte eines Sechstklässlers, die gemeinsam mit vielen weiteren Dankes- und Wunschkarten der Schülerschaft vor dem Goerdeler-Gymnasium in den Himmel stieg. Nach 38 Jahren im Schuldienst, davon zuletzt zwölf Jahre als Schulleiterin des Paderborner Gymnasiums, wurde sie jetzt verabschiedet.

Helga Lazar hatte 1974 ihr Abitur am Paderborner Pelizaeus-Gymnasium gemacht und anschließend in Aachen die Fächer Biologie und Chemie studiert. Nach dem Referendariat in Jülich trat sie 1985 ihre erste Stelle als Studienrätin am Privatgymnasium Brede in Brakel an. 1994 wechselte sie an das Paderborner Reismann-Gymnasium, wo sie 2002 zur Oberstudienrätin und 2003 mit dem Amt der stellvertretenden Schulleiterin zur Studiendirektorin befördert wurde. Zeitgleich mit dem erfolgreichen Abschluss des Masterstudienganges „Schulmanagement“ wurde Helga Lazar im August 2009 zur Schulleiterin des Goerdeler-Gymnasiums ernannt.

Das wohl der Schule stand für sie im Mittelpunkt

Eine „sehr stringente Berufsbiografie“ zeichnete Dr. Andreas Müller, Dezernent der Bezirksregierung, damit in seinem Grußwort nach und beschrieb die 65-jährige als äußerst gewissenhaft, engagiert und innovativ. Ihr professionelles Qualitäts- und pädagogisches Führungsverständnis hätten nicht zuletzt das gemeinsam mit Kollegen, Eltern und Schülern entwickelte Leitbild der Schule geprägt.

Peter Lütke-Westhues hob als Sprecher der Paderborner Gymnasien hervor, mit welcher Kraft und Beharrlichkeit seine Amtskollegin oft für ihre Sache eingetreten sei. Dabei habe sie nie sich als Person, sondern immer das Wohl ihrer Schule im Mittelpunkt gesehen.

Lazars Vision von Schule skizzierten als Vertreter des Kollegiums Manuela Ziemer und Sven Kost: „Die Stärkung der Mint-Fächer, verbunden mit Teilhabe an unserer von Wissenschaft und Technik geprägten Welt, das Erreichen von Begeisterung für naturwissenschaftliche Phänomene, die in Ihnen selbst veranlagt ist, fächerübergreifendes Arbeiten sowie die Förderung kreativ-gestalterischer Kompetenzen waren Ihnen als Schulleiterin ein besonderes Anliegen.“ Schwerpunkte der Umsetzung seien in den vergangenen Jahren die Einrichtung der naturwissenschaftlichen Profilklasse in der Erprobungsstufe, der Ausbau zahlreicher außerschulischer Kooperationen und die Digitalisierung gewesen. Die Profilschärfung der Schule sei durch die Auszeichnungen als „Mint--freundliche“ und „Digitale Schule“ auch nach außen erfolgt.

Zum Abschied gab es eine Feuersäule mit Schullogo

Diese Einschätzung teilten Schulpflegschaftsvorsitzende Sabine Frey und Elternvertreter, die immer gespürt hätten, dass Lazar „für ihre Aufgabe brenne“. Zum Abschied überreichten sie dazu passend eine Feuersäule mit Schullogo und dankten für die Offenheit, das Kommunizieren auf Augenhöhe, das Eintreten für soziale Gerechtigkeit und das pädagogische Geschick.

Die konstruktive Zusammenarbeit mit Eltern, Schülerschaft und Kollegium betonte Helga Lazar auch in ihren eigenen Abschiedsworten. Sichtlich gerührt bedankte sie sich bei den zahlreichen Gästen für ihr Kommen, was coronabedingt lange nicht sicher gewesen war.

Mit dem Läuten der bronzenen Schulglocke, die die Partnerschule aus Przemysl zum Schuljubiläum geschenkt hatte, gab sie schließlich auf dem Schulhof das Signal für den Ballonstart.

Am letzten Schultag überraschte Helga Lazar dann noch mit einem Eiswagen auf dem Schulhof – und spendierte zum Abschied allen ein Eis.

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