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Förderbescheid-Übergabe für die Schulsternwarte Minden-Lübbecke – Umzug an den Hiller Badesee

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Minden/Lübbecke/Hille

Gemeinsam mit der Kreisverwaltung Minden-Lübbecke ist ein geeignetes Grundstück nördlich des Hiller Badesees für die Schulsternwarte gefunden worden. Die Voraussetzungen sind optimal: wenig Lichtverschmutzung, vorhandene Infrastruktur am Badesee (Toiletten, Strom, Parkplätze), gute regionale Erreichbarkeit.

Bei der Übergabe: (von links) Lutz Freiberg, André Bell, Landrätin Anna Bölling, Prof. Dr. Oliver Wetter, Michael Meister und die Mitglieder des Vorstands, Lars Böker, Konstantin Plümer, Michael Schweiß. Kreis Minden-Lübbecke Foto: Kreis Minden-Lübbecke

Die Suche nach einem neuen Standort war nötig geworden, da nach vielen aktiven Jahren am Weingarten der Betrieb um die Jahrtausendwende eingeschränkt werden musste. Die Beobachtungskuppel, das Gebäude selbst sowie die astronomischen Geräte bedurften dringend einer Erneuerung. Auch entsprach die bisherige Schulsternwarte nicht mehr den aktuellen Auflagen: Brandschutz- und weitere Modernisierungsanforderungen machten den Standort unattraktiv.

„Mit der neuen Schulsternwarte können wir den Schulen aus dem Kreis Minden-Lübbecke die Möglichkeit geben, Astronomie praktisch und hautnah zu erleben. Schüler und auch andere Interessierte werden mit unseren professionellen Instrumenten an Beobachtungs- und Forschungsprojekten teilnehmen können“, betonen die Vorstandsmitglieder des Vereins Schulsternwarte Minden-Lübbecke. Sie kamen geschlossen zur Übergabe des Förderbescheids und der Baugenehmigung sowie zur Unterzeichnung der Verträge.

Ideale Bedingungen

Landrätin Anna Katharina Bölling, Baudezernent Lutz Freiberg, der Hiller Bürgermeister Michael Schweiß sowie Konstantin Plümer von der Bezirksregierung Detmold sind sich einig, „dass am Badesee in Hille ein tolles Angebot für astronomische Bildung für die ganze Region entsteht und deshalb eine Förderung und Unterstützung aller Beteiligten verdient. Astronomie-Fans werden am neuen Standort ideale Bedingungen vorfinden. Dem Fachbereich Campus Minden und der FH Bielefeld und allen interessierten Bildungseinrichtungen bietet die neue Schulsternwarte eine Plattform für Studierendenprojekte und Forschungsarbeiten. Und auch die Allgemeinheit kann im Rahmen von öffentlichen Veranstaltungen davon profitieren. Das ist ein gutes Angebot und vor allem ein tolles Alleinstellungsmerkmal für den Mühlenkreis“.

Die Errichtung, der Betrieb und der Erhalt einer Sternwarte sind mit großem ehrenamtlichem wie auch finanziellem Aufwand verbunden. Der Kreis Minden-Lübbecke stellt zu einem geringen Kostenanteil das Grundstück und die Gemeinde Hille die Nutzung der Sanitäranlagen am Badesee für den Neubau zur Verfügung. Das Bauprojekt wird durch eine öffentliche Förderung des Landes NRW finanziert. Das Gesamtvorhaben beläuft sich auf etwa 200.000 Euro, zwei Drittel der Finanzierung erhält der Verein aus dem Förderprogramm „Strukturentwicklung im ländlichen Raum“. „Die restliche Finanzierungssumme erfolgt durch Eigenmittel des Vereins, der von vielen Stiftungen, Firmen und Organisationen über Spenden unterstützt wird“, so der Vorsitzende des Vereins, Michael Meister. Interessierte finden auf der Internetseite unter www.sternwarte-minden.de Informationen dazu.

Als nächste Schritte zur Realisierung nennt Meister den Abschluss der Ausführungsplanung und den Beginn der Bauarbeiten im Herbst mit der Errichtung der Zuwegung sowie der Umzäunung der genutzten Fläche. Inbetriebnahme und damit Projektabschluss ist für das Jahresende 2022 geplant.

Entstehung der Sternwarte

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