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Polizei fahndet weiter nach Angreifern – verletztes Opfer aus Krankenhaus entlassen

Nach Bluttat: Rumäne (20) vernommen

Bünde

Der 20-Jährige, der bei dem nächtlichen Überfall auf ein Haus an der Bünder Pestalozzistraße am 9. Mai schwer verletzt wurde, ist aus dem Krankenhaus entlassen worden. „Er wurde auch schon vernommen“, erklärt Fabian Rickel von der Polizei in Bielefeld.

Von Daniel Salmon

Unbekannte drangen in der Nacht auf den 9. Mai in dieses Haus ein, töteten einen Mann und verletzten einen weiteren. Foto: Daniel Salmon

Beamte der in dem Fall eingesetzten Mordkommission „Hüffen“ hätten die Aussage des jungen Rumänen aufgenommen. Was er den Fahndern konkret mitteilen konnte und ob seine Auskünfte helfen, den möglichen Tathergang zu rekonstruieren, dazu macht der Behördensprecher aus ermittlungstaktischen Gründen keine weiteren Angaben.

Wie berichtet, waren bislang unbekannte Täter vor knapp eineinhalb Wochen in das Gebäude im Stadtteil Hüffen eingedrungen und hatten einen 49-jährigen Rumänen – es soll sich um den Vater des 20-Jährigen handeln – getötet. Nach unbestätigten Informationen dieser Zeitung soll es zuvor zu einem Streit um Schulden oder Kopfgeld gekommen sein. Dem älteren der beiden Männer soll bei dem Überfall der Kopf eingeschlagen worden sein – möglicherweise mit einem Baseballschläger. Detaillierte Informationen zu den tödlichen Verletzungen waren offiziell bislang nicht an die Öffentlichkeit gelangt. „Die Obduktion des Opfers hat eine Gewalteinwirkung als Todesursache bestätigt“, ließen Polizei und Staatsanwaltschaft lediglich in einer gemeinsamen Pressemitteilung verlauten. Dem Jüngeren sollen Handgelenke und Unterarme gebrochen worden sein, heißt es aus Polizeikreisen.

Fest steht indes: Nach der brutalen Attacke waren die Tatverdächtigen geflüchtet. Eine eilig eingeleitete Fahndung der Polizei, bei der auch ein Hubschrauber zum Einsatz kam, verlief ergebnislos. „Die Täter sind nach wie vor flüchtig“, vermeldet Polizeisprecher Rickel. Die Ermittlungen der Mordkommission in dem Tötungsdelikt liefen aber weiterhin auf Hochtouren.

Die Beamten hoffen, dass sich noch mögliche Zeugen melden, die in der Nacht auf den 9. Mai in der Zeit um 2.40 Uhr in der Nähe des Tatortes verdächtige Beobachtungen gemacht haben könnten. Hinweise nimmt das Polizeipräsidium Bielefeld unter Telefon 0521/545-0 oder jede anderen Polizeidienststelle entgegen.

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