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Lesekonzert mit Pianist Christoph Soldan am 18. September im Kulturforum Schloß Holte-Stukenbrock

Musikstreit des 19. Jahrhunderts

Schloß Holte-Stukenbrock

Große Klaviermusik des 19. Jahrhunderts steht auf dem Programm eines besonderen Konzertabends mit dem Pianisten und Rezitator Christoph Soldan am Samstag, 18. September, um 19 Uhr im Kulturforum am Altenkamp 1 in Schloß Holte-Stukenbrock.

Pianist und Rezitator Christoph Soldan ist am 18. September im Kulturforum am Altenkamp in Schloß Holte-Stukenbrock zu Gast.

„Der Musikstreit des 19. Jahrhunderts“ – so lautet der Titel. Die beiden Protagonisten Johannes Brahms und Franz Liszt stehen dabei stellvertretend für ganz unterschiedliche ästhetisch-musikalische Auffassungen. Liszt komponierte zumeist nach literarischen Vorbildern. Er, der Schöpfer der symphonischen Dichtung, widmete sich dem, was allgemein als Programmmusik bezeichnet wird.

Brahms hingegen sah sich in der Tradition Beethovens und zog es vor, Musik als absolute Musik zu begreifen. Dass heute beide Komponisten als Schöpfer genialer Musik betrachtet werden, zeigt Christoph Soldan am Beispiel von Brahms Händelvariationen und der „années de pélérinage“ von Liszt. Er wird das Programm erläutern und dabei die Werke und Komponisten seinem Publikum nahebringen.

Christoph Soldans musikalische Begabung fiel im Alter von fünf Jahren auf. Nach ersten Anleitungen durch den Vater erhielt er Klavierunterricht, später Orgelunterricht sowie Unterweisungen in Harmonielehre und Tonsatz. Nach der Teilnahme an verschiedenen Jugendmusikwettbewerben auf beiden Instrumenten und ersten öffentlichen Auftritten begann er ein Klavierstudium bei der Klavierpädagogin Eliza Hansen, das er an der Hamburger Musikhochschule abschloss. Großen Einfluss hatte Christoph Eschenbach, der ihn unterrichtete. Durch ein kurzfristiges Einspringen nahm er 1989 an einer Tournee mit Leonard Bernstein nach London und Moskau teil.

1994 übersiedelte Christoph Soldan in das Hohenloher Land und gründete dort ein Kammermusikfestival. 1998 trat er in Salzburg auf und konzertierte in der Berliner Philharmonie, 1999 im Gewandhaus Leipzig und 2001 beim Prager Frühling. Er unternahm Konzertreisen nach Mexico und Japan. Seit 2007 übt er auch die Tätigkeit als Dirigent aus. 2001 heiratete er die Tänzerin und Choreographin Stefanie Goes, mit der er gemeinsame Bühnenstücke für Tanz und Klavier entwickelte. 2007 gründete er ein eigenes Theater in Dörzbach an der Jagst. Er ist künstlerischer Leiter verschiedener Konzertreihen innerhalb Deutschlands, beispielsweise der „Schubertiade Schloss Eyb“ in Dörzbach (Hohenlohe) und der „Meisterkonzerte in Bacharach“.

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