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Experten haben die mehr als 100 Jahre alte Gaststätte in Hövelhof eingehend untersucht

Möller nicht denkmalschutzwürdig

Hövelhof

Die Gaststätte Möller (Zur alten Post) an der Allee in Hövelhof wird nicht unter Denkmalschutz gestellt. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat sich die Gebäude am Schlossgarten angesehen und sieht keine Denkmalschutzwürdigkeit.

Von Meike Oblau

Der LWL als Obere Denkmalbehörde hat die Gaststätte Möller als nicht denkmalschutzwürdig eingestuft. Foto: Carsten Tegethoff

In Summe seien in den vergangenen Jahrzehnten zu viele Veränderungen an dem Gebäude vorgenommen worden – so lässt sich die Einschätzung der Oberen Denkmalbehörde kurz zusammenfassen. Nachdem Gemeindeverwaltung und CDU einen Abriss des Gebäudes, das die Gemeinde per Vorkaufsrecht erworben hatte, angestrebt hatten, hatte der frühere Grünen-Ratsherr Jörg Schlüter den LWL eingeschaltet.

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe als beratende Stelle für Gemeinden und Kreise in allen Angelegenheiten der Denkmalpflege habe sich in einem Ortstermin am 19. Mai eine Übersicht über die ehemalige Gaststätte Möller verschafft und dieses Gebäude einer Prüfung hinsichtlich einer möglichen Denkmalwürdigkeit unterzogen, teilte die Gemeinde Hövelhof am Mittwochnachmittag mit.

Nun sei die Sennegemeinde Hövelhof über das Ergebnis dieser Prüfung informiert worden. Nach Abschluss der Prüfung bestätige die Fachberaterin die Einschätzung der Gemeindeverwaltung, dass die bauliche Anlage Allee 34 einschließlich aller Nebengebäude nicht die Voraussetzungen zur Eintragung in die Denkmalliste der Sennegemeinde nach Paragraf 3 des Denkmalschutzgesetzes NRW erfülle.

Der LWL könne nicht in ausreichendem Maße wissenschaftliche Gründe für eine solche Eintragung erkennen. Dies läge insbesondere an der Vielzahl der baulichen Veränderungen mit unterschiedlichen Zeitstellungen, die weder im Ganzen noch im Einzelnen ausreichend zusammenhängende aussagekräftige Bau-, Ausstattungs- und Nutzungsschichten überlieferten. Es fehle an ausreichendem Maße architekturgeschichtlicher, sozialgeschichtlicher und volkskundlicher Gründe für die Erhaltung und Nutzung des Gebäudekomplexes.

In Summe rate die LWL-Denkmalpflege von einer Eintragung in die Denkmalliste der Sennegemeinde Hövelhof als untere Denkmalbehörde ab, heißt es aus dem Sennerathaus. Aktuell läuft noch bis Freitag eine Online-Petition zur Zukunft des Areals am Schlossgarten. Die Initiatoren der Petition wollen eine Bürgerbeteiligung erreichen. Bislang haben 860 Unterstützer dafür unterschrieben. Eine Beteiligung an der Petition ist über Open Petition möglich.

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