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Äcker und Wälder sollen mit Hilfe des Gemeindegliedervermögens wirtschaftlich für weitere Generationen erhalten bleiben

Muddenhagener sorgen sich um ihren Wald

Borgentreich

Die Orte Muddenhagen, Manrode und Bühne verfügen über Gliedervermögen. „Die Vorfahren hatten einen langen Atem“, weiß Muddenhagens Ortsvorsteher Valentin Hermann, denn es dauerte über hunderte Jahre, bis dieses Gemeindegliedervermögen nach langwierigen Rechtsstreitigkeiten für die Dörfer festgeschrieben wurde. Für das größtenteils aus Wald bestehende Vermögen müssen die Nachfahren nun aber ebenfalls einen langen Atem haben.

Von Astrid E. Hoffmann

Der Muddenhagener Ortsvorsteher Valentin Hermann auf einem aktuell aufgeforsteten Waldstück. Die Bäume sind von Helfern mit Schutzdraht gegen Wildverbiss geschützt worden. Foto:

Schon lange vor dem 17. Jahrhundert hatten die Eingesessenen (Bewohner) der Ortschaften Bühne, Manrode, Muddenhagen, Körbecke, Rösebeck und Daseburg das Recht, ihr benötigtes Brennholz aus den Wäldern ihrer Gutsherren, den Herren von Spiegel, zu holen. Um die „Holzgerechtsame“, gemeint ist die freie Brennholzlieferung, entstand 1616 ein erster verbriefter Rechtsstreit, der sich lange hinziehen sollte.

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