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Fans des schnellsten einmotorigen Kleinflugzeugs treffen sich zum Erfahrungsaustausch

Mooney-Piloten landen in Büren-Ahden

Büren-Ahden

Ganz besondere Sportflugzeuge waren am Wochenende zu Gast am Flughafen Paderborn-Lippstadt. Piloten von 29 Mooneys, die schnellsten einmotorigen Kleinflugzeuge, waren aus Deutschland und den Nachbarländern zu einem Treffen nach Ahden angereist.

Von Hans Büttner

Die Mooney M20 von David Kromka stammt aus dem Jahr 1986, hat 210 Ps und Platz für vier Personen. Der Vorsitzende der EMPOA-Gemeinschaft hat seiner Maschine den Namen Silbervogel gegeben. Besonderes Erkennungsmerkmal aller Mooney-Maschinen ist das leicht nach vorne geneigte, trapezförmige Seitenleitwerk. Mit dabei beim Treffen in Ahden: Tina Hauk, Felix Bieber und Andre Niggenaber. Schon mit drei Jahren gilt Lias Liebe der Fliegerei. Auch im Flieger von Pressesprecherin Ina Hauk fühlt sie sich wohl. Foto: Hans Büttner

Organisiert hatten das Treffen die Piloten Andre Niggenaber aus Lippstadt und Felix Bieber aus Dortmund. Während ihres Aufenthalts besichtigten die Teilnehmer auch den heimischen Airport und unternahmen eine Wanderung zur Wewelsburg.

Bei Piloten gelten die Mooneys als schnell, effizient und als komfortables Reiseflugzeug. Aber nicht nur deshalb haben die Viersitzer aus der Flugzeugwerft im texanischen Kerrville eine große Fangemeinde. Die Flugzeuge, die seit 1929 durch die Lüfte aller Kontinente fliegen, stehen auch für ein besonderes Design, eine zuverlässige und kraftvolle Technik und sie halten eine Reihe von Geschwindigkeitsrekorden.

Kein Wunder also, dass sich Liebhaber auf der ganzen Welt zu einer Mooney- Fangemeinde zusammengeschlossen haben. Auch in Europa gibt es eine solche Pilotengemeinschaft. Ihr Name: European Mooney Pilots and Owners Association (EMPOA). Die Gemeinschaft zählt rund 300 Mitglieder, und ein Teil von ihnen war nun von Freitag bis Sonntag zu Gast am Flughafen Paderborn-Lippstadt.

Schon mit drei Jahren gilt Lias Liebe der Fliegerei. Auch im Flieger von Pressesprecherin Ina Hauk fühlt sie sich wohl. Foto: Hans Büttner

29 Mooney-Maschinen, sorgsam aufgereiht, bildeten bereits am Samstag am Airport und auf dem Vorfeld des Quax-Hangars und des Hangar II ein imposantes Bild. Die Maschinen, die in drei Ausführungen mit unterschiedlichen Längen der Rümpfe gebaut wurden, fallen besonders durch ihr senkrecht stehendes Heckleitwerk auf. „Das ist das Erkennungsmerkmal der Mooneys“, erklärt EMPOA-Vorsitzender David Kromka.

Rund 230 Mooneys gibt es nach Auskunft von Kromka in Deutschland und dem angrenzenden Ausland. Einige Flieger sind älter als 50 Jahre, aber fast alle sind noch im Einsatz, häufig als Geschäfts-, Reise- und als Hobbyflieger.

Der Name Mooney stammt von den Firmengründern Albert und Artur Mooney, die 1929 das Unternehmen Mooney Airplane Company in Kerrville (Texas) gründeten. 1946 begann die Produktion einer kleinen, einsitzigen Maschine, der Mooney M18. Die wohl bekannteste Bauserie ist die M20, die bereits 1955 entwickelt wurde und bis 2019 gebaut wurde. Waren bei den ersten Maschinen das Leitwerk und die Tragflächen noch aus Holz und mit Stoff bespannt, wird die M20 seit 1961 aus Leichtmetall hergestellt. Nachdem das Unternehmen in den vergangenen Jahren häufiger in Schwierigkeiten geraten war, wurden die Mooney-Werke am 1. September 2020 von einer Investorengruppe, bestehend aus Mooney-Eignern, Piloten und dem Investor Jonny Pollach, übernommen.

In der Firmengeschichte gelang es dem Unternehmen immer wieder, mit Rekorden auf sich aufmerksam zu machen. So war die M22 Mustang das erste einmotorige, kolbengetriebene Flugzeug mit einer Druckkabine. 1977 gelang es einem Mooney-Piloten, eine M 20 mit einer Spitzengeschwindigkeit von 320 Stundenkilometer durch die Lüfte zu jagen. Das bisher schnellste von Mooney hergestellte Flugzeug, die M20 Bravo DX, schafft es sogar, 407 Stundenkilometer als Reisegeschwindigkeit einzuhalten.

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