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Freibäder nehmen erst etwas später teil – Salzkotten-Marathon am 6. Juni

Modellprojekt Sport startet kreisweit am 25. Mai

Paderborn

Am Dienstag nach Pfingsten, 25. Mai, starten Kreis und Stadt Paderborn das Modellprojekt Sport. Das gaben Landrat Christoph Rüther und Paderborns Bürgermeister Michael Dreier im Ahorn-Sportpark bekannt.

Matthias Band

Landrat Christoph Rüther (von links), Projektleiter Dirk Happe, Edith Rehmann-Decker (Kreis Paderborn) und Paderborns Bürgermeister Michael Dreier haben das Modellprojekt und Details dazu am Freitag im Ahorn-Sportpark vorgestellt. Foto: Jörn Hannemann

Das Land hatte am Donnerstag grünes Licht gegeben , sofern die Inzidenz für den Kreis nach den Zahlen des Landeszentrums Gesundheit (LZG) weiterhin unter der 100er-Marke bleibt. „Sport ist für viele Menschen ein wichtiger Bestandteil des Lebens“, sagte Rüther mit Blick auf die neuen Möglichkeiten. Jetzt könne wieder mehr für Körper und Geist getan werden. Es freue ihn, das sich fast alle Kommunen beteiligten.

Ab Dienstag ist der Besuch von ausgewählten Sportstätten und Schwimmbädern wieder möglich. Nicht alle Einrichtungen öffnen allerdings gleich am Dienstag. Mai, viele Freibäder erst im Laufe der nächsten Wochen. Das Projekt sollte eigentlich schon im April starten, wegen der gestiegenen Inzidenzwerte verzögerte es sich.

Frei- und Hallenbäder

Die Schwimmoper beteiligt sich bereits ab Dienstag ebenso wie das Hallenbad Delbrück. Starttermin in der Westfalen-Therme in Bad Lippspringe ist der 29. Mai. Der Starttermin für das Eggebad in Altenbeken steht noch nicht fest. Das Waldschwimmbad in Bad Wünnenberg, das Freibad in Büren, das Freibad Harth-Weiberg, das Lichte­nauer Freibad, das Naturbad Altenautal und die Sälzer Lagune beteiligen sich ebenfalls an dem Projekt. Wann es dort losgeht, ist noch unklar. Zwar öffnet die Lagune bereits an diesem Samstag, dann allerdings noch nicht als Teil des Modellprojektes.

Der Unterschied: Beim Modellprojekt ist auch die Öffnung des Kiosks und der Liegeflächen erlaubt, aktuell ist hingegen nur Schwimmen möglich. Die Öffnungstermine der Freibäder im Zuge des Projekts werden auf der Internetseite www.sportmodellregion.de bekanntgegeben. Dort sollen auch die tagesaktuellen Öffnungszeiten aller Sportstätten und die Zugangsvoraussetzungen veröffentlicht werden.

Salzkotten-Marathon

Auch der Salzkotten-Marathon ist Teil des Modellprojektes. Er geht am Sonntag, 6. Juni, über die Bühne. 1000 Starter sind möglich, 500 Anmeldungen liegen vor. Die Teilnehmer sollen in vier Gruppen à 250 Startern und dann noch mal in 25er-Gruppen eingeteilt werden. „Ich musste versprechen, dass ich mitlaufe“, sagte Rüther.

Hallensport

Die Sporthalle der Mühlenschule in Hövelhof steht von Dienstag an zur Verfügung. Zwei Sportvereine werden die Halle für Tischtennis und Badminton nutzen, erklärte Projektleiter Dirk Happe. Happe betonte die strengen Hygienevorschriften, die überall aufgestellt wurden. „Wir wollen keine Hotspot-Situation erschaffen. Wir sind hochmotiviert und sehen das als große Chance“, sagte er.

Im Ahorn-Sportpark, der ebenfalls ab Dienstag für das Projekt genutzt wird, werden alle Sportangebote über die Vereine organisiert. „Vereine können sich melden“, sagte Ahorn-Sportpark-Geschäftsführer Ralf Pahlsmeier. Unter anderem ist es möglich, über den Ahorn-Sport- und Freizeitclub Paderborn Badminton-Courts und über Ahorn-Squash Squashcourts zu buchen.

Bürgermeister Dreier betonte, dass jeder Verein aus dem Kreisgebiet die Möglichkeit habe, den Sportpark zu nutzen. Die Duschen in den Sporthallen sind anders als in den Schwimmbädern weiterhin geschlossen. Im Außenbereich des Ahorn-Sportparks gelten die Bestimmungen der aktuellen NRW-Corona-Schutzverordnung. Er ist ohne Registrierung nutzbar. Dreier lobte die Zusammenarbeit aller am Projekt beteiligten Organisationen . „Ich bin überzeugt davon, dass wir als Sportregion in NRW das Projekt als Leuchtturm gestalten werden“, sagte er.

Voraussetzungen

Sportler, die in den Sportstätten trainieren wollen, benötigen einen negativen Test (PCR-Test, Antigen-Schnelltest oder beaufsichtigter Antigen-Selbsttest), der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Dies gilt auch für Kinder ab dem Schuleintritt. Der Einlass wird überall kontrolliert. In den Sportstätten ist ein digitaler Check-in mit der Luca-App erforderlich. Der Schlüsselanhänger zur App ist als analoge Alternative einsetzbar. Zudem werden die Postleitzahlen für die wissenschaftliche Auswertung des Projekts abgefragt. Für vollständig Genese und Geimpfte entfällt die Testpflicht.

Das Projekt wird von mehreren Einrichtungen wissenschaftlich begleitet, darunter die Uni Paderborn. Es soll weitere Erkenntnisse über das Infektionsgeschehen liefern, um so die Öffnung im Sportbereich in weiteren NRW-Kreisen zu ermöglichen, und mindestens vier Wochen durchgeführt werden. Wenn die Inzidenz an sieben Tagen in Folge über 100 liegt, muss das Projekt abgebrochen werden.

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